25 Februar 2006

ABBA und Delirium

Ich war gerade ein paar Tage in Göteborg. Hier war das Vorbereitungstreffen für die ECIS 2006 (das ist die Konferenz, die wir letztes Jahr in Regensburg organisiert haben). Göteborg ist eine nette Stadt, nicht so schön wie Stockholm, aber sehr lebhaft mit viel Industrie (Volvo, Eriksson) und anscheinend einer brummenden Wirtschaft. Es muss tolle Museen und einen Schärengarten (=einen Haufen Inseln) geben, die ich aber aus Zeitmangel nicht gesehen habe. Dafür habe ich grade vier Stunden Aufenthalt am Flughafen, weil mein Flug storniert wurde.

In Göteborg gibt es stylische Restaurants mit gutem Essen (z.B. SoHo) und ein buntes Nachtleben. Wir waren erst in einem Laden, der sich "Delirium" nennt und eine telefonbuch-dicke Bier-Karte hat (für Bayern: z.B. Ayinger und Andechser). Dann hab ich den Abend passenderweise in einem irischen Pub ausklingen lassen und tschechisches Bier getrunken. Und jawohl, es lief auch ABBA.

Die Schweden haben uns übrigens glaubhaft versichert, dass hier im Sommer alles noch viel schöner ist. Also: Geht zur ECIS! Ich werde zumindest mal bei Google fragen, ob sie mich hinschicken wollen.

22 Februar 2006

Eleven Men Out

Zufällig bin ich genau rechtzeitig zum Dubliner Filmfest hergezogen. Kann vielleicht nicht mit dem Münchner Filmfest mithalten, aber es ist doch was geboten. Ich war in "Eleven Men Out", einem isländischen Film über einen schwulen Fußballspieler:

Ottar Thor is a soccer star who one day impetuously tells a reporter he’s gay.
Of course, he hasn’t bothered to inform his exbeauty-queen wife or his troubled
teenaged son, sending his already problematic home life into greater turmoil.
Kicked off the team, he’s approached by an old friend who runs a predominantly
gay football team in a much lower league. (weiter...)

Sonne, Strand und Palmen

Zu den Dingen, die ich nicht vermisse, gehört der deutsche Winter. Hier ist es, seit ich hier bin, geradezu frühlingshaft warm (oft 8-10 Grad) und es gab nie Frost. Es regnet auch nur selten, und wenn, dann nur kurz und nicht tagelang.

Mit etwas Mühe hab ich am Sonntag ein Foto auf die Reihe gebracht, das Sonne, Strand und Palmen vereint. Etwa 10 Minuten von meiner Wohnung weg. Bittesehr:



ok, nicht ganz die Karibik, aber mit dem deutschen Winter können wir mithalten.

Nach Dublin ab 9€

Das ist doch was für euch, oder?
Die trostlose Nachweihnachtszeit klingt langsam ab und es wird Zeit, über einen Urlaub nachzudenken. Wir haben für Flüge zwischen 28. Februar und 31. Mai sagenhaft niedrige Preise für Sie. Allerdings sollten Sie sich beeilen, denn die Sonderaktion endet am 27. Februar um 24 Uhr.
siehe http://www.aerlingus.de

17 Februar 2006

I scored, but only in foosball

mal wieder Zeit für ein Update, gell? Also:

Montag

Wir waren mit der Arbeit im Kino. Ungefähr 300 Leute, „Walk the Line“.

Dienstag
Zu den erfreulichen Dingen an Dublin gehört, dass es hier einen DAAD-Freundeskreis (vgl. http://www.daad.de/alumni/de/4.7.1.html) gibt! Heute war ich zum ersten Mal dort und es gab leckeres Essen. Und ich bin zum ersten Mal in dublin mit dem Bus gefahren und kam tatsächlich in Rathfarnham an. Sehr aufregend, denn das Dubliner Busnetz ist ein gut gehütetes Geheimnis und man kann nicht wie in anderen Städten einen Plan kaufen, auf dem alle Linien eingezeichnet sind.

Mittwoch
Heute hab ich zum ersten Mal Kicker gespielt, was ein zentraler Teil der Google-Kultur ist. Lustigerweise heißt Kicker hier "foosball" und wird genau so ausgesprochen wie "Fußball". Ich bin mit drei Kollegen in einem Team und wir sind insofern gut besetzt, als wir alle gleichermaßen schlecht spielen. So hat jede Seite einmal gewonnen.

