09 August 2016

Verbrauchertipp: Cash Passport

Ich hätte mir für Kanada schon fast Reiseschecks ausstellen lassen, bis ich daraufgekommen bin, dass es Cash Passport gibt, eine prepaid Kreditkarte, auf die man einmal Geld in der fremden Währung drauflädt und die man dann vor Ort kostenlos nutzen kann. Hat den Vorteil, das man nur einmal abgezockt wird, nämlich wenn man die Karte lädt (und so schlecht sah der Kurs auch nicht aus). Außerdem kann man Geld in 10 verschiedenen Währungen drauf laden. Gute Sache, und wäre brilliant gewesen, wenn ich ein paar Wochen vorher drauf gekommen wäre – dann hätte ich nämlich den Brexit-Kursverfall vermieden, der für mich in Kanada alles 20% teurer gemacht hat. "Danke" Boris Johnson!

Rest von Kanada

Nach Toronto wollte ich zumindest etwas Sightseeing betreiben, und da hat sich als günstigste Option Niagara angeboten. So hab ich dort das Wochenende nach der Konferenz verbracht.

Die Niagarafälle sind wirklich sehr beeindruckend, auch wenn sich drum herum eine etwas bizarre touristische Industrie gebildet hat. Interessant ist aber, dass es ohne sie die Fälle ggf. gar nicht mehr gäbe: Sie werden nämlich seit dem 19. Jh. zur Wasserkraftgewinnung genutzt und auch jetzt schon nachts und im Winter auf die halbe Wassermenge heruntergedreht (so dass mehr Strom produziert wird). Also wenn nicht Leute wie ich alberne Wasserfallbootsfahrten usw. buchen würden, würden sie vielleicht eines Tages ganz abgestellt. So lange noch:


Am Tag danach war dann das angenehme Kontrastprogramm, durchs Hinterland zu reisen und das Weingut Peller aufzusuchen, das sehr leckere Weine macht und sich insbesondere auf Eiswein spezalisiert hat (das Klima ist nämlich ideal, weil es im Sommer heiß ist und im Winter sehr kalt). Außerden gab es ein leckeres Menü mit Weinbegleitung, also runde Sache.

Also Bonusstation hatte ich dann auf dem Rückflug noch 6 Stunden Aufenthalt in St. John's in Neufundland, der östlichsten Stadt Nordamerikas, weil Westjet (das kanadische Ryanair) mir einen zwar günstigen, aber auch etwas kompizierten Flug verkauft hat. Sehr angenehm und deutlich weniger heiß. Und mit schöner Aussicht, wenn man sich auf den Stadtberg heraufschleppt:


Mehr Fotos im Album von letzter Woche.

01 August 2016

Toronto

Ich war eine Woche (16.-21.) in Toronto auf einer Konferenz, wo ich einen Teil meiner Forschung präsentiert habe: 


Nebenher hab ich ich als volunteer gearbeitet, um mir die gewaltige Teilnahmegebühr zu sparen. Ich hatte Toronto nie so als Reiseziel auf der Liste, aber es hat sich als sehr nett erwiesen – es ist inzwischen die viertgrößte Stadt in Nordamerika (nach Mexico City, New York und LA) und angeblich auch die internationalste Stadt der Welt. In dem See, an dem die Stadt liegt, gibt es ein paar hübsche Inseln mit Parks und einem Vergnügungspark. Außerdem halten abbiegende Autos an, wenn man die Straße überquert. Und es gibt Trams. Also: Schaut mal hin!

Hier gibt's mehr Fotos. :-)

Ich dachte mir schon, dass es sonnig wird, war aber dann doch überrascht wie warm (30°) und schwül es war. Laut Wikipedia wird Toronto wegen des Klimawandels in ein paar Jahren von "humid continental climate" auf "humid subtropical" hochgestuft werden, was dem Klima in der Poebene entspricht!