29 Dezember 2006

Was die Welt sucht

Immer zum Jahresende veröffentlicht Google den "Zeitgeist" (heißt auch auf Englisch so), eine Sammlung interestanter Statistiken darüber, was die Leute im abgelaufenen Jahr gesucht haben. Die Top 10 für 2006 sind:
  1. bebo
  2. myspace
  3. world cup
  4. metacafe
  5. radioblog
  6. wikipedia
  7. video
  8. rebelde
  9. mininova
  10. wiki
Wer kennt sie alle (ich nicht)? Mehr Infos hier.

22 Dezember 2006

Weihnachtsbotschaft

Es ist ja vor Weihnachten üblich, ein paar lustige und/oder salbungsvolle Worte herumzuschicken, und da möchte ich nicht hintanstehen. Ich war die letzten Wochen auch sehr beschäftigt und hoffe, dass ich zumindest das mit dem Bier demnächst nachholen kann. Euch allen ein schönes Fest, und bis bald!
Philosophy of Life

A professor stood before his philosophy class and had some items in front of him. When the class began, wordlessly, he picked up a very large and empty mayonnaise jar and proceeded to fill it with golf balls. He then asked the students if the jar was full. They agreed that it was.

So the professor then picked up a box of pebbles and poured them into the jar. He shook the jar lightly. The pebbles rolled into the open areas between golf balls. He then asked the students again if the jar was full. They agreed it was.

The professor next picked up a box of sand and poured it into the jar. Of course, the sand filled up everything else. He asked once more if the jar was full. The students responded with a unanimous "yes."

The professor then produced two cans of beer from under the table and poured the entire contents into the jar, effectively filling the empty space between the sand. The students laughed.

"Now," said the professor, as the laughter subsided, "I want you to recognize that this jar represents your life. The golf balls are the important things--your family, your children, your health, your friends, your favorite passions--things that if everything else was lost and only they remained, your life would still be full. The pebbles are the other things that matter like your job, your house, your car. The sand is everything else--the small stuff.”

"If you put the sand into the jar first," he continued, "there is no room for the pebbles or the golf balls. The same goes for life. If you spend all your time and energy on the small stuff, you will never have room for the things that are important to you. Pay attention to the things that are critical to your happiness. Play with your children. Take time to get medical checkups. Take your partner out to dinner. Play another 18.

There will always be time to clean the house, and fix the disposal. Take care of the golf balls first, the things that really matter. Set your priorities. The rest is just sand."

One of the students raised her hand and inquired what the beer represented.

The professor smiled. "I'm glad you asked. It just goes to show you that no matter how full your life may seem, there's always room for a couple of beers."

07 Dezember 2006

Weihnachten wieder zuhause (updated)

Liebe Leser,

da sich schon die Anfragen häufen, hier mal meine Pläne für die Feiertage:
  • 22.12. Flug nach München. Ärgern, dass ich den Klassenstammtisch verpasse.
  • Heiligabend in München - erstmals seit 2000
  • 26.12.-28.12. in Kriseszell. Regensburger: Das ist die Chance für uns, uns zu treffen!
  • 28.12. Familientreffen in oder um München
  • Silvester in München - Feier bei mir; fragt mich nach den Details...
  • Neujahr flieg ich abends wieder zurück
Und was macht ihr? Gebt mal Bescheid, ich freu mich natürlich, wenn ich viele von euch sehen kann.

30 November 2006

Die lieben Kleinen

Mein Bruder Sascha meldet, dass er seinen Arbeitsvertrag unterschrieben hat und demnächst am Institute of Neuroscience der TU of Munich anfängt, seinen PhD zu machen. Herzlichen Glückwunsch! Auf seinem Schreibtisch steht schon ein Mac Mini, so dass wir schon wieder etwas gemeinsam haben(*). So verlinke ich doch gleich noch auf die drei neuen Werbespots zum Thema "Get a Mac".

Ironischerweise gehört Saschas Institut übrigens zur Fakultät für Medizin...

(*) auf meinem Schreibtisch zuhause, nicht bei Google.

20 November 2006

Oper mit Mitsingen

Überraschung beim zweiten Treffen der Freunde der italienischen Oper, Ortsgruppe Dublin: Außer einem Grüppchen von sechs Googlern war auch die irische Präsidentin Mary McAleese anwesend! Sie wurde von einem Sprecher angekündigt, und das Publikum ist aufgestanden und hat die mir völlig unbekannte irische Nationalhymne, Amhrán na bhFiann, gesungen (@Rupert: macht ihr das in München auch so?).

Das Ganze lief mit erstaunlich wenig Zinnober ab, es war fast keine Security zu sehen, und nach der Oper ist Mary einfach durch die Menge zum Präsidentinnenauto gegangen, hat ein bisschen gewunken, und weg war sie. Natürlich war keine Kamera zur Hand, aber dafür ist hier ein Foto vom Gaiety Theatre:
auch nicht schlecht.

Nach der Hymne war es wieder gut mit dem Mitsingen, und den Rest haben die Profis von Opera Ireland gesungen (La Bohème). Nächste Oper in Dublin: vsl. im April. Es ist ein Jammer. Leider war keine Zeit, Mary vom System der deutschen Theaterförderung zu erzählen.

19 November 2006

Dresden

Letztes Wochenende war ich mit meinen Eltern in Dresden. Tolle Stadt für einen Wochenendausflug und sicher eine der führenden deutschen Kulturstädte. Hier die Highlights:
  • Mein Flug war der 100.000. Lufthansa-Flug nach Dresden seit der Wende, und wir wurden von der Flughafenfeuerwehr mit einer Waserfontäne begrüßt! Spektakuläre Fotos, wenn ihr dem Link folgt.
  • Ich war endlich mal in der Semperoper (Laien bekannt als das Brauhaus aus der Radeberger-Werbung), und wir haben die Hochzeit des Figaro gesehen. Sehr gut, wenn man aus der Dubliner Opern-Diaspora kommt.
  • Die Frauenkirche ist seit einem Jahr wieder eröffnet, und man kann einfach so rein und raus gehen.
  • Das Historische Grüne Gewölbe ist seit kurzem wieder eröffnet und man kann die beeindruckenden Schätze wieder in den originalen (bzw. restaurierten) Räumen anschauen. Touri-Tipp: Der Eintritt ist limitiert und es ist ratsam, sich seine Tickets Wochen vorher im Internet zu buchen.
  • Und immer wieder toll: Die Gemäldegalerie Alte Meister mit der Sixtinischen Madonna. Prima Museumscafe, in dem man auch abends richtig lecker essen kann.
Fotos gibt's diesmal als Picasa Web-Album:

04 November 2006

Borat

Auch wer keine kasachische Schwägerin hat, sollte nicht versäumen, sich "Borat" anzuschauen. Sacha Baron Cohen ("Ali G") spielt einen kasachischen Reporter, der durch die USA reist, um zu erforschen, was sein Land von ihnen lernen kann. Schiefgelacht!

