27 März 2026

Digitale Souveränität

Digitale Souveränität ist ja gerade ein großes Thema. Mit den schwierigeren Beziehungen zu den USA stellt sich die Frage, ob es eigentlich eine gute Idee ist, seine Daten und Services amerikanischen Anbietern anzuvertrauen. Ich bin da schon etwas weiter - weil ich von den ständigen, nicht optionalen KI-Angeboten genervt bin, hab ich von mir aus angefangen, auf manche Dienste zu verzichten.

  • vor allem benutze ich seit letztem Jahr nicht mehr Google als Suchmaschine, sondern kagi. Kostet zwar etwas (und ist auch amerikanisch...), verarbeitet dafür aber keine Daten von Nutzys und nutzt KI nur, wenn man ausdrücklich drum bittet. Ich hatte in meinem externen Blog ausführlich darüber geschrieben.
  • Microsoft Office mit seinem grässlichen Copilot nicht mehr zu nutzen, war (für private Zwecke) überaus einfach. So nutze (und unterstütze) ich jetzt LibreOffice, das noch nicht in jeder Hinsicht perfekt ist, aber hey! Ansonsten schreibe ich jetzt öfters mal in anderen Anwendungen, z.B. markdown-Notizen (derzeit in Typora) oder größere Texte in Scrivener.
  • Zum Speichern von Dateien und für sonstige Dienste hatte ich erst nextcloud ausprobiert, was mir aber etwas zu kompliziert war. So bin ich jetzt bei Proton aus der Schweiz, die teilweise sehr gute Dienste (z.B. Proton Mail!) anbieten und die besonders mit Datenschutz und Sicherheit werben. Mal sehen.
  • ansonsten teste ich verschiedene andere Dienste und schau mal, was dabei rauskommt. 

01 März 2026

Plan: Namibia

Ich war ja noch nie in Afrika, und auch noch nicht auf der südlichen Halbkugel (das Südlichste war bisher wohl Singapur). Das will ich jetzt ändern, schon um den Kontinent auch mal gesehen zu haben. Eine Nachbarin hat einen Sohn, der in Namibia lebt, und schwärmt immer sehr von dem Land. Anscheinend ist es schön, sicher und benutzerfreundlich. So hab ich mich entschieden, dieses Jahr zusammen mit einer Freundin dorthin zu reisen.

Wir reisen mit einem kleinen Anbieter von Studienreisen aus Berlin, der sich Chamäleon nennt. Lustigerweise bin ich auf den über ChatGPT gestoßen (, das ich weiterhin extrem selten nutze): ich hatte mir eine Übersicht über Anbieter von Studienreisen geben lassen, und Chamäleon klang sympathisch. Das ist unsere geplante Reise: https://www.chamaeleon-reisen.de/Afrika/Namibia/Sossusvlei.

Das Ganze passt außerdem in meine Strategie, der deutschen Sommerhitze zu entgehen: Weil Namibia ziemlich weit südlich liegt, ist dort Winter, wenn wir da sind. Also sollten die Temperaturen höchstens um die 25 °C liegen. Darauf bin ich gespannt, und auch, ob es nachts in der Wüste wirklich 0 °C wird (denn wir übernachten einmal in der Wüste, mit der Option, unter dem Sternenhimmel zu schlafen...).

 Frieren in Afrika? (Foto: Chamäleon)

Einzelne namibische Ortsnamen kenne ich schon sehr gut, weil ich in München im Kolonialviertel aufgewachsen bin, wo es etwa eine Swakopmunder Straße und eine Windhuker Straße gibt. Was es dort nicht mehr gibt, ist die von-Trotha-Straße: In meiner Jugend gab es eine lange Diskussion, ob sie umbenannt werden sollte, da der Namensgeber für das deutsche Massaker an den Herero verantwortlkich war. Das war letztlich erfolgreich, und so heißt die Straße seit 2007 Hererostraße.

 ausrangiertes Straßenschild in einer Ausstellung im NS-Dokumentationszentrum München

Also kann man sich in Namibia auch über das Wirken der Deutschen während der Kolonialzeit informieren. Und es gibt wohl noch etliche Spuren deutscher Kultur und Küche. Mal sehen.

Außer den Herero gibt es verschiedene andere eingeborene Stämme, darunter die San, die als möglicherweise ältestes Volk der Welt gelten, weil sie seit 20.000 Jahren ihren Lebenswandel als Jäger und Sammler pflegen. Wird also auch interessant, darüber etwas zu hören.

Sonst gibt es schöne Landschaften (die Namib ist die älteste Wüste der Welt, mit wohl spektakulären Dünen) und natürlich die afrikanische Tierwelt zu bewundern. Und den Sternenhimmel auf der Südhalbkugel, auf den ich mich auch sehr freue... Könnte also interessant werden.  

Um mich auf alles gut vorzubereiten, hab ich mir in Dussmanns Kulturkaufhaus alle Namibia-Reiseführer angeschaut (es gab 5 oder 6) und mich für den vom Stefan Loose-Verlag entschieden.  Im Nachhinein kam heraus, dass der Autor und die Autorin ein Reiseunternehmen leiten, das lokaler Partner von Chamäleon ist. So passt alles zusammen... 

Vorschau: Wenn ich danach nicht genug von Afrika habe, überlege ich, 2027 nach Ägypten zu reisen, wo es die Sonnenfinsternis des Jahrhunderts (6:22 Minuten!) gibt, die u.a. in Luxor zu sehen sein wird. Das aber im August... Ansonsten heiratet mein Bruder dieses Jahr seine kenianische Freundin, also komme ich vielleicht auch dort mal hin.