20 November 2006

Oper mit Mitsingen

Überraschung beim zweiten Treffen der Freunde der italienischen Oper, Ortsgruppe Dublin: Außer einem Grüppchen von sechs Googlern war auch die irische Präsidentin Mary McAleese anwesend! Sie wurde von einem Sprecher angekündigt, und das Publikum ist aufgestanden und hat die mir völlig unbekannte irische Nationalhymne, Amhrán na bhFiann, gesungen (@Rupert: macht ihr das in München auch so?).

Das Ganze lief mit erstaunlich wenig Zinnober ab, es war fast keine Security zu sehen, und nach der Oper ist Mary einfach durch die Menge zum Präsidentinnenauto gegangen, hat ein bisschen gewunken, und weg war sie. Natürlich war keine Kamera zur Hand, aber dafür ist hier ein Foto vom Gaiety Theatre:
auch nicht schlecht.

Nach der Hymne war es wieder gut mit dem Mitsingen, und den Rest haben die Profis von Opera Ireland gesungen (La Bohème). Nächste Oper in Dublin: vsl. im April. Es ist ein Jammer. Leider war keine Zeit, Mary vom System der deutschen Theaterförderung zu erzählen.

2 Kommentare:

Unknown hat gesagt…

Das ist ja toll! Bei uns geht keine Präsidentin in die Oper

Anonym hat gesagt…

Zufällig gibt es an der Bayerischen Staatsoper diese Woche such eine Bohème. Der wesentliche Unterschied scheint mir zu sein, daß hier die Hauptrollen nicht wie bei der Opera Ireland von lauter Italienern gesungen werden, sondern von einer Russin, einem Italiener, einem Engländer und einer kubanischen Amerikanerin, unterstützt von einem weiteren Amerikaner und einem Oberpfälzer. Da zeigt sich halt die internationale Klasse.

Wenn der Bundespräsident zu Besuch kommt (was in meiner Amtszeit erst einmal passiert ist), wird - allerdings ohne Mitsingen - auch die Nationalhymne gegeben. Das wird dann aber durch die anschließende Bayernhymne wieder kompensiert.