Die Kasachen haben sich ziemlich über den Film aufgeregt, weil sie darin als primitive Hinterwäldler dargestellt werden. Dabei macht sich der Film eigentlich über die Amerikaner lusitg, deren Borniertheit, Rassismus usw. der scheinbar naive Borat mühelos aufdeckt.

Die Kasachstan-Szenen wurden übrigens in Rumänien gedreht, und Borats Kasachisch ist ein Mix aus Polnisch und Hebräisch (ja, ich war mit internationalen Kollegen im Kino).



Maxi und Nasija sind gerade in Kasachstan; ich hoffe, dass ich euch mehr über das Land erzählen kann, wenn sie zurück sind. Bis dahin können wir in der Wikipedia schon mal lernen, dass Kasachstan das neuntgrößte Land der Welt ist und über einen Weltraumbahnhof und riesige Rohstoffvorkommen verfügt (nicht nur Kalium, wie der Film behauptet). Also: Nicht ärgern lassen, Kasachen!

01 November 2006

A Portrait of the Artist as a Young Man

Wir hatten in der Abteilung einen Wettbewerb, bei dem jeder ein Foto von sich im Alter von max. 2 Jahren einreichen musste und die Kollegen dann geraten haben, wer wer ist. Super Sache und (in den meisten Fällen) gar nicht so leicht. Jetzt ist der Wettbewerb um und die Siegerin gekürt (lustigerweise unsere jüngste Kollegin (22)), so dass ich hier gefahrlos mein Bild veröffentlichen kann. Bitte:
Tipp für Nachahmer: Reicht keine Fotos ein, auf denen ihr noch ganz klein seid. Da sehen nämlich alle gleich aus, was zwar schwerer zu raten ist, aber auch nicht so viel Spaß macht.
So konnte ich mich amüsieren, als meine Kollegen versucht haben, mir weiszumachen, dass der Typ mit der grünen Latzhose doch sicher Kollege XY ist.

30 Oktober 2006

Wochenschau

So, mal wieder Zeit für eine Wochenschau, gell?

Montag
Ich arbeite z. Zt. in einem Projekt, das das Ziel hat, neue deutsche und französische KollegInnen für meine Abteilung zu finden. Wenn ihr jemand wisst: Sagt Bescheid...

Dienstag
Ich hab meinen Weihnachtsflug gebucht: Vom 23.12. bis 1.1. bin ich in und um München! Hat schon jemand gute Pläne für Silvester?

Mittwoch
Direkt bei mir um die Ecke hat ein riesen Gym aufgemacht, und so bin ich wieder schwach geworden und beigetreten. Es ist aber toll, weil alles nagelneu ist und noch nicht viele Leute hingehen. Mal sehen, wie lang das so bleibt (und wie lang ich regelmäßig hingehe)...

Donnerstag
Mit diesem lustigen Video hab ich heute versucht, das Deutschlandbild meiner Kollegen zu erweitern:

Ansonsten bin ich jetzt im Social Committee for Ambassadors aktiv (das sind Kollegen aus anderen Google-Büros, die hier ein paar Monate auf Austausch sind). Heute haben wir uns "The Queen" angeschaut, was natürlich eine super europäische Erfahrung ist. Es geht um den Tod von Prinzessin Diana und den Versuch der königlichen Familie, das ganze auszusitzen. Am Schluss überredet der heldenhafte junge Premierminister die Königin, trotz aller protokollarischer Bedenken an der Trauerfeier teilzunehmen. Gut gemacht, hervorragende Schauspieler und für mich als Zeitzeugen sehr bewegend. (Und es kommen Dudelsäcke vor, was bei der Riesenmaschine schon mal einen Pluspunkt gibt.) In Deutschland ab 11. Januar.

Freitag
Mein großer Auftritt in unserem deutschen Teammeeting, wo ich drei von 5 Tagesordnungspunkten bestreite (hat sich so ergeben). Meetings dauern hier übrigens grundsätzlich so lang wie geplant (oder kürzer) und haben eine Agenda, an die sich alle halten. Manchmal werden auch lustige Videos gezeigt (s.o.).

Nach der Arbeit gab es einen sehr netten Pub-Abend mit meiner Abteilung, allerdings aus traurigem Anlass: Zwei Kollegen haben Abschied gefeiert.

Samstag
Tagesausflug nach Newgrange mit den Ambassadors. Lohn sich auf alle Fälle, zweimal hinzuschauen, und ist natürlich etwas, das man Besuchern zeigen muss.

In meinem Vergleich Deutschland-Irland hätte ich noch auf das Trinkwasser eingehen sollen. Das ist ja in München überaus gut. Hier kostet es nichts (!), ist aber so stark gechlort, dass man es auch nicht trinken mag. Habe mir jetzt einen (deutschen) Wasserfilter gekauft und schau mal, wie sich das bewährt.

Sonntag
DVD-Abend bei den indischen Ambassadors. Wir haben den Bollywoodklassiker Lagaan gekuckt und lecker indisch gegessen. Der Film macht natürlich noch mehr Spaß, wenn man ein paar Inder dabei hat, die einem die kulturellen Besonderheiten erklären (, und die Kricketregeln beherrschen).

Montag
Bank Holiday in Irland, und so hatte ich heute einen faulen Tag zuhause.

18 Oktober 2006

Gut: Riesenmaschine

Die Riesenmaschine zu loben, ist nicht sehr originell, da sie schon vor längerem einen Grimme-Preis gewonnen hat. Ich kannte sie aber noch nicht und hab sie jetzt erst entdeckt. Absurde, teilweise glänzend geschriebene Beiträge. Für mich als geplagten Spiegel online-Leser ist es erfreulich zu sehen, wie in der Riesenmaschine auch grammatikalisch gewagte Sätze heil im Ziel ankommen.

