27 Juni 2007

Zwei historische Bilder

So, ich bin wieder gut in Dublin angekommen und hab mich gefreut, dass ich in München und Regensburg einige von euch getroffen habe. Aus London kann ich noch zwei historische Bilder nachreichen, erstens mich im House of Lords:

Und zweitens den verdunkelten Piccadilly Circus:
Das Letztere war ein Event, mit dem die Londoner zum Energiesparen aufgerufen werden sollten. Ich wusste natürlich von nichts und kam rein zufällig vorbei. Hat aber in der Presse für ziemlichen Rummel gesorgt, wie man hier sieht.

20 Juni 2007

Leser-Treffen?

Liebe Leute,

ich hab meine Reise etwas umgebaut, und bin jetzt doch kurz in München. Und in Regensburg! Also, wenn ihr wollt, treffen wir uns mal. Ich schlage folgendes vor:
  • Regensburg: Sa, 23.6., 11:30 Weisswurstfrühstück beim Kneitinger (Arnulfplatz)
  • München: auch Sa, 19 Uhr im Biergarten am Wiener Platz.

Gebt mal Bescheid, ob ihr Interesse habt, denn ich will mich natürlich nicht nur auf Verdacht dort hin setzen. Würde mich freuen, wenn wir uns sehen!

Sarajevo-Fotos

So, hier sind ein paar Fotos aus Sarajevo. Fahrt unbedingt mal selbst hin, die Fotos geben es nur schlecht wieder ;-)
authentische Cevapcici

Die Nationalbibliothek (im Krieg ausgebrannt)

Sarajevo von oben

Moschee und osmanischer Markt

Soldatenfriedhof

Ich bin inzwischen in London, wo ich morgen aufs Alumni-Treffen meiner Englischen Uni ins House of Lords gehe. Lustigerweise hat sich herausgestellt, dass das EasyHotel, in dem ich wohne, genau gegenüber von der bosnischen Botschaft liegt. Kleine Welt...

Sarajevo

Sarajevo ist toll! Die Stadt ist im Wesentlichen von den Türken gegründet worden und sieht somit ganz anders aus alls die Städte, in denen ich bisher war. An jeder Ecke steht eine Moschee. Da die Türken aber tolerant waren, gibt es ebenso katholische und orthodoxe Kirchen und Synagogen. Es gibt leckeres Essen, und abends sitzen alle in Cafes und lassen es sich gut gehen.

Natürlich sieht man auch überall noch Spuren des Krieges. Sarajevo wurde während des Bosnienkriegs fast 4 Jahre lang belagert (die längste Belagerung der modernen Geschichte) und war nur über den Flughafen und einen Tunnel, den die Bürger unter dem Flughafen gegraben hatten, mit der Außenwelt verbunden. Mehr als 10.000 Einwohner sind in dieser Zeit gestorben.

17 Juni 2007

Scheiß Kreuzfahrer

Ich bin zwar am südlichsten Punkt meiner Reise angelangt, das heißt aber nicht, dass ich mich schonen würde. So bin ich heute den Großteil des Tages bei 30 Grad durch Dubrovnik gelaufen. die Hauptsehenswürdigkeit ist die Altstadt, die zwar im Jugoslawienkrieg beschädigt wurde, aber inzwischen wieder aufgebaut ist (man sieht auf den Fotos, dass die meisten Dächer sehr neu sind).

Oberste Touristenpflicht ist hier, die Altstadt auf der 2,5 km langen Stadtmauer zu umrunden, was ich in der neuen Bestzeit von 55 Minuten geschafft habe. Dabei sind hunderte spektakuläre Fotos entstanden:



Mehr auf Anfrage.

Obwohl hier offiziell noch Vorsaison ist, wird Dubrovnik schon von Scharen von Kreuzfahrtschiffen heimgesucht. Gestern waren sieben Schiffe mit 12.000 Passagieren hier. Da könnt ihr euch vorstellen, wie es in der Stadt zugeht.

16 Juni 2007

Hvar-Bilder

So, inzwischen bin ich in Dubrovnik, und hier gibt es auch wieder gescheite Computer, so dass ich meine Hvar-Bilder hochladen kann :-)

Der Hafen

Stadtstrand am Abend

Badeinsel-Strand

Über Dubrovnik kann ich noch nichts sagen, außer dass ich in einer sehr netten Herberge untergekommen bin. Die Fährfahrt von Hvar hierher war auch sehr malerisch, nur dass ich um 6 aufstehen musste. Warum muss alles immer so früh sein?

14 Juni 2007

Auf Hvar

Hvar hieß früher Pharos, was anscheinend ein doofer Name war. Wer es nicht H-var aussprechen will, kann auch "Kvar" sagen. Angeblich ist es eine der 10 schönsten Urlaubsinseln in Europa. Es ist auch wirklich schön, interessant ist nur, dass es auf der Insel selbst fast keine gescheiten Strände gibt und man also mit einem Boot-Taxi auf eine der umliegenden Inseln fahren muss. Das ist mir noch nicht gelungen, aber morgen dann.

