30 Dezember 2007

Zwischen den Jahren

Weihnachten war sehr nett und friedlich - Höhepunkt war natürlich der kleine Arthur, den ich kennen gelernt habe. Sehr niedlich, und hat die Ruhe weg, wie die Fotos zeigen:

Arthur pupst

Arthur macht die Augen auf (seltener Anblick :-) )

Trotz seines zarten Alters hat es Arthur schon aufs erste Familientreffen geschafft - im Hofkücherl in Forstinning, für das ich nochmal ausdrücklich werben möchte: Sehr, sehr gutes bayrisches Essen!

In Irland wird die "zwischen den Jahren"-Zeit sehr ernst genommen, und es ist alles ziemlich tot. Geschäfte zu, Restaurants zu, und die wenigen Leute, die in die Arbeit gehen, werden im Lauf des Nachmittags nach Hause geschickt...

Wie Weihnachten in Irland so ist, hab ich gerade beim guten alten DAAD gelesen. Schaut mal rein!

23 Dezember 2007

Schöne Feiertage! (+ Bonus-Post)

Schöne Feiertage euch allen! Ich bin schon in München und futtere fleißig Plätzchen. Und ich hab Arthur kennen gelernt! Sehr süß, aber noch etwas verschlafen... Naja, ich hoffe, ich kann bald nochmal Fotos von ihm posten.

Beim Aufräumen im Blog hab ich einen alten Beitrag gefunden, den ich Anfang des Jahres mal angefangen und nicht fertig geschrieben hatte. So gibt es ihn jetzt am Ende des Jahres. Wir sind nämlich noch eine gute Woche lang "Person of the Year". Ja, wir alle. So stand es in der Time.
(c) Time

Also: veröffentlicht selbstgemachte Videos in YouTube, startet ein Blog (z.B. bei Blogger), meldet euch bei del.icio.us, flickr und last.fm an, oder tragt mal etwas zu Wikipedia bei (ist auch ganz einfach und gut dokumentiert). Geht natürlich alles auch noch im neuen Jahr. :-) Person des Jahres ist dann aber jemand anderer(1).


(1) absichtlich so geschrieben, weil die Schreibweise im südlichen deutschen Sprachraum üblich ist.

09 Dezember 2007

Steilvorlage für Bali

Während noch unklar ist, was auf der UN-Klimakonferenz in Bali herauskommt, hab ich schon mal in einer beherzten Einzelaktion meine Wohnung nahezu CO2-neutral gemacht. Das geht in Irland ganz einfach: Man muss nur den Stromanbieter wechseln und zu Airticity gehen. Die hatten die geniale Idee, aus dem ständigen irischen Wind Strom zu machen (89% ihres Stroms wird mit Windenergie erzeugt - der Rest ließe sich wahrscheinlich gut aus Regenenergie gewinnen, wenn man sich Mühe geben würde).

Leider haben sich zwei Dinge geändert, seit ich das erste mal auf die Website geschaut hatte: Die Preise sind nicht mehr die gleichen wie bei der Konkurrenz (aber auch nicht wirklich höher), und Airtricity ist gerade dabei, verkauft zu werden. Also eher ein Deal für Mutige. Aber ich hab ja notfalls noch meinen Kamin.

05 Dezember 2007

John Connolly

Okay, es hat ein bisschen gedauert, aber jetzt ist der Vortrag, den John Connolly bei uns im Mai gehalten hat, online. Schaut ihn euch mal an, er ist sehr lustig.



(Viel) mehr gibt es auf der Authors@Google-Website.

03 Dezember 2007

Weltweites Lernen?

In iTunes gibt es jetzt die Rubrik "iTunes University", in der man sich kostenlos Vorlesungen und Vorträge von amerikanischen Unis anhören kann (danke für den Tipp an Roland, der gerade sein Sabbatical abschließt und jetzt auch keine Zeit mehr hat, den ganzen Tag Vorlesungen zu hören).

Da Google ja als Projekt in Stanford begonnen hat, hab ich mir erst mal angeschaut, was es da so gibt. Sehr interessant, und man könnte sich tagelang damit beschäftigen. Unter anderem sind dabei: Steve Jobs, der Dalai Lama, Marissa Mayer von Google und mein Freund Arun Gandhi (, den ich in einem früheren Leben mal interviewt habe).

Wenn man das jetzt mit dem One Laptop per Child-Projekt kombinieren würde,
hieße es, dass sich Kinder in Entwicklungsländern schon bald kostenlos Vorlesungen aus aller Welt anhören können. Noch mit vielen Wenns und Abers, aber was für ein Fortschritt! Das deutet zumindest an, welches Potenzial das Internet hat, die Welt zu verändern.