Fein ist auch die "Automatische Kulturkritik" in der rechten Spalte. Hier werden Filme anhand einer Checkliste mit grotesken Plus- und Minus-Kriterien bewertet. Aus der Differenz ergibt sich der Gesamtwert. Beachtet, dass ihr mit der Maus über die Nummern rollen müsst, um die Kommentare zu lesen. Wir üben das mal:
AUTOMATISCHE KULTURKRITIK
"The Departed", Martin Scorsese (2006).
Plus: 3, 11, 31, 35, 37, 79, 82, 88, 89
Minus: 54 x 2, 75, 111, 132
Gesamt: 4 Punkte


PS: Wieso gibt es eigentich so wenige deutsche Websites, die international (oder auch nur national) für Aufsehen sorgen? Mir fällt sonst gerade nur noch carstuckgirls.de ein, das mal einen Webby Award gewonnen hat.

10 Oktober 2006

Nicht anschauen: The Departed

Drei Stunden Lebenszeit (+ eine Stunde Heimlaufen vom Kino) hab ich dafür verwendet, mir "The Departed" von Martin Scorsese anzuschauen. Der Film ist anscheinend ein Oscar-Kandidat, er ist aber wirklich nicht gut. Ein Ganove wird als Spitzel in die Polizei eingeschleust und ein Polizist zu den Ganoven, ohne dass beide zunächst etwas davon merken. Sie verlieben sich sogar in die gleiche Frau. Am Ende kommt heraus, dass der Oberganove auch rgendwie ein Spitzel ist (Achtung, Spoiler), das ist aber auch schon egal, weil sowieso alle erschossen werden. Bei Titus Andronicus, wo am Schluss auch so gut wie jeder tot ist, hat man das Gefühl, dass zumindest teilweise die Gerechtigkeit wiederhergestellt wird und etwas neues , möglicherweise besseres entsteht. Das ist bei "The Departed" nicht so.
Das alles würde im Zweifelsfall niemand daran hindern, in ein paar Jahren "The Departed II: The Return" zu drehen, wenn der Film erfolgreich ist. Also lieber gleich nicht anschauen, stattdessen lieber etwas mit Google Video spielen, das ist auch unterhaltsam. Oder ein gutes Buch lesen.

Bestes Zitat übrigens: "Ths is one race of people for whom psychoanalysis is of no use whatsoever" (Sigmund Freud über die Iren - die Ganoven sind nämlich irischstämmig).

07 Oktober 2006

London

Letztes Wochenende war ich nach längerer Zeit mal wieder in London,
was von Dublin aus ein idealer Kurztrip ist. Gewohnt habe ich im easyHotel, das von außen ganz normal aussieht,
von innen aber etwas von einem japanischen Kapsel-Hotel hat. Mein Zimmer bestand nur aus einem Bett und einem kleinen Waschraum ("tiny loo"), Luxus wie Fenster gab es nicht.
Hat mir aber gut gefallen und ist natürlich (für Londoner Verhältnisse) relativ billig. Für 70€ pro Nacht darf man sogar zu zweit übernachten, das sollte man aber nur mit Leuten machen, die man sehr gern hat, weil es eben eng ist und auch nur eine Decke gibt... Gut ist, dass direkt neben dem Hotel ein 24-Stunden-Sainsbury (Supermarkt) ist, der ungefähr so groß wie Dublin ist.

Anlass für die Reise war aber, dass ich mal wieder ins Theater gehen wollte, und so war ich in The Producers, einem Musical über zwei Produzenten, die eine möglichst erfolglose Show produzieren möchten und dabei auf "Springtime for Hitler" verfallen, das von einem Altnazi komponiert wurde. Sie verpflichten den schlechtesten Regisseur und die schlechtesten Schauspieler der Stadt und die Show - wird ein Riesenerfolg. Seht euch die Website an, da hört ihr auch ein bisschen was vom Titelsong.

Außerdem war ich endlich mal im Globe Theatre, das ich bis jetzt nur von einer Führung kannte. Dort gab es Titus Andronicus, das blutrünstigste, umstrittenste Stück von Shakespeare.
Dank an Rupert, der unter anderem "Masala Zone", eine kleine Kette günstiger Inder, empfohlen hat.

Meine Tipps:
  • Wenn ihr ins easyHotel geht, merkt euch, dass die Nachtlinie 97 (ab Trafalgar Square) fast vor der Tür hält. Die U-Bahn fährt nur bis Mitternacht, und danach versucht jeder, eins der schönen schwarzen Taxis zu erwischen.
  • Ryanair verkauft um 5 Pfund reduzierte Tickets für den Stansted Express. Preisfrage: Wenn man mit einer anderen Fluglinie aus München ankommt, lohnt es sich u.U., ein günstiges Ryanair-Ticket zu kaufen, um in den Genuss des Rabatts zu kommen?
  • Ein ganz toller Lebensmittelmarkt ist der Borough Market. Neben Lammsouvlaki und Schweinsköpfen wird dort auch Bier aus aller Welt verkauft. So kam ich doch noch zu einem Hacker-Oktoberfestmärzen.
  • Selfridges ist ein unterschätztes Kaufhaus, in dem es viele schöne Sachen gibt. Ich hätte beinahe für 500 Pfund den schönsten Regenmantel der Welt gekauft. Wenn ich mal Dotcom-Millionär bin, hole ich das nach. (Aufgrund eines alten Schwures gibt es in Dublin keine Regenmäntel zu kaufen).
  • Schöner Reiseführer: City Secrets London.

05 Oktober 2006

Hier bloggt der Gast (2): Katharina

Vor auch schon wieder zwei Wochen war Katharina aus Frankfurt zu Besuch und hat einen netten Beitrag in ihrem Blog verfasst. Lesenswert! Außerdem mit hervorragendem Ziegenfoto; das ist aber schon gar nicht mehr aus Dublin.

04 Oktober 2006

Was in Deutschland besser ist als in Irland

Liebe Deutsche!

