31 Dezember 2022

Aida

Was ich noch gar nicht gebloggt hatte: Ich war dieses Jahr zum ersten Mal auf einer Kreuzfahrt! Im September bin ich eine Woche von Kiel nach Oslo und zurück gefahren. Da ich das ganze natürlich nachhaltig machen wollte, hab ich mich extra für die AIDAnova entschieden, eins der wenigen Schiffe, die auch mit Flüssiggas fahren können. Der Teil mit dem Flüssiggas hat allerdings nicht geklappt – wegen der Energiekrise sind sie doch mit Diesel gefahren, aber immerhin nicht mit Schiffsdiesel (so war der CO2-Ausstoß nach meiner Rechnung immer noch etwas niedriger, als wenn ich nach Oslo geflogen wäre).


Wie war's also? Insgesamt sehr schöne Erfahrung – das Schiff ist riesengroß (337 Meter lang, 63 Meter hoch, Paltz für 6.600 Gäste), und es gibt alles an Bord, was man sich wünscht, einschließlich diverse leckere Restaurants (entweder Buffet oder Service). Ich hatte eine nette Einzelkabine mit eigenem Balkon: 


An den Häfen, die man an läuft, gibt es alle möglichen Aktivitäten, die auch rege genutzt werden. So kam ich unter anderem zu einer kleinen Wanderung durch Norwegen. 

 

In Oslo hatten wir fast zwei Tage Aufenthalt, was Kreuzfahrten ungewöhnlich ist. So hatte ich genug Zeit, mir die Stadt anzuschauen, und meine Freundin Silvia zu besuchen, die dort lebt. 


Opernhaus und Munch-Museum

Insgesamt ist Kreuzfahrt jetzt vielleicht nicht meine neue Lieblingsart, Urlaub zu machen, war aber sehr nett und ich kann mir vorstellen, es mal wieder zu machen. Vor allem würde ich gern mehr von Norwegen sehen und überlege jetzt, wann ich mal mit der Hurtigruten die Küste entlang fahre.

23 November 2022

Umgezogen!

Am Schluss ging alles schneller als gedacht, und ich bin schon im Oktober nach Berlin umgezogen! Die Wohnungssuche hat sich tatsächlich als schwierig erwiesen (Rekord waren 1.000 Leute, die sich auf eine Anzeige gemeldet hatten...). Der einfache Trick, auf den ich dann gekommen bin, war, stattdessen gleich eine Wohnung zu kaufen. So wohne ich jetzt in Wilmersdorf, im alten Westen nahe Bahnhof Zoo und KaDeWe:

Der Umzug ging ziemlich entspannt über die Bühne, und die Wohnung hat praktischerweise schon eine Küche. So ist nicht mehr viel einzurichten und es ist schon recht wohnlich:

Ich hatte sogar schon den ersten Gast, nämlich den Rupert, mit dem ich dieses Jahr statt Rom praktischerweise in Berlin war - insofern gerechtfertigt, als es hier wirklich erstaunlich gute italienische Restaurants gibt (Tipp: https://www.trattoria-muntagnola.de).

Ansonsten hab ich schon eine Jahreskarte für die Berliner Museen gekauft und mache mich daran, die alle mal zu besuchen. Und ich hab Kontakt zu den paar Berlinerinnen und Berlinern, die ich kenne, aufgenommen und gebe mir Mühe, hier einen ordentlichen Bekanntenkreis aufzubauen. Bis jetzt also alles recht gut hier.

Gäste sind also herzlich willkommen! Und ich hoffe, dass demnächst mein Schlafsofa eintrifft, dann kann ich euch noch komfortabler unterbringen.

02 September 2022

Berlin

Ansonsten ist mein privates Projekt gerade, dass ich versuche, nach Berlin umzuziehen. Ich hatte ja schon öfter damit geliebäugelt – jetzt hat es sich ergeben, dass ich gerade örtlich ungebunden bin (weil ich nicht mehr in Präsenz unterrichte und meine Amtszeit als Toastmasters-Präsident abgelaufen ist). Außerdem war ich im Juni erstmals auf der re:publica, was viel Spaß gemacht hat (hier gibt's die Sessions auf Video). Und es kam dabei heraus, wie viele Organisationen es in Berlin gibt, die in meinem Beriech (Digitale Transformation) aktiv sind. Also denke ich, es wäre interessant, dort zu leben.