PS: auf laptopgiving.org bekommt man für 399$ ein Laptop, und ein weiteres geht an ein Kind in einem Entwicklungsland ("give one get one"). Im Kleingedruckten steht, dass man auch aus Europa spenden kann - aber nur, wenn man eine Lieferadresse in den USA angibt. Naja.

Android und OpenSocial

Weil einige Leute danach gefragt hatten, hier noch der Hinweis auf zwei neue Projekte von Google. Bis jetzt aber nur interessant, wenn ihr programmieren könnt:
  • Android: Das neue Betriebssystem für Handys, das Google zusammen mit der Open Handset Alliance, einer Kooperation von 30 Technologiefirmen, entwickelt. Das Developer Kit kann man sich über die Website schon herunterladen, und bis 2. Januar gibt es insgesamt 10 Millionen Dollar für die besten Programme zu gewinnen. Also: An die Arbeit! Und wem das zu hoch ist (wie mir), der kann sich hier zumindest eine Demo anschauen:
  • Mit OpenSocial lassen sich Anwendungen für soziale Netzwerke wie MySpace, Xing usw. entwickeln. Vorteil ist, dass diese dann in allen Netzwerken laufen, die bei dem Projekt mitarbeiten, und das sind ziemlich viele. Ich hab's mir noch nicht genauer angeschaut, also wenn ihr mehr wissen wollt, schaut am besten aufs Google Blog.

23 November 2007

Arthur

Ich bin Onkel geworden! Am Mittwoch (21.11.) kam der kleine Arthur auf die Welt. Alles ging ziemlich schnell und ohne Probleme. Mutter und Sohn sind wohlauf, aber noch etwas müde:

Herzlichen Glückwunsch an die Eltern! Und willkommen Arthur!

21 November 2007

An der Donau

Übers Wochenende war ich in Regensburg und hab mich sehr gefreut, ein paar liebe alte Bekannte wieder zu treffen. Gerne bald wieder!

Der wilkommene Anlass war diesmal, dass ich am Montag auf der Career Fair an der Uni Passau war und dort auf dem Google-Stand gearbeitet hab. Ich bin immer noch überwältigt von dem Ansturm an Studierenden mit teilweise hervorragenden Qualifikationen. Als Bonus hier noch mal die Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen:
  • Ja, man kann sich als Geisteswissenschaftler auf einen Job bei Google bewerben.
  • Ja, es gibt Praktika. Informationen dazu werden voraussichtlich im Januar auf unserer Job-Website für Studenten veröffentlicht. Praktika richten sich an Studierende, die etwa ein Jahr vor dem Abschluss stehen. Wer schon fast fertig ist, darf sich gerne auf eine der Einstiegspositionen bewerben.

10 November 2007

Nochmal: heute-journal

Besonders für die Auslanddeutschen unter euch weise ich nochmal darauf hin, dass man das heute-journal auch übers Internet anschauen kann und somit immer Bescheid weiß, was zuhause gerade los ist.

Die Sendung von gestern (9. November!) war besonders gelungen: U. a. hat sich Günter Schabowski zum Mauerfall geäußert und ein paar Einwanderer haben erzählt, was ihnen an Deutschland so gefällt (mehr unter Warum Deutschland?). Schaut mal rein! Und wer iTunes benutzt, kann auch den Video-Podcast abonnieren.

07 November 2007

Mein erstes Brot

Brot gehört ja zu den Dingen, die man als Deutscher im Ausland am meisten vermisst, und so hab ich aus eine Laune heraus am Wochenende zum ersten Mal selbst Brot gebacken! Ging ganz einfach - man sucht sich ein Rezept für Bauernbrot, und dann muss man nur etwas Teig kneten, ihn hin und wieder gehen lassen und schließlich in den Ofen stecken. Hat auch fürs erste Mal ganz gut geklappt:
Der Teig kommt in den Ofen

Nein, nicht verbrannt

Eingemehlt und aufgeschnitten

Prima Sache, solltet ihr auch mal probieren (aber Vorsicht: Kohlehydrate!). Hauptproblem war, das richtige Mehl aufzutreiben. Ich hab mich erst mühsam in das System der Mehltypen eingearbeitet, um dann festzustellen, dass es hier v.a. unspezifiziertes Weizenmehl gibt, das zudem schon Backpulver enthält ('self-raising'). Nach einer Tour durch die Delikatessläden meines Vertrauens hatte ich dann aber je ein akzeptables Weizen- und Roggenmehl.

Geschmacksnotizen: Erst erschreckend ähnlich dem irischen Sodabrot; wenn man es aber eine Weile liegen lässt, stellt sich doch der vertaute Geschmack ein. Recht lecker - beim nächsten Mal nehm ich noch mehr Gewürze (und halt gescheites Mehl).