Auch wenn ich neulich Irland über den grünen Klee (haha) gelobt habe, heißt das nicht, dass es in Deutschland nicht ebensoviel Gutes gibt, auf dass wir stolz sein können. Um einer drohenden Auswanderungswelle zuvorzukommen, hier also einige Dinge, die in Deutschland besser sind:

  • Brot. Dank der Firma Life Fibre gibt es hier zumindest ein paar Brote, die nicht nur schwammige Ansammlungen leerer Kohlehydrate sind. Aber es stimmt doch, was alle Auslandsdeutschen sagen, dass das deutsche Brot besonders gut ist und man es im Ausland so nicht bekommt. Es ist erstaunlich, dass sich die Hofpfisterei im Land der Essensgeizer so wacker hält. Weiter so!
  • Öffentliche Verkehrsmittel. Dublin ist ungefähr so groß wie Frankfurt, hat aber nur eine S-Bahn-Linie, die an der Stadt vorbeifährt. Seit letztem Jahr gibt es außerdem zwei ultramoderne Trambahnlinien. Der Großteil des Verkehrs wird mit Bussen abgewickelt oder gleich zu Fuß. Münchner: Wenn ihr mal wieder über den MVV schmipft, überlegt euch mal, dass es hier normal ist, jeden Tag eine halbe Stunde in die Arbeit zu laufen.
  • Überhaupt die Infrastruktur. Weil die Steuern niedrig sind (und das Land lange arm war), herrscht hier noch großer Nachholbedarf. Bin gespannt, wie schnell sich das ändert.
  • Banken. Deutsche Banken, bitte expandiert nach Irland! Das Konzept der Überweisung - eine deutsche Erfindung - ist hier weitgehend unbekannt, man kann aber, glaube ich, Leuten Geld überweisen, die zufällig bei der gleichen Bank sind. Was das online-Banking angeht, hat Deutschland etwa 10 Jahre Vorsprung. Wenn ich Geld nach Deutschland überweise, muss ich in meine Bankfiliale (!) gehen und dort ein Din-A4-Formular ausfüllen.
  • Umweltschutz. Unter jungen Iren wird Deutschland bewundert, weil bei uns mal die Grünen mitregiert haben. Hier gibt es zwar viel schöne Natur, aber noch sehr wenig Bewusstsein dafür, dass man sie auch schützen muss. Ich denke, dadurch, dass bei uns viel mehr Menschen leben, sind die Fragen früher drängend geworden.
  • Opern und Theater. Das deutsche System der Theaterförderung ist wunderbar und weltweit einmalig. Hier gibt es offenbar keine oder nur wenig Fördergelder, so dass im Opernhaus auch nur zweimal im Jahr je zwei Opern gespielt werden und ansonsten Musicals und Riverdance. Theater gibt es hier ganz gute, aber ich denke, in vielen kleineren deutschen Städten (Regensburg!) hat man genau so viel Auswahl.
  • Das Gesundheitswesen. Ich war hier noch nicht so richtig krank, aber nach allem, was man hört, ist das auch keine gute Idee. Man kriegt relativ günstig eine private Krankenversicherung, aber wer die nicht hat, bekommt wohl nur eine sehr grundlegende Versorgung. Insgesamt kann sich unser viel gescholtenes deutsches System schon sehen lassen.
  • Biergärten. Obwohl es in Irland im Sommer viel länger hell ist als in Deutschland (und auch durchaus nicht immer regnet), hat sich hier keinerlei biergratenkultur entwickelt. Die entsteht erst jetzt, seit das Rauchen in den Pubs verboten ist. Somit sind die Biergärten gleichzeitig auch die Raucherzonen. In München viel schöner.
  • Zuverlässigkeit von Dienstleistern. Die mañana-Philosophie, die man eigentlich eher in Spanien erwartet hat, wird auch hier hochgehalten. Handwerker brauchen ewig, um mal vorbei zu kommen, und wenn sie es tun, kriegen sie auch nicht immer alles gebacken. Briefe gehen verloren oder werden nicht bearbeitet. Meinen DSL-Anschluss hab ich dreimal bestellt, meine Maestro-Karte ebenso. Da sieht man mal, wie schön es ist, wenn man in Deutschland einen Termin ausmacht und der dann tatsächlich so stattfindet.
Wenn ich's mir überlege, werde ich sogar diesen Beitrag auf den 3.10. zurückdatieren. Das passt doch...

24 September 2006

Filmtipp: A Crude Awakening

Wir haben in der Arbeit ein pre-screening von A Crude Awakening gesehen, der wohl demnächst ins Kino kommt. Prima Film, aber sehr unerfreuliches Thema. Es geht um Peak Oil, das Ölfördermaximun, und die Frage, wann es eintritt und was dann passiert. Laut Film ist das Maximum möglicherweise sehr bald erreicht und die Folgen werden dramatisch, weil Öl dann immer knapper und damit teurer wird, wodurch alle Branchen, die davon abhängen, in Mitleidenschaft gezogen werden. Also: wenn ihr den Film irgendwo sehen könnt, schaut ihn an!

Abonnierte Inhalte für Einsteiger

Web
Das schöne an Blogs ist unter anderem, dass man sie abonnieren kann. So kann man an einer Stelle alle Blogs/ Websites, die man verfolgen will, auf einen Blick sehen, und sieht immer, wo es gerade was Neues gibt. Im einfachsten Fall legt man sie in Firefox als dynamische Lesezeichen an, oder man nutzt einen Service wie Bloglines oder den Google Reader. So muss man sich keine Sorgen mehr machen, dass man einen Beitrag im Official Google Blog oder in erlesenen Privatblogs wie nordish.de (keep them coming!) oder einen Strip von Calvin and Hobbes verpasst.

Ton
Das gleiche funktioniert auch mit Audiodateien, da heißt es dann Podcasting. Zum Einstieg einfach iTunes herunterladen und sich dann aussuchen, welche von über 35.000 Podcasts man abonnieren will. Wie's geht, steht hier. Ausprobieren, was es gibt, z.B. deutsche Nachrichten oder Touren durch Dublin. Natürlich besonders praktisch, wenn man auch einen iPod hat und das ganze darauf kopiert.

Video
Einige Podcasts kommen auch schon mit Videos daher, so kann man über iTunes z.B. die Tagesschau, das Heute-Journal oder die Sendung mit der Maus abonnieren (die Links spar ich mir mal; sucht einfach ein bissl in iTunes herum). Natürlich sehr praktisch, wenn man im Ausland lebt... und auf Fußballberichte verzichten kann; für die gibt es offenbar eigene Regeln.

