30 März 2014

Oberwasser

Meine Promotion macht Fortschritte, denn ich hab jetzt im zweiten Anlauf das upgrade bestanden und darf also planmäßig weiter studieren. Das heißt, dass ich etwa von Juni bis Dezember meine Feldforschung betreibe. Dazu hab ich jetzt auch eine Firma gefunden, die bereit ist, sich erforschen zu lassen. Nächstes Jahr schreibe ich dann alles zamm, und fertig ist die Promotion. :-) Bzw. dauert es in der Praxis doch etwas länger, also wohl eher bis 2016.

Ansonsten hab ich meinen 40. Geburtstag heil überstanden, und es gab eine Reihe netter Feiern in London und München. Danke an alle, die dabei waren! Anscheinend ist 40 die höchste Zahl, bis zu der jemals in der Sesamstraße gezählt wurde:

Das Projekt "Sightseeing in München" schreitet auch voran - diesmal hab ich es in die Residenz geschafft, sowie zum ersten Mal überhaupt in die Gedenkstätte in Dachau. Empfehlenswert!

Die jährliche Romreise geht heuer mal nach Florenz, was sicher auch interessant ist. Am Donnerstag geht's los. :-)

06 März 2014

Das neue Gold

Guter Artikel ausgerechnet im SZ-Magazin (letze Woche) über den verrücktgewordenen Wohnungsmarkt in London. Anscheinend sind Wohnungen in London das neue Gold:

in dieser Welt sind Grundstücke und Anwesen in London die neue Leitwährung geworden. Gold ist passé – jeder schwerreiche Oligarch der BRIC-Staaten deckt sich mittlerweile mit Immobilien ein.
Also kaufen sich reiche Investoren hier Luxuswohnungen und machen sich meist nicht mal die Mühe, sie zu vermieten, weil sie eh ständig an Wert gewinnen. Und der Markt unterstützt das ganze: An jeder Ecke werden gerade neue Luxuswohnungen gebaut, z.B. bei mir um die Ecke und bei meiner Uni. Wer kein Oligarch ist, muss halt immer weiter aus der Stadt rausziehen.

Aber auch der durchschnittliche Londoner Hausbesitzer verdient zur Zeit mehr durch den Wertgewinn seiner Immobilie als durch Arbeit. So erklärt es sich auch, dass steigende Hauspreise hier politisch gewollt sind. Und dass die Regierung keine bessere Idee gegen die Wohnungsnot hatte, als ein "Help to buy"-Programm aufzusetzen, das es Leuten ermögliocht, mit nur 5% Anzahlung eine Immobilie zu kaufen. Die durchschnittliche Wohnung kostet gut 400.000£, also wären 5% ja nur noch 20.000£...

Aufgrund der Preise greifen aber jetzt doch zunehmend Leute zum Äußersten und mieten sich Wohnungen (eigentlich gesellschaftlich nicht akzeptiert). Die Mieten steigen natürlich auch wie verrückt (siehe Mieten in meinem Viertel). Eine Meldung, die doch noch für Aufsehen gesorgt hat, war, dass es anscheinend billiger ist, in Barcelona eine Wohnung zu mieten und viermal die Woche nach London zu pendeln, als in London zu mieten.

Ich selbst freue mich derweil, dass ich für "nur" 125£ pro Woche im Studentenheim wohne und kaufe mir erst mal kein Haus. Vielleicht platzt die Blase ja doch mal - 1996 hätten Häuser in Norwich so um die 40.000£ gekostet.