30 Oktober 2007

Schluckweise zur Normalität

Ich hab noch gar nicht erzählt, dass ich seit einer Woche keine Antibiotika mehr nehme und also auch wieder Alkohol trinken darf. Zur Feier dessen hab ich letzte Woche auf einer Party einen guten Dettweiler-Riesling ausgegeben. Der Übergang zum wieder-Trinken ging überraschend gut, ohne Ohnmachten, Exzesse, Kater etc. Naja, ist ja auch ein guter Wein...

Am Wochenende war wenig Zeit zum Trinken, weil das Irish Film Institute einen Horrorthon veranstaltet hat (ist ja Halloween). Ich war in Predator (prima: Szenenapplaus für jedes gute Zitat), The Psychic (von Lucio Fulci, den meine italienischen Kollegen sehr schätzen) und Masters of Horror.

27 Oktober 2007

Verbraucherinformation: Supernatural

Letzten Samstag um drei hab ich in meinem lokalen Anzeigenblatt gelesen, dass es jeden Samstag bis drei einen Biomarkt in meinem Viertel gibt, und nach einer Woche Vorfreude war ich heute zum ersten mal da.
Sehr nett das Ganze, es gibt eine Auswahl an Bio-Lebensmitteln und leckeres Obst, Gemüse, Käse und Fleisch direkt vom Produzeten. Das ist für Irland sehr ungewöhnlich, im Supermarkt kriegt man z.B. fast nur eingeschweißten Plastikkäse aus Großbritannien.

Dubliner: Geht mal hin!

Passenderweise lese ich gerade "How to be free" von Tom Hodgkinson (deutsch bei Zweitausendeins), der neben vielem anderen auch über Supermärkte schimpft ("Supermarkets are evil. That is a statement of fact.").

19 Oktober 2007

Google in München

Google hat in München ein neues Büro eröffnet! Es soll zum Forschungs- und Entwicklungszentrum werden. Sehr nett gelgen, am Marienhof im Manufactum-Haus. Hier gibt's einen Artikel mit Bildergalerie ("Beim Rundgang waren auch echte Google-Mitarbeiter zu sehen. Diese sahen nicht glücklicher oder unglücklicher aus, als die Bewohner anderer Büros.").

Also, die Softwareingenieure unter den Lesern möchten sich bitte melden! Hier sind die Google-Stellenanzeigen für München.

Nein, ich wechsle nicht nach München, mir gefällt es ja hier in Dublin. Und ich bin auch kein Softwareingenieur...

18 Oktober 2007

Ratatouille

Lange keinen Film mehr empfohlen - also bitte: Ratatouille ist überaus sehenswert. Es geht um eine Feinschmecker-Ratte, die sich vorgenommen hat, der beste Koch in Paris zu werden. Das ganze ist so gut gemacht, dass einem die Ratte gleich sympatisch ist. Und weil der Film von Pixar ist, ist die Animation natürlich perfekt. Außerdem ist zu loben, dass Pixar die Tradition des Vorfilms wieder aufleben lässt ("Lifted") und dass zumindest die Ratte sich den ganzen Film über nicht verliebt.

10 Minuten Ratatouille kann man in Youtube sehen:



Und für den ehrgeizigen Hobbykoch hat Wikipedia das Rezept, das im Showdown gekocht wird: Confit Byaldi. Viel Spaß damit!

14 Oktober 2007

Besucht Dublin

So, ich bin (schon seit Montag) wieder aus München zurück, habe einen Haufen nette Leute getroffen und hatte einen doch ganz schönen alkoholfreien Wiesnnachmittag. Dank an Caro, ohne die ich nicht nur ohne Alkohol, sondern auch ohne Begleitung dagestanden wäre...

Weil einige Leute mich besuchen wollten, weise ich mal auf das aktuelle Angebt von Aer Lingus hin: München-Dublin ab 44€ incl. Aer Lingus: Wie wäre es mal mit einem Affiliate-Programm?

30 September 2007

Probiert auch mal...

Nachdem ich lange nicht mehr für die Produkte meines Arbeitgebers geworben habe, mache ich das mal wieder. Also: Wenn ihr sie noch nicht kennt, probiert mal:

Google Talk: So eine Art SMS von Computer zu Computer. Praktischer und schneller als E-Mail. Sehr feine Sache. Kann man nutzen, wenn man einen Googlemail-Account hat.

Google Apps:
Die gesammelten Anwendungen von Google (Mail, Kalender, Talk, Text&Tabellen, ...) gibt es als Paket für Schulen, Unternehmen, Gruppen... Seit kurzem auch auf deutsch.