19 September 2006

Klickpfad: Historikerstreit

Aus gegebenem Anlass wollte ich euch mal einen Klickpfad zeigen, auf dem ich neulich durch die Wikipedia gewandert bin. Anlass war der Tod von Joachim Fest und die Erkenntnis, dass ich fast nichts über den
  1. Historikerstreit wusste. Dieser hatte sich u.a. an unterschiedlichen Auffassungen über die
  2. Singularität der Shoa entzündet. Die systematische Verfolgung und Ausrottung
  3. ziganischer Völker während des Holocaust wird von diesen als
  4. Porajmos bezeichnet. Zu diesen Völkern gehören nicht etwa nur Sinti und Roma, sonden z.B. auch die
  5. Jenischen, von denen in Deutschland noch 29.000 nicht sesshaft leben. Unter "ähnliche Gruppen" findet sich ein Link auf die
  6. Pavee, die in Großbritannien und Irland leben und politisch unkorrekt "Tinker" genannt werden.
Wieder was gelernt.

18 September 2006

Hier bloggt der Gast (1): Rupert

Jetzt aber: Rupert ist der erste von meinen Gästen, der etwas fürs Blog beigesteuert hat. Bittesehr:
Falls Du mal wieder in den Wicklow Mountains oder Richtung Kilpatrick House unterwegs bist (oder aber auch als Tagesausflug, ist nämlich nur ca. 20 km südlich von Dublin) bieten sich die Powerscourt Gardens (für Freunde gepflegter englischer Gärten)

und der etwas außerhalb des Parks gelegene Wasserfall, angeblich der höchste Irlands, an.

Kilkenny: nettes Städtchen; Castle; Kathedrale mit separatem, zu besteigendem Turm; Black Abbey;, die Brauerei haben wir nicht besichtigt, sie bietet nur wochentags nachmittags eine Audiovision mit anschließendem Tasting; guter Chinese: "Swan", direkt an der geschäftigen Kreuzung vor dem Castle; empfehlenswertes, sehr zentrales B&B: "Carriglea", Archers Avenue bei der Castle Road, www.iol.ie/~archers. Wobei hier nochmal angemerkt werden muß, daß das von Dir empfohlene Kilpatrick House das schönste der von uns besuchten B&Bs war.

Kilkenny: Black Abbey...

... und Kathedrale.

In Strandhill bei Sligo gibt's das angesprochene Seetang-Bad: www.celticseaweedbaths.com

Insgesamt sehr schön und besonders ruhig war's in Donegal, kann mir aber vorstellen, daß das ohne Mietwagen eine etwas zähe Angelegenheit ist:
Spektakulär die Klippen bei Slieve League bzw. Sliabh Liag (Gaeltacht-Hochburg!), einfach von der Stadt Donegal aus nach Westen.

Slieve League

Wir waren etwa 30 km nördlich von Letterkenny, der einzigen größeren Ansiedlung in dieser Gegend (=nördliches Donegal) in einem sehr schönen B&B bei Dunfanaghy: "The Whins".

Für Wandervögel sehr zu empfehlen ist der Gleanveagh National Park (nordwestlich von Letterkenny), aber auch ohne zu Wandern gibt es eine schöne, besonders unberührte Natur zu sehen, sowie ein Fake-Castle (ca. 1880) mit jedoch sehr schönen Gärten.

Besonders urig und menschenleer war die Halbinsel Inishowen, das ist die Gegend nördlich von Derry, mit dem nördlichsten Punkt Irlands, Malin Head, eine Art Ende der Welt. Auch schön der Ausblick vom Fort Dunree an der westlichen Seite dieser Halbinsel. Ein beeindruckendes steinernes Monument ist der (das?) Grianán of Aileach, ein westlich von Derry / Londonderry gelegenes terrassiertes Ringfort, ca. 1700 v. Chr. erbaut, z. Zt. in restauro, aber abends und am Wochenende kann man sich über den Bauzaun wuchten und das Gerüst beklettern.

12 September 2006

Irland ab 9€

...hier klicken ...
Wieso hat Aer Lingus eigentlich kein Partnerprogramm, über das ich jetzt Geld verdienen könnte?

10 September 2006

Was in Irland besser ist als in Deutschland

Nach einem guten halben Jahr ist es Zeit für eine kleine Zwischenbilanz. Wenn man in Irland lebt, vermisst man natürlich nicht nur Dinge aus der Heimat, sondern merkt auch, dass hier einiges besser ist:
  1. Das Guinness. Überhaupt nicht mit der bitteren Plörre zu vergleichen, die in Deutschland in Irish Pubs verkauft wird. Weich, cremig und mit einer wunderbaren Schaumkrone. Schon das Einschenken ist eine Augenweide: Man muss vor dem Trinken warten, bis sich das Guinness von goldgelb nach schwarz verfärbt hat, sich also die Millionen kleinen Luftblasen gesetzt haben. Das dauert ein paar Minuten, während derer man sich auf sein Bier freut.
  2. Das Wetter. Irland liegt im Golfstrom und hat so das ganze Jahr über ein mildes, ausgeglichenes Klima. Im Winter gibt es fast nie Frost, im Sommer ist es nicht so heiß wie bei uns (nie über 30°) und bis 23 Uhr hell. Überall wachsen Palmen. Natürlich regnet es oft, aber nicht so lange wie in Deutschland. Tagelangen Dauerregen hatten wir noch gar nicht, seit ich hier bin (fragt mich im Winter nochmal).
  3. Die Leute. Sind schon ganz freundlich und unkompliziert (obwohl Deutschland ja, wie man hört, seit der WM hier aufholt...). Einmal hat mich sogar ein Fahrkartenkontrolleur zur Begrüßung gefragt, wie es mir geht!
  4. Der Arbeitsmarkt. Die Wirtschaft brummt, die Arbeitslosenquote liegt, soweit ich weiß, unter 5%. Nicht zuletzt wegen Punkt 5:
  5. Die Rahmenbedingungen für Investoren. Ich zahle 20% Steuern und keine weiteren Abgaben. Was Google an Steuern zahlt, weiß ich nicht, kann mir aber vorstellen, dass es weniger ist, als es in Deutschland wäre. Irland war klug genug, seine EU-Fördermittel nicht für Dinge wie Spaßbäder auszugeben, sondern eben günstige Bedingungen für Investoren zu schaffen. Heute ist Irland einer der reichsten Staaten weltweit, "das inflationsbereinigte Pro-Kopf-Einkommen in Irland liegt innerhalb der EU nach Luxemburg auf Rang 2 und ist etwa 30 % höher als in Deutschland" (Wikipedia).
  6. Die Alterspyramide. 50% der Bevölkerung sind jünger als 25, so dass der Großteil der Sorgen, die wir uns in Deutschland machen (Renten, Vergreisung, ...), hier unbekannt sind. Ständig sieht man Schwangere und Mütter mit Kindern - und das nicht etwa, weil der Staat das Kinderkriegen fördern würde.
  7. Fertiggerichte. Davon war schon die Rede.
  8. Die Supermärkte. Die können hier offen haben, wie sie wollen, so dass man praktisch rund um die Uhr an Lebensmittel kommt. IN meinem 24-Stunden-Tesco gibt es automatische Kassen, wo man seine Sachen selber scannt und dann bar (!) oder per Karte zahlen kann. Wann gibt es das in Deutschland? Und nicht zuletzt haben hier am Sonntag alle Geschäfte offen (ab 12, damit man vorher in die Kirche gehen kann...). Erzählt das mal Herrn Stoiber.
  9. Die Pub- bzw. Kneipenkultur. Es ist hier ganz normal, sich abends mit Kollegen oder Nachbarn im Pub zu treffen, und in Dublin gibt es wirklich an jeder Ecke einen Pub. Sehr feine Sache.
  10. Prähistorische Zeugnisse. Siehe Newgrange. Was ist eigentlich das älteste Gebäude Deutschlands? Die Porta Nigra (3000 Jahre jünger)?