Wie sich herausstellt, ist es gar nicht so einfach, dort eine Wohnung zu bekommen, aber ich hoffe, dass es demnächst klappt...

European Championships


Ich bin sehr spät, nämlich erst am letzten Tag, auf die European Championships gekommen, die ja zum Olympia-Jubiläum in München stattfanden. So konnte ich immerhin noch sehen, wie das Radrennen der Damen in ca. 5 Sekunden durch meine Nachbarschaft gefahren ist (Plinganserstraße):

 

ging alles sehr schnell...

Und ich hatte ein Ticket für den letzten Abend der Leichtathletik, der sich als überraschend unterhaltsam herausgestellt hat! Das Stadion war fast voll mit Bombenstimmung, nicht nur bei den deutschen Athlet:innen. Hier ist die Zusammenfassung des Abends.

23 Juli 2022

Co-working am Wendelstein

Die andere Nachricht ist, dass ich am Mittwoch – dem bisher heißesten Tag des Jahres – erstmals auf dem Wendelstein gearbeitet habe! Die Idee war inspiriert von den Hill Stations, in denen die britischen Kolonialherren versucht haben, der indischen Hitze zu entkommen. So etwas bräuchten wir über kurz oder lang auch in Deutschland. Einstweilen müssen wir mit der bestehenden Infrastruktur vorlieb nehmen.

Das geht im Fall des Wendelsteins sehr gut: Von mir aus fährt man mit der (klimatisierten) Bahn etwa eine Stunde nach Osterhofen – derzeit kostenlos dank 9-Euro-Ticket. Dort läuft man 5 Minuten zur Talstation und fährt dann in 7 Minuten mit der Seilbahn auf 1.724 Höhenmeter. Dort ist es ca. 10° C kälter als hier in den Niederungen, und ich konnte gemütlich im Bergrrestaurant arbeiten:

Wem das noch nicht kühl genug ist: Für weitere 2€ kann man die Wendelstein-Höhle besichtigen, an deren tiefster Stelle sich noch Eis gehalten hat.



knowIT: mögliche Zukünfte

Ich habe zum ersten Mal an einem Podcast mirgemacht! Das sind regelmäßig veröffentlichte Audiodateien zu einem Thema - in diesem Fall wird der Podcast von meinen Kolleg:innen an der IU produziert, um den Studis zu zeigen, wie vielfältig die Studienfächer rund um IT sind.

War sehr interessant - es ging um mögliche Zukünfte (Plural) iund wie man sie erfoschen bzw. diskutieren kann. Hört mal rein:

26 Mai 2022

Südtirol

Ich war mit meinen Eltern Anfang Mai eine Woche in Südtirol/ Trentino auf einer Tour durch die Dolomiten. Das Ganze war die zweite Rundreise aus einem Reiseführer, den ich in London gekauft hatte, und der Routen durch schöne Ecken von Italien empfiehlt. Mein Vater hatte sich Südtirol gewünscht, und tatsächlich hat er sich an mehreren Orten erinnert, dass er damals als Kind mit seinen Eltern dort war!

 

Mai ist offiziell Nebensaison in der Region, und zwar wirklich – insbesondere in den italienischsprachigen Regionen hatten fast alle Hotels zu und wir hatten teilweise Schwierigkeiten, Restaurants zu finden, die offen hatten. Umgekehrt war es dadurch nicht überlaufen, und die Berge sind ja trotzdem da:


Landschaftlicher Höhepunkt: Drei Zinnen

Kulinarische Highlights waren zwei Agriturismi, also Bauernhöfe mit Essen/ Unterkunft, die dann doch offen waren und uns sehr gut bekocht haben. Bonus natürlich, dass man hier mit den Leuten auch auf deutsch sprechen kann. 😊

Und wir haben es in das legendäre Wagyu-Steakhaus bei Meran geschafft! Sehr tolle Erfahrung, und sollte man mal gemacht haben! Das Ganze ist ein Anhängsel an einem normalen Steakhaus und an dem Abend waren wir die einzigen Gäste im Anhängsel. Sehr nette Leute, und das Fleisch war natürlich toll! 