Besonderen Spaß hat mir dieBook Search gemacht. Man kann eine Liste seiner Bücher anlegen und somit in Zukunft die eigene Bibliothek mit Google durchsuchen (soweit die Verlage einverstanden sind, denke ich). So könnt ihr hier die drei Bücher sehen, die ich im Krankenhaus gelesen habe.

Im Rausch der Zuckerwatte?

Ich bin von Mittwoch bis Montag darauf mal wieder in München! Lasst von euch hören, ich freu mich, wenn wir uns treffen.

Am Sonntag (7.10.) will ich auf die Wiesn gehen, was besonders lustig wird, weil ich nich keinen Alkohol trinken darf. Ein Bier für jeden, der/die bis dahin schlüssig nachweist, dass sich Alkohol und Antibiotika doch vertragen. Ansonsten lass ich mich von den Suchergebnissen für "Rausch ohne Alkohol" inspirieren. Oder doch lieber nicht.

Ja, ich bin wieder gesund und war die ganze letzte Woche wieder auf Arbeit, muss aber halt noch ca. 4 Wochen Antibiotika nehmen.

19 September 2007

wieder draußen

Seit gestern bin ich wieder aus dem Krankenhaus raus.

Ich muss mich noch etwas schonen und ein paar Wochen lang Antibiotika nehmen, aber ansosnten gehts mir schon wieder ganz gut. Danke an alle, die sich mal gemeldet haben! :-)

13 September 2007

Im Krankenhaus

Am 2. September hab ich im St. Vincent's Hospital vorbeigeschaut, weil ich Fieber und Schmerzen hatte, und sie haben mich gleich da behalten! Eigentlich sollte ich schon wieder draußen sein, aber sie haben jetzt noch eine seltene Bakterienart (brucella mellitensis) in meinem Blut entdeckt. Ist alles nicht so dramatisch, aber muss eben behandelt werden, nämlich mit Ruhe und Antibiotika. Diese kommen fürs Erste noch aus Infusionen, so dass ich noch ein paar Tage dort bleibe. Internetanschluss gibt's keinen (sonst hätte ich eher mal gebloggt), aber ihr könnt ja mal anrufen.

Mir geht's auf alle Fälle schon wieder gut, ich hatte ein paar ruhige Tage im Krankenhaus, hab ein paar Bücher gelesen und meine Sudoku-Fähigkeiten trainiert. Möglicherweise lassen sie mich in den nächsten Tagen schon nach Hause. Ich halt euch auf dem Laufenden!

29 August 2007

Mehr Seele

Irgendwo stand neulich, dass eine Bibliothek die Dings des Hauses ist, ich glaube sogar, die Seele. Insofern hat meine Wohnung jetzt etwas mehr Seele, denn ich habe ein neues Bücherregal, in das ich die ganzen Bücher geräumt habe, die vorher irgendwo rumlagen. Und schon ist es fast voll:

Logistisch war das Ganze eine Meisterleistung, weil es hier ja immer noch keinen IKEA gibt (Dafür ein Theaterstück namens Waiting for IKEA, das aber aussieht, als ob man es sich sparen könnte). Dank an die Firma buy4now.ie, bei der man einfach so Möbel bestellen und sich nach Hause lliefern lassen kann, als wäre man in Schweden. Oder Singapur.

Bonusfrage: Wieso haben eigentlich in Dublin, der Stadt mit der höchsten Dichte an Literaturnobelpreisträgern, die Wohnungen keine Bücherregale?

26 August 2007

On the Road

Ich war Anfang der Woche auf einem Kurzurlaub in Frankfurt, Bonn und Brüssel, um ein paar nette Leute wiederzusehen und auf zwei Geburtstagsfeiern vorbeizuschauen. Danke an Maik, Katja und Gregor für die erweisene Gastfreundschaft! :-)

Weitere Erkenntnisse:
  • Ich muss bald wieder nach Frankfurt, und mir mehr Zeit nehmen.
  • Zweitausendeins ist immer einen Besuch wert - ich wollte eigentlich nur kucken und kam dann doch mit einem Stapel CDs und DVDs raus.
  • Bonn ist überraschend ansehnlich - so sieht es an vielen Ecken aus:
  • Außerdem gibt es natürlich viel sehenswertes in Bonn, z.B. die ehemaligen Regierungsgebäuade und das Haus der Geschichte.
  • Brüssel kann sehr grau und trostlos sein - hier steht, dass es dort mehr regnet als in Dublin (und in München noch mehr)
  • Das wird aber durch die Vorzüge wie klasse Museen, riesige Bierauswahl... und riesige Comicauswahl mehr als ausgeglichen - Gregor war so nett, mir nicht nur ein paar klassische Comics zu empfehlen, sondern mich auch in einen legendären Comicladen zu schleppen, allwo ich mich gleich eingedeckt habe.
Als ich wieder hier war, kam Heike aus Hamburg zu Besuch, und am Wochenende war das Festival of World Cultures. Ab morgen konzentriere ich mich dann wieder darauf, die Informationen der Welt zu organisieren...