Bunter Herbst

Die Besuchersaison klingt langsam aus, trotzdem wird es hier nicht langweilig. Letztes Wochenende war ich auf einer Freiluft-Aufführung von Twelfth Night in St. Stephen's Green,

jetzt stehen zwei große Festivals bevor, die es sich wohl zu besuchen lohnt: Das Fringe Festival (geht gerade los, experimentelles Theater, Tanz, Musik, Spektakel an verschiedenen Orten in der Stadt) und das Dublin Theatre Festival (ab Ende September, internationale Theaterproduktionen zu Besuch, darunter zwei deutsche Inszenierungen).

Ansonsten plane ich, weil sich ein großer Urlaub irgendwie nicht ergeben hat, ein paar Mini-Städtereisen. Fix sind schon London und Dresden, vielleicht kommt noch die ein oder andere dazu. Dank Ryanair ist es ja nicht allzu teuer, hier wegzukommen...

30 August 2006

Los Kaos

Diese Herrschaften sind Los Kaos aus Wales, die Künstlertruppe, dic ich am Samstag auf dem Dun Laoghaire Festival of World Cultures betreut habe. Auch wenn der Anschein anders sein könnte, waren sie sehr pünktlich und gut organisiert, so dass die Betreuung nicht schwer war. Die Nummer heißt "Tribe" und sie spielen lustigerweise einen neolithischen Stamm. Schreien, trommeln und unterhalten sich in einer eigens erfundenen Steinzeitsprache. Gut war insbesondere der Teil der Show, bei dem sie durch das Festival-Gelände gelaufen sind und Faxen mit den Besuchern getieben haben:




Das ganze Festival war sehr beeindruckend, übers Wochenende verteilt waren über 200.000 Besucher da (Für Münchner: etwas wie Tollwood). Ich hab außer dem heimlichen Höhepunkt Los Kaos nicht viel mitbekommen, aber immerhin noch ein paar Runden gedreht. Zum Ausklang bin ich mit ein paar Kollegen (und später noch Los Kaos) in der Festivalbar herumgehangen und konnte dieses schöne Sonnenuntergangsfoto machen:

24 August 2006

Newgrange

Höhepunkt der Woche war ein Tagesausflug nach Newgrange mit Rupert, Martina und Susanne.


Newgrange ist ein riesiges neolithisches Ganggrab, das ca. 3200 v. Chr. errichtet wurde und somit 500 Jahre älter ist als die Pyramiden in Gizeh. Es ist sehr gut erhalten, weil es 4000 Jahre unter der Erde lag und erst in den 1960ern vollständig ausgegraben wurde. Um den 21.12. herum scheint die aufgehende Sonne für 17 Minuten bis in die Grabkammer hinein. Da im Inneren nur ca. 25 Leute Platz haben, werden die Eintrittskarten jedes Jahr verlost.

An allen anderen Tagen wird das Sonnenspektakel mit einer Lampe simuliert, was immer noch klasse ist. Es lohnt sich, früh aufzustehen, da die Tickets meistens im Lauf des Vormittags ausverkauft sind (oder man macht es sich bequem und bucht eine Tour mit Bus Eireann).

Durch das Loch über der Tür fällt am 21.12. die Sonne.

Linktipps:

Bei Newgrange liegen noch Knowth und Dowth, zwei weitere Gräber aus der selben Zeit. Dowth ist nicht zu besichtigen (bzw. nur von außen), Knowth ist v.a. deshalb interessant, weil da eine Menge Steine mit steinzeitlichen Bildern herumliegen.

Schließlich waren wir auf dem Hill of Tara, der historisch bedeutend, aber nicht so spektakulär wie Newgrange ist. Hier sind sich der heilige Patrick und König Laoghaire fast in die Haare geraten, haben sich aber doch noch geeinigt, nachdem Patick dem König an einem Kleeblatt das Prinzip der Dreieinigkeit erklärt hatte.

Hill of Tara


Spekatkuläres Schlechtwetterfoto

20 August 2006

Was war inzwischen?

Die Besuchersaison ist gerade in vollem Schwange, was erfreulich ist, weil ich so auch wieder was von Dublin und Umgebung sehe. Außerdem kam ein Haufen netter Leute vorbei, angefangen mit Sascha, der sich spontan mit dem irischen Guinness angefreundet hat,
bis zu Rupert, der gerade zu einer großen Irlandrundfahrt startet.

Was war sonst:
  • Ein Kollege bietet einen Swing-Kurs an, da war ich letzte Woche erstmals. War sehr lustig, auch wenn ich den Grundschritt noch nicht zu 100% raus habe.
  • Eine Leserin hat mich überzeugt, beim Festival of World Cultures als Freiwilliger mitzuhelfen, so dass ich nächste Wochenende in Dún Laoghaire unterwegs sein werde und eine Band vom Flughafen zur Bühne schaffe.
  • Nach 6 Montaen Warten und dreimaligem Anmelden geht jetzt mein DSL-Zugang! Kurzfassung für Bewohner Irlands: Meidet Eircom, geht zu Smart Telekom. Somit bin ich jetzt auch wieder über Skype zu erreichen (fallwein)!
  • Heute waren wir im Phoenix Park auf ein Picknick eingeladen, auf dem der indonesische Unabhängigkeitstag gefeiert wurde (war am 17.8.). Es sind spekatakuläre Fotos von Ruupert und mir beim Fußballspielen entstanden - ich hoffe, dass ich an sie noch herankomme... Lest den schönen Artikel über Indonesien in Wikipedia, oder zumindest den über die Pancasila, die fünf Prinzipien, auf denen der Staat fußt.