Hier könnten jetzt ein paar tolle Fotos folgen, die verzögern sich aber aufgrund technischer Probleme (das Internetcafé läuft mit Linuxrechnern, und der hier erkennt meine Kamera nicht :-( ).

Es scheint übrigens erwartungsgemäß immer die Sonne und die Einheimischen jammern über die Hitze, weil es wohl ungewohnt schwül ist.

12 Juni 2007

Keller und Strand

Aha! Inzwischen hab ich gelernt, dass der Diokletians-Palast deshalb besonders interessant ist, weil die Kellergewölbe vollständig erhalten sind. Diese folgen nämlich genau dem Umriss des Palastes, so dass man daraus sehen kann, wie der Palast aufgebaut war. Vom eigentlichen Palast sind noch die zwei erwähnten Gebäude und einige weitere Reste erhalten. Immerhin.

Außerdem gibt es auch ganz ordentliche Strände in Split, die ich natürlich schon aufgesucht habe, weil es z.T. auch ganz schön heiß ist. In den nächsten Tagen wird sich der Schwerpunkt weiter zu Strand und Nichtstun verschieben, denn ich bin inzwischen auf derInsel Hvar.

Und ich hab inzwischen ein paarmal gut gegessen, z.B. eine Pašticada, die sich als entfernte Verwandte des Böfflamott herausgestellt hat. Heute Mittag hab ich sehr leckere Wurst und Käse vom Markt gekauft.

09 Juni 2007

In Split

So, ich hab meine erste Nacht auf See gut überstanden (auch wenn sie um 5 schon vorbei war) und bin jetzt in Split. Split war ein Fixpunkt in meiner Reiseplanung, weil Nikolaus Pevsner in seinem Arcchitektur-Buch lang und breit über Diokletians Kaiserpalast in Split schreibt. Der ist aber auch gut.

Die Altstadt sieht ein bisschen aus wie in Regensburg, weil sie in die Reste des Palastes hineingebaut wurde. Im Vergleich zu Regensburg (das ja auch nur ein Legionslager war) sind aber viel mehr römische Gebäude erhalten, z.B. ein Jupitertempel...

...mit einer schönen Kassettendecke...
gut, dass ich das Decken fotografieren in Rom geübt hab.

...und das Mausoleum von Diokletians, das behutsam zur Kathedrale umgewandelt wurde:

Slowenien-Fazit

  • Slowenien ist so eine Art "best of Europe". Es gibt spektakuläre Berge, einen kleinen Küstenstreifen, schöne Städte, guten Wein und gutes Essen. Also könnte man Amerikaner, die "Europe in 5 days"-Touren buchen, stattdessen einfach 5 Tage nach Slowenien schicken. :-)
  • Erstaunlich ist, dass Slowenien seit 1991 zum ersten Mal in seiner Geschichte unabhängig ist, und dass die Slowenen es doch geschafft haben, eine nationale Identität zu bewahren.
  • Eine wichtige Rolle dabei hat France Prešeren gespielt (der Herr auf dem Denkmal, von dem schon die Rede war). Ich hab einen Band mit übersetzen Gedichten von ihm gelesen, und die sind sehr klasse. U.a. hat er auch das Trinklied, das jetzt die Nationalhymne ist, geschreiben. Anscheinend hat er auch auf Deutsch geschrieben, also wenn er euch mal unterkommt...
  • Mit Slow Food ist es (nicht mehr?) so weit her. Die Website ist ein ziemlicher Reinfall, und das einzige empfohlene Restaurant sieht so aus:und ist bis September geschlossen.
  • Ebenfalls geschlossen ist derzeit die Oper von Ljubljana. Aber beim nächsten Mal dann.

08 Juni 2007

Bled im Regen

Gestern hab ich einen Tagesausflug nach Bled gemacht und bin dort mit einem Amerikaner einmal um den Bleder See gelaufen. Das ist ein super idyllisch gelegener See mit einem Schloss auf einem Berg und einer Kirche auf einer Insel. Sehr beeindruckend, obwohl es ab und zu kurze Schauer gab.

Ich hab auch haufenweise spektakuläre Fotos gemacht. Leider kann ich die gerade nicht posten, weil der Computer hier keinen USB-Anschluss hat... Aber hier gibt's schonmal ein paar Fotos.

Heute reise ich weiter nach Rijeka und dann über Nacht mit der Fähre nach Split.