05 August 2007

Klischeesommer

Nationale Stereotypen sind ja etwas unerfreuliches, noch schlechter ist es aber, wenn sie sich als richtig erweisen. So haben wir hier nach wie vor einen klischeehaft regnerischen irischen Sommer, was eigentlich ziemlich unüblich ist (die letzten Sommer waren schön). Ein Kollege hat ausgerechnet, dass wir an über 50 Tagen in Serie (mehr oder weniger) Regen hatten. Naja.

Ab und zu ist es natülich auch schön, und so hab ich letztes Wochenende ein paar sonnige Stunden in Howth verbracht:

Naja, nicht so sonnig, aber immerhin regnet es nicht.

Was war sonst?
  • Ich hatte zum ersten Mal Gäste über Hospitalityclub hier, ein nettes Paar aus Görlitz, die eine Nacht bei mir übernachtet haben und dann an die Westküste weitergereist sind. Über Hospitalityclub kann man sich in jeder Stadt Freiwillige suchen, die einen bei sich wohnen lassen und/oder durch ihre Stadt führen. Prima Sache! Ich hab das in Split und Sarajevo genutzt und hatte so dort jeweils sehr nette, ortskundige Begleiter.
  • Und ich hab einen Flug nach Mücnhen für die Wiesn (und Maxis Geburtstag :-) ) gebucht! Bin vom 3.-8.10. da. Also mekts euch schon mal vor: Donnerstag und/oder Sonntag, Hackerzelt.
  • Ich hab den Simpsons-Film gesehen und empfehle ihn wärmstens weiter. Wartet nicht, bis er ins Fernsehen kommt!
  • und hier noch ein lustiges Video:

23 Juli 2007

Google von innen

Und so sieht der Eingangsbereich in unserem Gebäude aus. Man beachte den Massagesessel im Hintergrund. :-)

Google von außen

So, ich hatte mir vorgenommen, mal ein paar Fotos von Google zu veröffentlichen. Also (v.l.n.r.):
Gordon House, unser Stammsitz

Das Gelände war früher ein Gaswerk - wie man sieht.

Dementsprechend heißt unser zweites Gebäude auch "The Gasworks".

16 Juli 2007

Fernsehen ohne Fernsehen

Einen Internetanschluss zu beantragen, ist eine der schmerzhaftesten Erfahrungen, die man in Irland machen kann (die andere ist alles, was mit Banken zu tun hat). Erst heute hab ich wieder eine an sich freundliche Hotline-Mitarbeiterin angeschrien, weil rauskam, dass Smart Telekom meine Kündigung, die ich vor 3 Monaten geschickt hatte, versiebt hat (=meine Sicht der Dinge).

Der beste Broadband-Anbieter ist aber NTL, die irische Kabelfernsehgesellschaft. Als ich in meine neue Wohnung gezogen bin, hab ich sie angerufen, und 2 Tage später kam ein Typ mit einem meterlangen Bohrer, hat meine Hauswand durchbohrt und das Kabel verlegt, und schon war ich "drin". Schönheitsfehler war, dass sie mich gleich für digitales TV angemeldet haben (statt analog), ich aber seit dem Auszug aus der WG gar keinen Fernseher mehr habe. So hab ich jetzt einen guten Internet-Anschluss, zahle aber auch für über 100 Programme(1), die ich nicht sehen kann.

Dieses Paradox versuche ich jetzt durch Internet-TV zumindest teilweise aufzulösen. So hab ich mir in iTunes ein paar Video-Podcasts abonniert und schon einiges Gute entdeckt. Die Ergebnisse der ersten Suche:
  • We Need Girlfriends, "a dating sitcom without the dating" - hervorragende low-budget-Produktion
  • Vintage Tooncast - Wusstet ihr, dass ein Haufen klassischer Cartoons schon so alt ist, dass sie nicht mehr urheberrechtsgeschützt sind?
  • Und das kurioseste: Goeat.ie - Videos über Restaurants in Dublin! Testing Dublin-Team: sollen wir fusionieren?
Ja, das Wetter ist hier schlechter als in Deutschland. Dafür sind wir drauf und dran, den Rekord "längste Abfolge von Tagen mit Regen" zu brechen. Ich glaube, es sind jetzt 38; bei 50 soll es eine Party geben. Mir wär's recht.