Donnerstag

Gewissensfrage: Was macht ihr, wenn ihr noch mehrere Wochen auf euren Internetanschluss warten müsst, aber feststellt, dass es bei euch zuhause ein W-Lan gibt, das nicht geschützt ist? Da Googles Motto ja „don’t be evil“ ist, haben wir uns daran gehalten und versucht, den Betreiber ausfindig zu machen. Das ist noch nicht gelungen, da wir nur bis zur zweiten von vier Parteien im Haus gekommen sind. Das war ein polnisches Paar, das über uns wohnt und mit dem wir gleich eine kleine Flasche Krupnik getrunken haben.

Zum Ausnüchtern haben wir dann gegen 23 Uhr einen Spaziergang zum 24-Stunden-Tesco gemacht, der etwa 10 Minuten von uns weg ist. Auch hier gibt es wieder kein Foto. weil mich ein überaus höflicher Security-Mitarbeiter gebeten hat, keine Fotos zu machen, und ich daher das eine, das ich habe, lieber nicht veröffentliche.

Freitag
Wir ziehen um! Meine Abteilung ist bis jetzt über zwei Stockwerke verteilt, ab Montag sind wir alle zusammen. In der E-Mail von meinem Chef stand, dass wir maximal eine halbe Stunde lang unsere Sachen packen sollen, nichts tragen dürfen und pünktlich zum Feierabendbier erscheinen müssen. So ist das hier.

13 Februar 2006

erste Arbeitswoche

Nur ein paar kurze Bemerkungen zur ersten Arbeitswoche:

  • In dieser Woche ist hier wahrscheinlich mehr Lob und Anerkennung ausgesprochen worden als in einer durchschnittlichen deutschen Firma im Jahr. Natürlich nicht an mich, ich war ja bis jetzt nur in Schulungen. Aber es ist doch gut zu sehen, dass es das gibt.
  • Es gibt die Möglichkeit, anonym Fragen an die Chefs zu stellen, die diese dann vor versammelter Mannschaft beantworten.
  • Außerdem wurden die Ziele für unsere Abteilung in diesem Quartal festgelegt (ja, wir sind eine amerikanische Firma) - in Rücksprache mit den Angestellten.
  • Die Ziele sind traditionell ehrgeizig, trotzdem herrscht eine sehr lockere Atmosphäre. Auf meinem Rechner war standardmäßig iTunes installiert, es gibt einen Spiele-Raum, in dem man sich ablenken kann, und wir sollen nicht mehr als 40 Stunden die Woche arbeiten.
  • Mehr übers Arbeiten bei Google hier: http://www.google.com/intl/en/jobs/working.html - bezieht sich allerdings auf die Zentrale in Mountain View)

Besucher willkommen

Die meisten irischen Wohnungen sind nicht nur möbliert, sondern auch mit Küchensachen etc. ausgestattet. Wir hatten insofern wenig Glück, als wir wirklich nur die nötigsten Möbel und kein Geschirr etc. haben. Also war am Samstag ein fröhlicher Großeinkauf angesagt, bei dem ich gleich etwas Fahrpraxis in Irland sammeln konnte (Auto geliehen). Und ich überlege, wie ich meine Sachen, die in München eingelagert sind, hierher bekomme.

Da alle Iren also Möbel haben, kann man keine kaufen, und wenn, dann nur zu Fantasiepreisen. Ich wollte einen kleinen Tisch, auf den ich meinen Computer stellen kann, aber unter 200€ war nichts zu haben. Irland ist vermutlich auch das einzige Land in Europa, in dem es keinen IKEA gibt. Angeblich wurde sogar extra ein Gesetz erlassen, das die Ansiedlung von IKEA verhindern soll. Also: Wenn ihr das nächste Mal über IKEA schimpft, überlegt euch mal, wie es wäre, wenn es ihn nicht gäbe.



Unsere Wohnung ist jetzt jedenfalls bewohnbar und Besucher sind willkommen! Bevorzugt mit großen Autos...

09 Februar 2006

Die versprochenen Fotos

So, hier endlich: Mein Google-Koffer...


und der Inhalt:



Ein Mauspad und eine blinkende Anstecknadel! Wer auch eine will, kann sie sich hier bestellen.

Warum bloggt er denn nicht?