17 August 2006

Matt spricht

Matt Cutts beantwortet Fragen über die Google-Suche. Sehr unterhaltsam und lehrreich. Mehr unter http://www.mattcutts.com/blog/type/movies/

09 August 2006

Sternfahrt

Neben dem Rama Dama bin ich zum dritten Mal von Trudering aus sternförmig ins Münchner Umland gefahren, um nach guten bayerischen Wirtshäusern zu suchen. Mit Erfolg: Die besten Entdeckungen diesmal sind die Gotzinger Trommel


und das Hofkücherl in Forstinning (08121/49499). Beide sehr zu empfehlen!

Rama Dama

Nach der Hochzeit bin ich eine Woche in München geblieben, um meinen Hausrat auszumisten, den ich bei meinen Eltern abgeladen hatte, als ich nach Dublin gezogen bin. Das ganze lief unter dem Begriff "Rama Dama", mit dem laut Wikipedia "gemeinschaftliche Aufräumaktionen in Bayern und Österreich (...) bezeichnet" werden. Schöner Erfolg, wie man auf den Bildern ansatzweise sieht.


07 August 2006

Hochzeit

Ich war eine Woche auf Heimaturlaub in München und bin nicht zum Bloggen gekommen, weil so viel los war. Heute also in aller Kürze ein paar Beiträge, um euch wieder aufs Laufende zu bringen:

Am 29.7. war kirchliche Hochzet von Maxi (mein großer Bruder) und Nasija und schöne Feier im Maximilianeum.
Herzlichen Glückwunsch!

Man beachte den Mann mit dem Dudelsack.

Katha und ich üben Walzer.

25 Juli 2006

Sightseeing

Felizitas vom Freundeskreis Marburg ist zu Besuch, und so habe ich wieder ein verstärktes Touri-Programm. Highlights waren am Samstag eine schöne Jugendstil-Inszenierung von The Importance of Being Earnest (mit einem alternden Oscar Wilde, der gleichzeitig Lady Bracknell spielt) und ein Ausflug nach Dalkey, einem der schönsten Flecken in der Gegend und daher auch einer der gesuchtesten Wohnlagen. Unter anderem wohnen hier Teile von U2 und Eddie Irvine. Die Gegend ist so schön, dass sie mit dem Golf von Neapel verglichen wird, und an heißen Tagen wie dem Samstag kann man das schon nachvollziehen.

Streets of Dalkey. Im Hintergrund Goat's Castle, in dem verkleidete Schauspieler ihren Schabernack treiben.

Die "irische Riviera"

Gehobene Lage: Sorrento Terrace. Ein Reihenhaus kostet hier ein paar Millionen.

Linktipp: Bei Google Analytics war es vor ein paar Monaten noch schier unmöglich, einen Account zu bekommen, weil der Andrang so groß war. Jetzt muss man nur noch ein paar Tage warten - auch ohne Beziehungen. Schöne, googlige (überschichtliche, schnelle, sinnvolle) Auswertung der Besucher einer Website (oder eines Blogs).

17 Juli 2006

Linktipp: Sealand

Ein Freund hat mir am Wochenende von Sealand erzählt, einer künstlichen Insel vor der englischen Küste, auf der ein Sonderling seinen eigenen Staat ausgerufen hat. Bei Wikipedia habe ich dazu diesen tollen Artikel gefunden, in dem nicht nur die Geschichte des "Staates" (hält sich hartnäckig seit 1967 und hat Pässe, Münzen und Briefmarken herausgegeben) steht, sondern auch allgemeines über Micronations (so der Sammelbegriff für international nicht anerkannte Staaten): "Most were founded by eccentric adventurers or business speculators, and several were remarkably successful." Zusätzlich gibt es Überlegungen, was einen Staat eigentlich legitimiert. Sehr lesenswert für faule Wochenenden.

http://en.wikipedia.org/wiki/Micronation
Alles über Sealand: http://en.wikipedia.org/wiki/Sealand

15 Juli 2006

KollegInnen gesucht!

Meine Abteilung wächst weiter, und so suchen wir nach wie vor mehrere neue Kolleg(inn)en. Die wichtigsten Voraussetzungen sind Studienabschluss, überdurchschnittlich gute Internet-Kenntnisse und Kenntnisse in Englisch und einer weiteren Sprache. Ihr wisst, dass Google ein toller Arbeitgeber ist und dass es Spaß macht, hier zu arbeiten.

Wenn Ihre Interesse habt oder jemanden kennt, für den das was ist, setzt euch bitte erst mal mit mir in Verbindung (florian.allwein*at*googlemail.com). Ich erzähle euch gern mehr über den Job und den Bewerbungsprozess.

Hier ist das ganze Stellenangebot:

Search Quality Coordinator (Multiple Languages Available) - EU Headquarters

10 Juli 2006

Die 33.000 Schritte

Samstag hatte ich meinen ersten Gemüsetag - nicht, weil ich Gemüse gegessen hätte, sondern weil ich fast den ganzen Tag nur zuhause im Sessel gesessen bin und vor mich hin vegetiert habe. Es war hervorragend, und ich hatte auch das Gefühl, es mir verdient zu haben, weil in letzter Zeit wieder jeden Abend was los war (Mittwoch hatten wir z.B. einen sehr gelungenen Abteilungsausflug, und Freitag bin ich mit einem Haufen türkischer Kollegen druchs Nachtleben gezogen). Das Spiel um Platz 3 wollte ich natürlich doch im Pub sehen, aber da von den Googlern niemand in unserem Stammpub war, bin ich prompt zurück in den Sessel. Passt aber auch besser zur eher privaten Atmosphäre des Spiels um Platz 3, oder? Hätte ich danach jubelnd durch die Straßen ziehen sollen?