(1) Schöner Neologismus: 1 Propfund = 500 Programm

10 Juli 2007

Fotos bei Facebook

So, inzwischen hab ich nochmal einen Batzen Urlaubsfotos online gestellt. Diesmal, um etwas Neues auszuprobieren, bei Facebook. Das ist im Moment die angesagteste "Social Networking"-Website, und meine Kollegen haben mich überzeugt, dass ich die auch nutzen muss.

Lustigerweise hat sich kurz nach mir mein Bruder Sascha angemeldet, der gerade in den USA ist und so endlich zu seinem akademischen Auslandsaufethalt kommt. Es lohnt sich übrigens, in Facebook nach ihm zu suchen - er hat ein sehr cooles Foto. ;-)

27 Juni 2007

Zwei historische Bilder

So, ich bin wieder gut in Dublin angekommen und hab mich gefreut, dass ich in München und Regensburg einige von euch getroffen habe. Aus London kann ich noch zwei historische Bilder nachreichen, erstens mich im House of Lords:

Und zweitens den verdunkelten Piccadilly Circus:
Das Letztere war ein Event, mit dem die Londoner zum Energiesparen aufgerufen werden sollten. Ich wusste natürlich von nichts und kam rein zufällig vorbei. Hat aber in der Presse für ziemlichen Rummel gesorgt, wie man hier sieht.

20 Juni 2007

Leser-Treffen?

Liebe Leute,

ich hab meine Reise etwas umgebaut, und bin jetzt doch kurz in München. Und in Regensburg! Also, wenn ihr wollt, treffen wir uns mal. Ich schlage folgendes vor:
  • Regensburg: Sa, 23.6., 11:30 Weisswurstfrühstück beim Kneitinger (Arnulfplatz)
  • München: auch Sa, 19 Uhr im Biergarten am Wiener Platz.

Gebt mal Bescheid, ob ihr Interesse habt, denn ich will mich natürlich nicht nur auf Verdacht dort hin setzen. Würde mich freuen, wenn wir uns sehen!

Sarajevo-Fotos

So, hier sind ein paar Fotos aus Sarajevo. Fahrt unbedingt mal selbst hin, die Fotos geben es nur schlecht wieder ;-)
authentische Cevapcici

Die Nationalbibliothek (im Krieg ausgebrannt)

Sarajevo von oben

Moschee und osmanischer Markt

Soldatenfriedhof

Ich bin inzwischen in London, wo ich morgen aufs Alumni-Treffen meiner Englischen Uni ins House of Lords gehe. Lustigerweise hat sich herausgestellt, dass das EasyHotel, in dem ich wohne, genau gegenüber von der bosnischen Botschaft liegt. Kleine Welt...

Sarajevo

Sarajevo ist toll! Die Stadt ist im Wesentlichen von den Türken gegründet worden und sieht somit ganz anders aus alls die Städte, in denen ich bisher war. An jeder Ecke steht eine Moschee. Da die Türken aber tolerant waren, gibt es ebenso katholische und orthodoxe Kirchen und Synagogen. Es gibt leckeres Essen, und abends sitzen alle in Cafes und lassen es sich gut gehen.

Natürlich sieht man auch überall noch Spuren des Krieges. Sarajevo wurde während des Bosnienkriegs fast 4 Jahre lang belagert (die längste Belagerung der modernen Geschichte) und war nur über den Flughafen und einen Tunnel, den die Bürger unter dem Flughafen gegraben hatten, mit der Außenwelt verbunden. Mehr als 10.000 Einwohner sind in dieser Zeit gestorben.

17 Juni 2007

Scheiß Kreuzfahrer

Ich bin zwar am südlichsten Punkt meiner Reise angelangt, das heißt aber nicht, dass ich mich schonen würde. So bin ich heute den Großteil des Tages bei 30 Grad durch Dubrovnik gelaufen. die Hauptsehenswürdigkeit ist die Altstadt, die zwar im Jugoslawienkrieg beschädigt wurde, aber inzwischen wieder aufgebaut ist (man sieht auf den Fotos, dass die meisten Dächer sehr neu sind).

Oberste Touristenpflicht ist hier, die Altstadt auf der 2,5 km langen Stadtmauer zu umrunden, was ich in der neuen Bestzeit von 55 Minuten geschafft habe. Dabei sind hunderte spektakuläre Fotos entstanden:



Mehr auf Anfrage.

Obwohl hier offiziell noch Vorsaison ist, wird Dubrovnik schon von Scharen von Kreuzfahrtschiffen heimgesucht. Gestern waren sieben Schiffe mit 12.000 Passagieren hier. Da könnt ihr euch vorstellen, wie es in der Stadt zugeht.

