So, jetzt hab ich auch die Fotos durchgeschaut… sind doch ein paar gute Tierfotos dabei…:
07 Juli 2026
06 Juli 2026
Fazit: Namibia
Also zwei schöne Wochen und ich war jetzt endlich mal in Afrika. Was gab‘s ansonsten?
Namibia
- Sehr schönes, vielfältiges Land. Wir sind in 2 Wochen 2.600 km gefahren und haben doch noch nicht mal alle Hauptsehenswürdigkeiten gesehen.
- Unsere Tour („Sossusvlei“) war die kurze Einsteigertour, also gut, um überall mal reinzuschmecken. An den meisten Orten hätte man aber auch länger bleiben können. Außerdem gibt‘s Touren, bei denen man auch noch nach Botswana und ggf. Simbabwe kommt, als nochmal mehr Einrücke gewinnt.
- Um nur Tiere zu beobachten, gibt es wohl bessere Länder. Hier hat man aber noch tolle Landschaften, deutsche Kultur in den Städten, prähistorische Stämme, Felsmalereien (noch nicht gesehen…)
- Afrika für Einsteiger: Wenig Gefahren, sehr benutzerfreundlich. Leute (im Tourismus) sprechen Englisch oder sogar Deutsch.
- Tolles Klima im Winter, aber mit riesigen Temperaturschwankungen während des Tages
- Überraschend gutes Essen, v.a. Fleisch (Rinder leben wie Wildtiere, es gibt keine Milchwirtschaft), gerne vom Grill („braai“). Dazu Miliepap (Maisbrei) und interessante Gemüse, besonders die kleinen Kürbisse, die auf Deutsch Rondini heißen, waren lecker. Natürlich guter Seafood in Swakopmund (dem Vernehmen nach).
Chamäleon:
- Sehr sympathischer Anbieter für Studienreisen! Reise war gut geplant, persönlicher durch kleine Gruppen (12 Leute max.). Ungewöhnliche Lodges mit besonderen Eigenschaften (Nacht unterm Sternenhimmel - Dune Star Camp, Familienanschluss - Gelucksport…)
- Guter Reiseleiter aus Schweinfurt, der seit 20 Jahren in Namibia lebt und lange auf der Farm seines Onkels gearbeitet hat. Dadurch kannte er sich richtig gut aus und war außerdem bestens vernetzt.
- Gruppe war sympathisch! 2 junge Leute (20er), 4 Ehepaare + wir. Alle nett und umgänglich. Leider gibt‘s kein Gruppenfoto, was zumindest einer von uns sehr recht ist.
- Insbesondere unsere jungen Teilnehmer sind auf den Geschmack gekommen und planen schon ihre nächsten Reisen. Ich gehe zumindest mal auf die Chamäleon-Erlebnistage - da stellen 12 Reiseleiter:innen von Chamäleon ihre Ziele vor. Demnächst in 11 Städten…
02 Juli 2026
Endgegner Minusgrade
Ein wichtiger Teil meiner Urlaubsplanung war ja, der möglichen Sommerhitze in Berlin zu entkommen - das hat fast zu gut geklappt.
In Berlin gab es während unseres Urlaubs 5 Tage mit mehr als 30° C und einmal 38,4 °C. Für Namibia hab ich keine Statistiken rausgesucht. Gefühlt war es auf dem Spaziergang durch die Wüste am heißesten (aber nicht über 30° C). Nachts war es immer kühl bis sehr kühl und tagsüber meistens sehr angenehm (mit regionalen Unterschieden, z.B. Swakopmund hat immer ein Seeklima und wird wohl auch als das südlichste Ostseebad bezeichnet).
Zum Schluss der Rundreise sind wir für zwei Nächte in der schönen Onjala Lodge, die in der Nähe des Flughafens auf 1.700 Metern Höhe in den Bergen liegt. Unser Reiseleiter ist gestern weitergezogen, aber wir sind immer noch gut betreut, denn die Lodge gehört Chamäleon, unserem Reiseanbieter. So gibt es hier verschiedene Aktivitäten wie Safaris, Wellness und sogar eine Sternwarte!
