21 Juni 2015

Der schöne Schein

Vergessen zu erwähnen: Auf der Website des Gasometers gibt's ein schönes Video zur derzeitigen Ausstellung, Der Schöne Schein.

Wenn man hereinkommt, ist man erst in einem flachen Raum, in dem Kopien von berühmten Kunstwerken herumhängen. Ganz nett, aber nicht so aufregend. Dann steigt man hoch in den großen Raum, in dem eine riesige Lichtinstallation läuft. Der Raum ist 100 Meter hoch, und die ganze Wand wird mit lustigen Mustern beleuchtet. So sieht das aus:

320° LICHT | SPATIAL EXPERIENCE from URBANSCREEN on Vimeo.

Danach steigt man dann in den Lift, aus dem auch ein Teil des Videos gedreht wurde, und fährt aufs Dach des Gasometers, um die Aussicht zu genießen. Nicht so schlecht.

20 Juni 2015

Zukunftsaussichten

Meine wesentliche Aktivität fürs nächste Jahr ist "schreib mal die Doktorarbeit". Danach tritt wieder eine Singularität ein, d.h. es lassen sich noch keine Aussagen über diesen Ereignishorizont hinaus machen. Trotzdem kann ich schon mal allgemein erzählen, wie der Plan ist:
  • Wenn alles gut geht, bin ich in ca. einem Jahr mit der Doktorarbeit fertig. Das würde auch passen, denn ich sollte am Ende des vierten Jahres fertig sein, und das ist so ziemlich dann.
  • Die Doktorarbeit präsentiere ich dann in einer mündlichen Prüfung (viva). Dort wird sie entweder angenommen (unwahrscheinlich) oder mit Änderungswünschen angenommen, die ich dann in einem Monat bis zu einem Jahr anfertige (hängt davon ab, wie zufrieden die Prüfer damit sind).
  • Sobald ich die viva bestehe, verliere ich meinen Status als Student und muss aus dem Wohnheim ausziehen. Damit beginnt die Phase der Jobsuche.
  • Solide akademische Jobs sind hier durchaus zu haben (anders als in Deutschland, wo sie grundätzlich befristet sind), allerdings nicht von heute auf morgen. Ob man einen Job bekommt, hängt im Wesentlichen davon ab, ob man akademische papers veröffentlicht hat, und in welchem journal. Das kann aber bei guten journals druchaus mal 3 Jahre dauern.
  • Um die Zeit zu überbrücken, wäre es ratsam, eine Post-Doc-Stelle anzunehmen/ zu bekommen. Die sind zwar auf 2 bis max. 3 Jahre befristet, aber man wird anständig bezahlt und hat Zeit, an den Veröffentlichungen zu arbeiten.
  • Der Goldstandard ist dann eine Tenure track position, d.h. man bekommt tenure (Stelle auf Lebenszeit), wenn man in den ersten Jahren alle Erwartungen (z.B. auch wieder in Bezug auf Veröffentlichungen) erfüllt. Dann ist auch jeweils wieder die Frage, wo man eine Stelle angeboten bekommt, und ob man dort entsprechend unterstützt wird, um die Erwartungen zu erfüllen.
  • Last not least gibt es an der LSE die Regel, keine Leute fest anzustellen, die dort ihren PhD gemacht haben (zumndest nicht im gleichen Institut).
  • In Deutschland gibt es von vornherein nur befristete Stellen für Nachwuchswissenschaftler, aber es wird immerhin auch diskutiert, mehr tenure track-Stellen einzurichten.
Also: kann alles werden, aber bleibt spannend. 

Urlaubnachbericht

Urlaub ist gut über die Bühne gegenagen: ich hatte ein paar geruhsame Tage in München, gefolgt von der Hochtzeit von Rupert und Martina als emotionalem Höhepunkt.

Mein ehrgeiziger Plan, am Tag nach der Hochzeit um 7:00 nach Amsterdam zu fliegen, hat auch geklappt und ich konnte immerhin ein paar Stunden im Airport Hotel in Hallbergmoos schlafen. So hab ich es gegen Mittag nach Oldenzaal (Bei Enschede) geschafft, wo unser doctoral Consortium stattgefunden hat.

Danach war ich dann 3 Tage in Münster auf der ECIS, der eigentlichen Konferenz. Zwar nur als Gast, aber es war natürlich sehr interessant und ich hab viele Leute kennengelernt. Essen und Trinken waren auch hervorragend (Tip: Pinkus Müller).


Schließlich hab ich mir ein Wochenende lang das Ruhrgebiet angeschaut. Sehr interessant! Ich war im Gasometer in Oberhausen und in der Zeche Zollverein. Lustigerweise kann man fast nirgends in ein echtes Bergwerk (nur gelegentlich in Witten). Etwas enttäuschend für mich als alten Berchtesgarden-Besucher.

Besonders interesssant war auch die dortige Kneipenkultur - ich war in der Ampütte in Essen, die sich durch einen sehr lustigen Wirt auszeichnet.

Woran ich nicht gedacht hatte, ist, dass wir in der Gegend (Unna) entfernte Verwandte haben, die der Sascha neulich ausfiundiug gemacht hat. Also muss ich eh nochmal hin.

Hier sind alle Fotos.