Das fragt ihr euch mit Recht. Es war einerseits zu viel los in den letzten Tage, andererseits geht das W-Lan immer noch nicht gescheit. Die nächsten Tage wird es eher nicht besser, weil ich heute (Do) hoffentlich in meine Wohnung ziehe und es dann vom Wohlwollen der irischen Dienstleister abhängt, ob und wann ich wieder Internet haben werde (dem Vernehmen nach ist Irland hier etwa zehn Jahre hinter Deutschland zurück). Ich darf allerdings vor und nach der Arbeit meinen Google-Rechner privat nutzen, so dass ich euch hoffentlich weiter auf dem Laufenden halten kann.

Gestern war ich nach der Arbeit mit Kollegen im Kino, und heute waren wir mit der ganzen Abteilung (, die relativ groß ist) Abendessen. So kann ich sagen, dass die Filetsteaks in Regensburg leckerer sind als hier. Überhaupt war kulinarisch außerhalb von Google noch nichts sehr tolles zu vermelden.

06 Februar 2006

Und, wie war es?

Sehr nett. Erst gab es weiter Einführungen, eine Tour durchs Haus und ein nettes Video mit singenden Googlern. Meine Google-Tüte hat einen großen Bruder bekommen! Wieder mit spektakulärem Inhalt. Fotos demnächst.

Die Leute, mit denen ich bisher zu tun hatte, machen alle einen überaus netten, höflichen Eindruck. Das Mittagessen ist kostenlos und schmackhaft (Wer mich kennt, weiß, dass ich hier recht heikel bin). Es gibt verschiedene Büffets, an denen man sich nach Herzenslust bedienen kann, eines für Salate und Vorspeisen, eines für "normales" Essen und eines "Ethnic" (heute: Thailändisch). Jeweils Freitags treffen sich immer alle Kollegen zu einem Feierabendbier in der Kantine.

In meiner Abteilung hab ich schon allen die Hand geschüttelt, aber die meisten Namen gleich wieder vergessen. Den Großteil des Nachmittags hab ich mit Eric aus Frankreich in einem Zwei-Mann-Meeting verbracht. Er ist für die Einweisung der neuen Kollegen zuständig. Es gibt einen schönen Plan, nach dem ich eingewiesen werde, und innerhalb einer Woche sollte ich so weit selbständig arbeiten können.

Unser Vermieter will hundert Referenzen von allen möglichen Leuten haben, was aber anscheinend sogar für irische Verhältnisse unüblich ist. Verhandlungen laufen.

Erster Arbeitstag

Und, wie fühlt man sich?

Wie ein unbeschriebenes Blatt.



































...

05 Februar 2006

Wohnung gefunden!

Juhu, die mühsame, würdelose Wohnungssuche ist vorbei. Heute hab ich eine schöne Wohnung gemietet. Eine von drei Wohnungen in einem kleinen roten Ziegelsteinhaus in Ballsbridge, nah an der DART (S-Bahn) und am Rugbystadion Landsdowne Road. 2 Schlafzimmer und Zentralheizung, für vergleichsweise lächerliche 1.200€ Miete. Mein Mitbewohner ist Frank aus Thüringen, der auch morgen bei Google anfängt.

Nach Murphys Gesetz war mein Akku in der Digicam grade leer, als wir dort waren. Ich hab aber ein Foto mit dem Handy gemacht. Bessere Bilder gibt's dann nächste Woche.


Blick aus unserem Wohnzimmer auf das Haus gegenüber, das so ähnlich aussieht wie unseres.

Fernsehtipp: Das 6 Nations Rugby-Turnier hat gestern begonnen. Hier sind alle sehr aus dem Häuschen, auch wenn Irland im ersten Spiel nicht sehr gut war. Gleich spielt Schottland gegen Frankreich, und ich kucke das Spiel mit einem Googler aus Frankreich, der selber mal Rugby gespielt hat.

Fotos (3)

Google von aussen:

Fotos (2)

Mein Google-Radio:

04 Februar 2006

Fotos! (1)

Auf vielfachen (d.h. vereinzelten) Wunsch hier noch ein paar Fotos:

1. Der Inhalt der Google-Tüte:

heiteres Wohnungssuchen

Die erste große Herausforderung für neue Googler ist, eine Wohnung zu finden, die halbwegs bezahlbar ist und ein menschenwürdiges Leben ermöglicht. Horrorgeschichten kursieren genug, und die Preise sind nach oben hin offen (wenn euch langweilig ist, könnt ihr selber schauen: http://www.daft.ie/index.daft - sachdienliche Hinweise nehme ich gern entgegen.)