Allerdings wird es mir langsam zu kalt… Letzte Nacht hatten wir laut Handy -7°C und in der Früh waren es 15°C im Zimmer. Heizungen gibt es nicht, dafür sind die Betten mit elektrischen Heizdecken ausgestattet. Und wir sind ja von der Nacht in der Wüste abgehärtet, also geht es schon.
Jedenfalls sollte man sich im namibischen Winter auf alle Temperaturen, mindestens von 0 bis 30°C einrichten - gerne auch innerhalb eines Tages. Ich bin also froh, dass ich meine Skijacke (Handschuhe, Mütze, Schal…) dabei habe. Und vermisse die deutsche Hitze nicht.
Die alte Art: Bei den San
Am Dienstag haben wir das San Living Museum besucht, auf das ich mich besonders gefreut hatte. Die San sind die Ureinwohner Namibias, die vermutlich 150.000 Jahre lang und bis in die 1970er auf die „alte Art“ gelebt haben - als Jäger und Sammler. Dabei haben sie erstaunliche Überlebensfähigkeiten und eine positive, starke Gesellschaft herausgebildet. Mehr dazu habe ich gerade in meinem Geschwisterblog gebloggt: The Old Way: Exploring Humanity‘s Origins
War sehr interessant, die San zu treffen! Sie haben sehr fröhlich gewirkt und es war toll zu sehen, was sie für Fähigkeiten haben (Pflanzen erkennen, Fallen stellen…). Das Ganze war natürlich etwas touristisch. Trotzdem denke ich, das Museum hilft, ihre Traditionen am Leben zu erhalten (und bringt ihnen etwas Geld ein…).
30 Juni 2026
Heia Safari
Eine der Hauptsehenswürdigkeiten in Namibia ist der Etosha-Nationalpark. Der ist ungefähr doppelt so groß wie Belgien (und war früher noch viel größer…). In der Mitte des Parks liegt eine Salzpfanne, die immer noch doppelt so groß wie das Saarland ist. Drum herum gibt es mehrere Wasserlöcher, die außerdem noch um künstlich angelegte Wasserlöcher ergänzt wurden. Die Kombination aus Wasser und Salz zieht alle möglichen Wildtiere an, die man auf Safaris besichtigen kann.
Wir waren am Montag mit einem einheimischen Guide in einem offenen Jeep unterwegs (was bei 7 Grad anfangs kein reines Vergnügen war, es wird aber natürlich im Lauf des Tages angenehm warm). Die Safari läuft dann so, dass der Guide interessante Tiere er späht und möglichst nah hinfährt. Aussteigen darf man eh nicht, also fotografiert man sie aus dem Auto:
Es gibt eine riesige Vielzahl an Tieren im Park, die man aber nicht alle zu sehen bekommt. Wir hatten z.B. Giraffen und Elefanten und auch zwei Nashörner weit in der Ferne. Dafür aber z.B. keine Wildtiere. Dafür muss man ggf. nochmal länger dort sein - was mehrere Leute aus meiner Gruppe auch konkret planen. Ich selbst fand die Safari auch gut, aber nicht das absolute Highlight der Reise...
Mehr Fotos gibt‘s mal, wenn ich alles sortiert hab.
28 Juni 2026
In den Norden
In Swakopmund haben wir eine Katamaran-Fahrt in Walvis Bay gemacht. Das ist eine Bucht in der Nähe, in der sich der einzige Hochseehafen Namibias befindet (auch Anlaufstelle für Kreuzfahrtschiffe). Höhepunkt war dabei, dass ein paar Robben und Pelikane an Deck kamen und man sie streicheln konnte. Nachmittags sind wir durch die Stadt gelaufen, haben (zu viele) Bücher im deutschen Buchladen gekauft und sehr leckeren Apfelkuchen in Café Anton (ist wohl berühmt) gegessen.