16 Juni 2007

Hvar-Bilder

So, inzwischen bin ich in Dubrovnik, und hier gibt es auch wieder gescheite Computer, so dass ich meine Hvar-Bilder hochladen kann :-)

Der Hafen

Stadtstrand am Abend

Badeinsel-Strand

Über Dubrovnik kann ich noch nichts sagen, außer dass ich in einer sehr netten Herberge untergekommen bin. Die Fährfahrt von Hvar hierher war auch sehr malerisch, nur dass ich um 6 aufstehen musste. Warum muss alles immer so früh sein?

14 Juni 2007

Auf Hvar

Hvar hieß früher Pharos, was anscheinend ein doofer Name war. Wer es nicht H-var aussprechen will, kann auch "Kvar" sagen. Angeblich ist es eine der 10 schönsten Urlaubsinseln in Europa. Es ist auch wirklich schön, interessant ist nur, dass es auf der Insel selbst fast keine gescheiten Strände gibt und man also mit einem Boot-Taxi auf eine der umliegenden Inseln fahren muss. Das ist mir noch nicht gelungen, aber morgen dann.

Hier könnten jetzt ein paar tolle Fotos folgen, die verzögern sich aber aufgrund technischer Probleme (das Internetcafé läuft mit Linuxrechnern, und der hier erkennt meine Kamera nicht :-( ).

Es scheint übrigens erwartungsgemäß immer die Sonne und die Einheimischen jammern über die Hitze, weil es wohl ungewohnt schwül ist.

12 Juni 2007

Keller und Strand

Aha! Inzwischen hab ich gelernt, dass der Diokletians-Palast deshalb besonders interessant ist, weil die Kellergewölbe vollständig erhalten sind. Diese folgen nämlich genau dem Umriss des Palastes, so dass man daraus sehen kann, wie der Palast aufgebaut war. Vom eigentlichen Palast sind noch die zwei erwähnten Gebäude und einige weitere Reste erhalten. Immerhin.

Außerdem gibt es auch ganz ordentliche Strände in Split, die ich natürlich schon aufgesucht habe, weil es z.T. auch ganz schön heiß ist. In den nächsten Tagen wird sich der Schwerpunkt weiter zu Strand und Nichtstun verschieben, denn ich bin inzwischen auf derInsel Hvar.

Und ich hab inzwischen ein paarmal gut gegessen, z.B. eine Pašticada, die sich als entfernte Verwandte des Böfflamott herausgestellt hat. Heute Mittag hab ich sehr leckere Wurst und Käse vom Markt gekauft.

09 Juni 2007

In Split

So, ich hab meine erste Nacht auf See gut überstanden (auch wenn sie um 5 schon vorbei war) und bin jetzt in Split. Split war ein Fixpunkt in meiner Reiseplanung, weil Nikolaus Pevsner in seinem Arcchitektur-Buch lang und breit über Diokletians Kaiserpalast in Split schreibt. Der ist aber auch gut.

Die Altstadt sieht ein bisschen aus wie in Regensburg, weil sie in die Reste des Palastes hineingebaut wurde. Im Vergleich zu Regensburg (das ja auch nur ein Legionslager war) sind aber viel mehr römische Gebäude erhalten, z.B. ein Jupitertempel...

...mit einer schönen Kassettendecke...
gut, dass ich das Decken fotografieren in Rom geübt hab.

...und das Mausoleum von Diokletians, das behutsam zur Kathedrale umgewandelt wurde:

Slowenien-Fazit

  • Slowenien ist so eine Art "best of Europe". Es gibt spektakuläre Berge, einen kleinen Küstenstreifen, schöne Städte, guten Wein und gutes Essen. Also könnte man Amerikaner, die "Europe in 5 days"-Touren buchen, stattdessen einfach 5 Tage nach Slowenien schicken. :-)
  • Erstaunlich ist, dass Slowenien seit 1991 zum ersten Mal in seiner Geschichte unabhängig ist, und dass die Slowenen es doch geschafft haben, eine nationale Identität zu bewahren.
  • Eine wichtige Rolle dabei hat France Prešeren gespielt (der Herr auf dem Denkmal, von dem schon die Rede war). Ich hab einen Band mit übersetzen Gedichten von ihm gelesen, und die sind sehr klasse. U.a. hat er auch das Trinklied, das jetzt die Nationalhymne ist, geschreiben. Anscheinend hat er auch auf Deutsch geschrieben, also wenn er euch mal unterkommt...
  • Mit Slow Food ist es (nicht mehr?) so weit her. Die Website ist ein ziemlicher Reinfall, und das einzige empfohlene Restaurant sieht so aus:und ist bis September geschlossen.
  • Ebenfalls geschlossen ist derzeit die Oper von Ljubljana. Aber beim nächsten Mal dann.