Ablenkung verschaffte mir The Legend of Zelda - The Wind Waker, eins der besten Spiele, die es für den Gamecube gibt. Zumindest ich als Nichtfachmann bin begeistert. Es sieht etwa so aus, als ob man durch einen dreidimensionalen Comicfilm laufen würde:

Ansonsten ist zu vermelden, dass die Firma Kellog's mir als gutem Kunden einen kostenlosen Schrittmesser zur Verfügung gestellt hat,
den ich die ganze Woche über stolz getragen habe. So weiß ich jetzt, dass ich diese Woche knapp über 33.000 Schritte gegangen bin. Wie weit das ist, misst das Gerät leider nicht, aber ich schätze mal, dass ein Schritt so ungefähr 50 cm ist, somit wäre ich 16,5 km gelaufen. Nicht so viel, wenn man bedenkt, dass die öffentlichen Verkehrsmittel hier etwa auf dem Stand sind, auf dem sie in München vor 1972 waren, und man so die meisten Strecken zu Fuß zurücklegt. In der Vorwoche bin ich z.B. zweimal nachts aus der Innenstadt heimgelaufen, was, wie ich jetzt weiß, jeweils mindestens 4.000 Schritte gewesen wären. Naja.

03 Juli 2006

So, hier sind die versprochenen Münchenfotos

Unser Jubelcorso nach dem gewonnenen Achtelfinale

Fußball im Biergarten

Für Iren: So sieht ein Weißwurstfrühstück aus

Auch nicht schlecht: Italien - Australien auf der Großleinwand am Flughafen

Vorschau: Die deutschen Googler treffen sich hier immer im Scruffy Murphys, einem ur-irischen Pub, um gemeinsam die Spiele der Deutschen zu sehen. Da immer so an die hundert Leute da sind, kommt auf alle Fälle kein Heimweh auf. Und egal, wie das Spiel morgen verlaufen wird, ich werde doppelt davon betroffen sein, weil mir mein Tischnachbar Stefano jede Unzulänglichkeit der deutschen Mannschaft tagelang unter die Nase reiben wird. Wir sind uns heute schon wegen der Frings-Frage in die Haare geraten. Es ist hervorragend.

26 Juni 2006

Verlängerung

Meine Reisetrilogie (Rom, Galway, München) sollte eigentlich heute Abend zu Ende gehen; leider hat sich Aer Lingus aber außer Stande gesehen, mich zurückzufliegen, so dass ich nach längerem Hin und Her unverrichteter Dinge wieder zu den Eltern zurück gefahren bin. Anscheinend ist der gestrige Flug wegen des Gewitters ausgefallen, so dass die Leute jetzt heute geflogen sind und wir warten müssen. Ich vermute, es ist schwerer, ein Ersatz-Flugzeug aufzutreiben, als man sich das als Laie vorstellt. Aber so komm ich heute zumindest zum Bloggen.

Was an München auffällt, ist einerseits die drückende Schwüle (freu mich schon wieder auf den milden irischen Sommer), andererseits die ungekannte WM-Begeisterung, die überall herrscht. Überall hängen Deutschlandfahnen, und unser Haus ist auch keine Ausnahme mehr. Leider hab ich es nicht auf die Riesenfeier auf der Leopoldstraße geschafft, aber immerhin haben wir einen astreinen Jubelcorso auf Ruperts Vespa inszeniert und Argentinien-Mexiko in unserem Stammbiergarten gesehen. Freut euch auf spektakuläre Fotos.

Ich finde, die WM ist bis jetzt prima, was Organisation und Stimmung (und natürlich die Leistung unserer Jungs!) angeht, aber es ist doch verwunderlich, wie viele Mannschaften unter ihren Möglichkeiten bleiben. Vor zwei Jahren waren wir baff angesichts der Leistungen von Holland, Tschechien, Schweden, Portugal, ..., diesmal haben die wenigsten Teams bis jetzt richtig überzeugt.

Zum Ärgernis entwickeln sich die Verlängerungen bei der WM. Warum soll man Mannschaften, die in 90 Minuten nicht gewinnen (Schweiz, Ukraine, ...), es noch mal 30 Minuten lang versuchen lassen? Wer hat bessere Ideen? Rupert schlägt vor, vor jedem Spiel der K.O.-Runde ein Elfmeterschießen durchzuführen. Geht das Spiel unentschieden aus, kommt die Mannschaft weiter, die das Elfmeterschießen gewonnen hat. Er beruft sich damit immerhin auf FIFA-Überlegunge, aber ich weiß nicht so ganz.

So, Schluss für heute, es gibt Elfmeterschießen. :-) Surftipp: Feine Späße zur WM auf http://www.titanic-magazin.de/

23 Juni 2006

Blogfest

Nach über vier Monaten war es an der Zeit, mein Blog etwas aufzubügeln. Ich hab daher ein "Blogfest" ausgerufen und ein paar Änderungen umgesetzt, die mir schon länger vorgeschwebt sind:
  • Alle Blogbeiträge per E-Mail! Schickt einfach eine Mail an fallwein-subscribe@googlegroups.com, um euch auf dem Verteiler einzutragen.
  • Die Auto-Übersetzung ist jetzt am Rand eingebaut, so dass nichtdeutschsprachige Leute sich eher zurechtfinden.
  • Neu sind auch die "Highlights" in der rechten Spalte. Hier kommen die besonders wichtigen Posts rein.
Hoffe, es gefällt euch.

20 Juni 2006

im Westen

Zur Zeit komme ich nicht zur Ruhe: Am Wochenende war ich mit Kollegen an der irischen Westküste, nämlich auf den Aran Islands (Inismor), in Galway und auf einer Rundfahrt durch den Burren (eine ungewöhnliche Landschaft, die es dort gibt).
Inismor. Die Steine mussten die Leute aus ihren Feldern ausbuddeln, um überhaupt etwas anbauen zu können. Die Mauern, die sie damit gebaut haben, schützen jetzt die Felder und sind so eine Art Wahrzeichen der Aran Islands.

Der Burren zeichnet sich dadurch aus, dass es keine Flüsse und Seen gibt. Die sind nämlich unterirdisch.

Nachdem wir die letzten Wochen super Sommerwetter hatten, hat uns das Glück just am geplanten Höhepunkt der Reise, auf den Cliffs of Moher verlassen. Die sind mit einer Höhe von 203 Metern eine der Top-Sehenswürdigkeiten Irlands. Leider war gerade ein schwerer Schauer im Gange:
War aber auch nicht schlimm, weil wir auf Inismor schon ein schönes Kliff gesehen haben: Das eisenzeitliche Fort Dun Aengus steht mitten an einer Steilküste,
an der es immerhin 84 Meter herunter geht. Man kann bis zum Rand kriechen
und herunterkucken.
Galway ist auch ein nettes Städtchen, kam aber etwas kurz. Überhaupt gibt es viel in der Gegend, was noch sehenswert ist. Bei nächster Gelegenheit...