Gestern sind wir lange durch die Gegend gefahren, weil es jetzt Richtung Norden geht. Namibia ist doppelt so groß wie Deutschland (hat aber nur 3 Mio. Einwohner) und wir klappern einen Gutteil des Landes in 2 Wochen ab, also gehört die Fahrerei dazu. Abends sind wir in einer Gästefarm angekommen, die von einer namibischen Familie mit deutschen Wurzeln geleitet wird. D.h. Ihre Vorfahren kamen im 19. Jahrhundert hierher. Unser Reiseleiter ist dagegen gebürtiger Deutscher und inzwischen Namibier, hat aber auch länger auf einer Farm gelebt, die sein Großvater gegründet hat, also verschwimmen die Grenzen zwischen den Nationalitäten ein bisschen. Es kam raus, dass die Gastfamilie seine Familie sogar kennt, denn anscheinend ist Namibia letztlich ein Dorf.
Aussicht zum G&T
Die Farm ist sehr schön und wir sind zum Sonnenuntergang auf eine Anhöhe gefahren und haben Gin & Tonic getrunken. Eigentlich war der Plan, dabei auch Wildtiere zu beobachten, die hatten sich aber fast alle versteckt. Dafür sind wir ab heute zwei Tage im Etosha-Nationalpark, da sollten wir das aufholen können.
Nachts ist es fast etwas kühl (9°C), tags soll es bis zu 27 °C werden...
25 Juni 2026
Zwei Tage Wüste, zwei Nächte Deutschland
Lodge war toll (Namib Desert Lodge) und es standen tatsächlich einmal drei Oryx-Antilopen ein paar Meter vor meinem Zimmer!
Wir haben am Mittwoch einen Ausflug in die Namib gemacht und dort das Deadlvlei und das Sossusvlei angeschaut („vlei“ ist der Fachausdruck für ‚Salz-Ton-Pfanne‘, eine Landschaftsformation in der Wüste). Deadvlei ist vielleicht von Bildern bekannt - es gibt da die berühmten roten Dünen und Kameldornbäume, die seit Jahrhunderten tot sind, aber nicht verfallen, weil es so trocken ist.
Außer in diesem Jahr: Es gab im April ungewöhnlich viel Regen, so dass große Teile der Wüste erblüht sind und im Sossusvlei Wasser stand. Das passiert wohl alle 20 Jahre, insofern war es gut getimt, dass wir jetzt hier sind. Zumindest Reste des Spektakels konnte man gut sehen. Es hatte wohl am Montag nochmal geregnet (auch sehr ungewöhnlich), dadurch war der Sand etwas nass, was es leichter gemacht hat, die Dünen im Deadvlei zu besteigen. Unser Reiseleiter hat uns sehr ermahnt, nicht ohne 2 Liter Wasser in die Wüste zu gehen. Die brauchten wir dann gar nicht, weil die Temperaturen nur in den oberen 20ern waren.
Sossusvlei sah besondern schön aus und es waren fast keine Leute unterwegs:
Mittwoch Abend sind wir dann ein kurzes Stück weiter gefahren zum Dune Star Camp. Das ist eine kleine Außenstelle der vorigen Lodge auf einer der roten Dünen. Hauptattraktion ist, dass man sein Bett auf die Terrasse rollen und unter dem Sternenhimmel schlafen kann. Sonst ist alles sehr einfach, es gibt keine Heizung, kein Internet und nur wenig Strom.
Allerdings war es nachts nur 10 °C und außerdem recht hell wegen Mond, so dass ich irgendwann doch nach drinnen umgezogen bin. Morgens kamen dann auch noch Wolken auf (ungewöhnlich…). War trotzdem ein tolles Erlebnis, den Sternenhimmel auf der Südhalbkugel zum ersten Mal richtig zu sehen. Auch tags ist es sehr schön dort.
Aussicht beim Frühstück
Heute war im Wesentlichen ein Fahrtag - wir sind ca. 5 Stunden nach Swakopmund gefahren. Das gilt als schönste Stadt Namibias und ist v.a. durch die deutsche Kolonialzeit geprägt. Wir sind in einem netten Guesthouse bei einer Gastgeberin, die auch deutsch spricht. Klima ist wechselhaft wegen des Atlantik, aber weiter sehr mild (heute 12 bis 16°C). Und das WM-Spiel läuft nachher wohl einfach so auf dem TV im Hotelzimmer.