08 Juni 2007

Bled im Regen

Gestern hab ich einen Tagesausflug nach Bled gemacht und bin dort mit einem Amerikaner einmal um den Bleder See gelaufen. Das ist ein super idyllisch gelegener See mit einem Schloss auf einem Berg und einer Kirche auf einer Insel. Sehr beeindruckend, obwohl es ab und zu kurze Schauer gab.

Ich hab auch haufenweise spektakuläre Fotos gemacht. Leider kann ich die gerade nicht posten, weil der Computer hier keinen USB-Anschluss hat... Aber hier gibt's schonmal ein paar Fotos.

Heute reise ich weiter nach Rijeka und dann über Nacht mit der Fähre nach Split.

06 Juni 2007

Interessante Tatsachen zu Slowenien

  1. Ljubljana liegt westlicher als Wien und nördlicher als Mailand, wird aber trotzdem als "östliche" Stadt wahrgenommen. Dabei kommt man sich gar nicht vor, als sei man in Jugoslawien, eher in Österreich... Slowenien war auch immer so etwas wie das Musterländle von Jugoslawien. Insofern sollte uns Tatsache 2 nicht wundern:
  2. Slowenien hat Anfang 2007 den Euro eingeführt. Hat mich bei der Reisevorbereitung dann doch überrascht, weil man so gar nichts davon mitbekommen hat (in Irland zumindest). Es stimmt aber, und es gibt sogar recht schöne Münzen.
  3. Slowenien dürfte das einzige Land der Welt sein, das ein Trinklied zur Nationalhymne gemacht hat. Es stammt von France Prešeren, dem Herrn auf der 2-Euro-Münze, bzw. hier auf dem Denkmal:
  4. Touristen ist Prešeren vor allem dadurch bekannt, dass er sich in Julija, eine schöne Ljubljanerin (sagt man so?) verliebt hat, die seine Liebe aber nicht erwiderte. Dafür hat man gegenüber von seinem Denkmal eine Büste von ihr angebracht, auf der sie versonnen zu ihm rüberschaut:
  5. Weiters hat Ljubljana die weltweit groteskeste Gründungssage. Sie besagt, das Jason und die Argonauten sich auf dem Heimweg verfahren haben und so an der Stelle gelandet sind, wo jetzt Ljubljana liegt. Dort wurden sie von einem fiesen Drachen empfangen, den sie erstmal besiegen mussten. Der Drache ist jetzt eins der Wahrzeichen der Stadt:

  6. Slowenien ist das einzige Land (ausser der italienischen Schweiz), das es mal in den Osterie d'Italia-Führer gebracht hat. Mit etwas Glück schaffe ich es noch in eins der empfohlenen Lokale...

05 Juni 2007

Im Knast

Ich verbringe 4 Nächte im Knast, nämlich in der Jugendherberge Celicia, die in einem ehemaligen Gefängnis untergebracht ist. Es ist alles sehr nett und künstlerisch wertvoll gestaltet, wie ihr hier seht (ich bin in Zelle 112). Drum herum ist Metelkova, das scheint so das Ljubljaner Gegenstück zum Kunstpark Ost zu sein. Ich bin nur bis Freitag hier, insofern wird es mit dem Lärm hoffentlich nicht zu schlimm.

Ljubljana ist eine niedliche kleinere Stadt mit vielen Barock- und Jugendstilgebäuden. Ich hab noch gar nicht so viel gesehen, weil ich es heute etwas ruhig angehen lasse. Morgen dann.

Mehr Budapest & weiter nach Slowenien

So, das Bad war auch ganz erstaunlich. Ich war im Szecheny-Bad, das ist angeblich der größte Badkomplex in Europa. Sieht jedenfalls aus wie ein Palast.
Hier gibt's mehr Fotos.

Dann war ich noch in der Nationalgalerie und im Museum der schönen Künste. Beide riesig und voller beeindruckender Bilder. In der Nationalgalerie gibt es v.a. ungarische Bilder, z.B. von den Sezessions-Künstlern Rippl-Ronay, Gulacsy und Vaszary (die ich auch noch nicht kannte). Das Museum der schönen Künste hat neben vielem anderen sieben El Grecos!

Ansonsten hab ich einen alten Bekannten aus Regensburger Zeiten getroffen und an einem Pub-Crawl für Touristen teilgenommen. Heute saß ich dann 9 Stunden im Zug und bin jetzt in Ljubljana (Slowenien), das schauen muss, wie es mit Budapest mithalten kann. ;-)