06 Juni 2007

Interessante Tatsachen zu Slowenien

  1. Ljubljana liegt westlicher als Wien und nördlicher als Mailand, wird aber trotzdem als "östliche" Stadt wahrgenommen. Dabei kommt man sich gar nicht vor, als sei man in Jugoslawien, eher in Österreich... Slowenien war auch immer so etwas wie das Musterländle von Jugoslawien. Insofern sollte uns Tatsache 2 nicht wundern:
  2. Slowenien hat Anfang 2007 den Euro eingeführt. Hat mich bei der Reisevorbereitung dann doch überrascht, weil man so gar nichts davon mitbekommen hat (in Irland zumindest). Es stimmt aber, und es gibt sogar recht schöne Münzen.
  3. Slowenien dürfte das einzige Land der Welt sein, das ein Trinklied zur Nationalhymne gemacht hat. Es stammt von France Prešeren, dem Herrn auf der 2-Euro-Münze, bzw. hier auf dem Denkmal:
  4. Touristen ist Prešeren vor allem dadurch bekannt, dass er sich in Julija, eine schöne Ljubljanerin (sagt man so?) verliebt hat, die seine Liebe aber nicht erwiderte. Dafür hat man gegenüber von seinem Denkmal eine Büste von ihr angebracht, auf der sie versonnen zu ihm rüberschaut:
  5. Weiters hat Ljubljana die weltweit groteskeste Gründungssage. Sie besagt, das Jason und die Argonauten sich auf dem Heimweg verfahren haben und so an der Stelle gelandet sind, wo jetzt Ljubljana liegt. Dort wurden sie von einem fiesen Drachen empfangen, den sie erstmal besiegen mussten. Der Drache ist jetzt eins der Wahrzeichen der Stadt:

  6. Slowenien ist das einzige Land (ausser der italienischen Schweiz), das es mal in den Osterie d'Italia-Führer gebracht hat. Mit etwas Glück schaffe ich es noch in eins der empfohlenen Lokale...

05 Juni 2007

Im Knast

Ich verbringe 4 Nächte im Knast, nämlich in der Jugendherberge Celicia, die in einem ehemaligen Gefängnis untergebracht ist. Es ist alles sehr nett und künstlerisch wertvoll gestaltet, wie ihr hier seht (ich bin in Zelle 112). Drum herum ist Metelkova, das scheint so das Ljubljaner Gegenstück zum Kunstpark Ost zu sein. Ich bin nur bis Freitag hier, insofern wird es mit dem Lärm hoffentlich nicht zu schlimm.

Ljubljana ist eine niedliche kleinere Stadt mit vielen Barock- und Jugendstilgebäuden. Ich hab noch gar nicht so viel gesehen, weil ich es heute etwas ruhig angehen lasse. Morgen dann.

Mehr Budapest & weiter nach Slowenien

So, das Bad war auch ganz erstaunlich. Ich war im Szecheny-Bad, das ist angeblich der größte Badkomplex in Europa. Sieht jedenfalls aus wie ein Palast.
Hier gibt's mehr Fotos.

Dann war ich noch in der Nationalgalerie und im Museum der schönen Künste. Beide riesig und voller beeindruckender Bilder. In der Nationalgalerie gibt es v.a. ungarische Bilder, z.B. von den Sezessions-Künstlern Rippl-Ronay, Gulacsy und Vaszary (die ich auch noch nicht kannte). Das Museum der schönen Künste hat neben vielem anderen sieben El Grecos!

Ansonsten hab ich einen alten Bekannten aus Regensburger Zeiten getroffen und an einem Pub-Crawl für Touristen teilgenommen. Heute saß ich dann 9 Stunden im Zug und bin jetzt in Ljubljana (Slowenien), das schauen muss, wie es mit Budapest mithalten kann. ;-)

02 Juni 2007

In Budapest

So, ich bin gut in Budapest angkommen und habe schon eine Menge gesehen. Budapest ist eine sehr tolle Stadt, ihr müsst unbedingt mal hin! Sieht ein bisschen aus wie Wien, vielleicht noch eine Spur bombastischer. So sieht z. B. das Parlament aus:

Ich wohne sehr nett in einem privaten Appartement ganz in der Nähe des Zentrums. Die Straße vor dem Haus ist eine Fußgängerzone mit lauter Cafes:

Und das ist der Innenhof von unserem Haus:

Gestern hab ich einen Crashkurs in ungarischer Geschichte absolviert, als ich erst in der großen Synagoge

war und dann im Nationalmuseum. Darüber lernt man ja bei uns nicht viel. So weiß ich jetzt, dass Ungarn erst im März 1944 von den Nazis besetzt wurde, und dass trotzdem 600.000 von 6 Millionen Juden getötet wurden. Heute hat Ungarn die drittgrößte jüdische Gemeinde in Europa (nach England und Frankreich), und es gibt 32 Synagogen in Budapest.

Gestern Abend war ich in der Oper und habe Tosca gesehen! War sehr nett, obwohl die Kombination Italienisch mit ungarischen Übertiteln nicht wirklich zum Verständnis beigetragen hat. Das Opernhaus sollte, als es gebaut wurde, mit Wien und Dresden konkurrieren, und braucht sich auch nicht zu verstecken:

Das Wetter ist meistens sonnig, bis auf einzelne Schauer, es gibt gutes Essen und Trinken, und so bin ich guter Dinge. Als ob all die Sehenswürdigkeiten nicht reichen würden, ist Budapest auch noch die Thermenhauptstadt Europas. Ich habe eine lange Liste an besuchenwerten Bädern und schaue, dass ich gleich ins eins komme.