Also, schöne Gegend, und ich nehme mir vor, öfter mal hin zu fahren. Wart ihr mal da und habt auch Empfehlungen? Dann schreibt gern einen Kommentar!

10 April 2022

Covid

Ich hab es, trotz dreifacher Impfung, doch noch geschafft, mich mit Covid zu infizieren. :-| Insgesamt war ich einen Tag richtig krank und ein paar Tage angeschlagen (und 10 Tage in Quarantäne...).

"Lustigerweise" hab ich mich gerade auf meiner Geburtsagsfeier angesteckt (die ansonsten sehr nett war). So schließt sich der Kreis: Denn am Anfang der Pandemie, 2020, hatte ich ja auch an meinem Geburtstag einen Risikokontakt und musste in Quarantäne. Im Gegensatz zu damals ist ja das Risiko diesmal kalkulierbarer: man wird eben krank, landet aber eher nicht im Krankenhaus. Trotzdem ärgerlich, nicht zuletzt, weil ich meine Eltern auch gleich angesteckt hab (die haben sich aber auch schon weitgehend erholt).

Also: Passt weiter auf! Pandemie ist noch nicht vorbei.

28 März 2022

an der IU

Höchste Zeit für ein Update zum neuen Beruf: Wie ist es, an der IU zu arbeiten?

Erstmal ist alles natürlich neu und ungewohnt, wie in jedem neuen Job. Das Setup „Professor/in im online-Studium“ ist aber ungewöhnlich genug, um einmal extra darauf einzugehen.

Zunächst mal ist die IU, meine neue Arbeitgeberin, zurzeit sehr erfolgreich und wächst wie verrückt. Seit kurzem ist sie die größte Hochschule für angewandte Wissenschaften in Deutschland (ca. 80.000 Studis). Daran hat das Fernstudium einen nicht unerheblichen Anteil. Die meisten Studis sind wohl berufstätig und studieren nebenher. Es gibt keine Semester, also kann man laufend mit dem Studium anfangen und jederzeit Klausuren schreiben.

Entsprechend gestaltet sich die Lehre anders als an regulären Hochschulen: Es gibt (derzeit) keine Lehrveranstaltungen im engeren Sinn. Die Studis lernen mit Lehrmaterialien, die ihnen von den ProfessorInnen zur Verfügung gestellt werden. Das ist im Prinzip gar nicht so anders als das, was ich in meinem eigenen Fernstudium (damals an der University of London) erlebt hatte – und die machen es seit über 150 Jahren so. An der IU gibt es zusätzlich noch Sprechstunden, in denen Studis Fragen stellen können, und einen Chat, in dem sie innerhalb von 24 Stunden (werktags) Antworten bekommen.

Entsprechend ist das Erstellen von Lehrmaterialien ein zentraler Teil der Tätigkeit (jemand meinte, die IU sei eine Hochschule mit eingebautem Verlag bzw. ein Verlag mit eingebauter Hochschule). Es gibt hunderte von Skripten zu Lehrveranstaltungen, die alle regelmäßig aktualisiert werden, und es kommen immer neue Sachen dazu – anscheinend hat die IU letztes Jahr mehr neue Studiengänge eingeführt als alle anderen deutschen Hochschulen zusammen! Ich bin gerade fast fertig mit meinem ersten Skript, Informatik und Gesellschaft (140 Seiten, hat Spaß gemacht). Zu den Materialien gehören neben den Skripten auch kurze Lehrvideos – ich erstelle demnächst welche.

Ab April steht mir eine neue Erfahrung bevor, da werde ich nämlich am Münchner Campus einmal die Woche einen Kurs unterrichten (Digitale Geschäftsmodele). So wird es erstmal nicht langweilig.

Nschteil ist natürlich, dass man von seinen Kolleginnen und Kollegen nicht viel mitbekommt. Aber zumindest habe ich für die Leute, die mit mir angefangen haben, eine wöchtenliche Kaffeerunde etabliert. Und sobald die Kontaktbeschränkungen mal vorbei sind, ist auch geplant, dass wir uns ein paar Mal im Jahr live treffen. Zumindest ist geplant, die Weihnachtsfeier irgendwann nachzuholen. Wär ich dabei...