Ich habe inzwischen vier Franzosen und zwei Deutsche kennen gelernt, die auch hier im Haus wohnen. Außerdem noch eine Reihe Leute aus Italien, Slowakei, Uruguay etc., die auch heute auf der Begrüßungsveranstaltung bei Google waren. Dort ging es vor allem darum, ob und wie man in Dublin eine Wohnung finden kann. Alle sind deswegen etwas am Rotieren, aber es gibt auch schon Leute, die etwas gefunden haben.

Sehr klasse war der erste Eindruck von den Google-Büros: Ein riesiger Raum, in dem an langen Tischen die Kollegen sitzen, der aber trotzdem nicht ungemütlich wirkt. Es gibt kostenlose Softdrinks, Süßigkeiten (fatal für mich) und Obst. An der Rezeption steht ein Massagesessel, von dem aus man aktuelle Google-Suchen lesen kann, die auf die Wand projiziert werden. Alleine damit könnte man sich schon stundenlang beschäftigen.

Bilder aus dem Inneren gibt es bis auf weiteres nicht, weil unklar war, was man fotografieren darf und was nicht. Aber wir sind ja hier auch nicht bei Flickr...

nicht bei Flickr

Die erste große Herausforderung für neue Googler ist, eine Wohnung zu finden, die halbwegs bezahlbar ist und ein menschenwürdiges Leben ermöglicht. Horrorgeschichten kursieren genug, und die Preise sind nach oben hin offen (wenn euch langweilig ist, könnt ihr selber schauen: http://www.daft.ie/index.daft - sachdienliche Hinweise nehme ich gern entgegen.)

Ich habe inzwischen vier Franzosen und zwei Deutsche kennen gelernt, die auch hier im Haus wohnen. Außerdem noch eine Reihe Leute aus Italien, Slowakei, Uruguay etc., die auch heute auf der Begrüßungsveranstaltung bei Google waren. Dort ging es vor allem darum, ob und wie man in Dublin eine Wohnung finden kann. Alle sind deswegen etwas am Rotieren, aber es gibt auch schon Leute, die etwas gefunden haben.

Sehr klasse war der erste Eindruck von den Google-Büros: Ein riesiger Raum, in dem an langen Tischen die Kollegen sitzen, der aber trotzdem nicht ungemütlich wirkt. Es gibt kostenlose Softdrinks, Süßigkeiten (fatal für mich) und Obst. An der Rezeption steht ein Massagesessel, von dem aus man aktuelle Google-Suchen lesen kann, die auf die Wand projiziert werden. Alleine damit könnte man sich schon stundenlang beschäftigen.

Bilder aus dem Inneren gibt es bis auf weiteres nicht, weil unklar war, was man fotografieren darf und was nicht. Aber wir sind ja hier auch nicht bei Flickr...

03 Februar 2006

bin schon drin

Wunderbar, mein Mac mini ist aufgebaut und hat sich relativ problemlos ins WLan eingeklinkt, dass wir hier im Bed&Breakfast haben. So kann ich jetzt das versprochene Foto posten:

Diese Tüte hat mich hier im Zimmer erwartet. Drin sind Werbematerialien, ein Reiseführer und ein Stadtplan. Sehr schick, oder?

Gut gelandet

Hallo, bin gestern um 21 Uhr (Ortszeit=GMT) in Dublin gelandet, d.h. ich hatte schon Zeit fuer ein erstes Guinness. Es stimmt, dass das Guiness hier nicht mit dem in Deutschland zu vergleichen ist. Noch cremiger und viel weniger bitter.

Mein Bed & Breakfast ist sehr nett und zentral gelegen. Anscheinend sind diverse zukuenftige Kollegen im Haus, die hab ich aber noch nicht getroffen.

Mehr Infos (und erste Fotos von Google-Merchandise) gibt es, wenn ich meinen Computer hier in Gang bringe.

01 Februar 2006

Umzug geschafft

Falls Ihr einen günstigen Umzugsdienstleister in Regensburg oder München sucht: Die Firma Ruck Zuck Umzug hat nicht nur ihrem Namen alle Ehre gemacht, sondern meinen Hausrat auch für einen sehr fairen Preis nach Mücnhen gefahren. Dafür gibt es einen Link: http://www.ruckzuck-umzug.de/. Jetzt steht alles bei den Eltern im Keller, und die freuen sich.

Ich bin noch etwas am Rotieren mit den letzten Vorbereitungen, aber schon sehr froh, dass ich Umzug und Wohnungsübergabe ohne große Dramen hinter mich gebracht habe. Morgen geht es los!