Also fühlt es sich etwas so an, als ob wir zwei Nächte in Deutschland Pause machen, bevor das Namibia-Abenteuer weitergeht.
23 Juni 2026
in Namibia
30 Mai 2026
Drei Stunden Kreuzfahrt
Ich bin in Hamburg und war gerade auf der kürzesten Kreuzfahrt der Welt - nämlich genau genommen einer Schiffsbesichtigung, die drei Stunden gedauert hat und zumindest ein leckeres Essen beinhaltet hat.
Ich hege ja immer noch den Gedanken, irgendwann mal eine große Kreuzfahrt zu machen, idealerweise als Weltreise, um möglichst viele der Ecken, die ich noch nicht gesehen habe, mal zu besuchen. Wenn man das recherchiert, landet man schnell bei Phoenix, einem deutschen Veranstalter, der wohl recht gute Routen im Angebot hat. Zumindest gut gebucht sind sie: Für eine Reise ab Dezember 2027 sind schon fast alle Kabinenkategorien ausgebucht...
Also muss das Ganze gut und langfristig vorbereitet werden. Da war es interessant zu sehen, dass man die Phoenix-Schiffe besichtigen kann, während sie im Hafen liegen. So kam es zu der heutigen Aktion. Die 55€, die der Spaß gekostet hat, würden mir sogar angerechnet, wenn ich mal eine Phoenix-Kreuzfahrt buche.
Mehr oder weniger zufällig hab ich mich für die Amadea entschieden, das kleinste Phoenix-Schiff (max. 594 Passagiere) und aktuelle ZDF-Traumschiff. Wirkt gemütlich und elegant, es gibt diverse Restaurants, ein Kino, eine Bibliothek und ein Deck, an dem man einmal ums Schiff laufen kann (370 m). Weniger spektakulär, aber auch entspannter als die AIDAnova, auf der ich damals war (5.000 Passagiere...).
Bibliothek
Zum Essen wurden wir fröhlich zusammengewürfelt und ich hab mich nett mit einigen Kreuzfahrt-Enthusiasten unterhalten. So hab ich gelernt, dass auch eine kurze Kreuzfahrt durch starken Seegang zunichte gemacht werden kann (ok, unsere nicht, aber mein Nachbar war 3 Tage auf Karibik-Kreuzfahrt) und dass das schönste Schiff die Europa ist. Insgesamt waren 120 Leute für die Besichtigung an Bord, durchaus gemischten Alters. Phoenix hat aber wohl einen Ruf dafür, viele ältere Leutchen an Bord zu haben, und es soll sogar Senioren geben, die ganz auf Kreuzfahrtschiffen leben, weil es billiger ist als Pflegeheim. Auch eine Option!
war sehr schmackhaft
Die Besichtigung lief ansonsten so, dass man 3 Stunden lang frei auf dem Schiff herumlaufen konnte. Einige Kabinen in verschiedenen Preiskategorien waren extra für die Besichtigung geöffnet, während der Rest des Schiffes für die neuen Gäste hergerichtet wurde. So konnte man auch in ein paar Suiten schauen, die teilweise einen eigenen Whirlpool haben...
Wenn ihr mehr wissen wollt: Kuckt nicht "Traumschiff", sondern "Verrückt nach Meer" in der ARD - das spielt auf (anderen) Phoenix-Schiffen.Ansonsten habe ich heute Abend noch einen interessanten Landgang: Ich hab eine Karte für die Elbphilharmonie ergattert und höre dort englische Musik.
16 Mai 2026
Ask (Jeeves)
Ich erzähle nicht mehr oft davon, weil seitdem so viel passiert ist, aber: mein erster Job nach dem Studium war tatsächlich bei einer amerikanischen Suchmaschine, die damals noch Ask Jeeves hieß. Im Jahr 2000 bin ich als einer von drei Deutschen nach einem Vorstellungsgespräch per Videokonferenz (!!) eingestellt worden, um Ihnen zu helfen, den deutschen Ableger zu etablieren. Ich hatte mich sehr darauf gefreut, weil es ein interessantes Konzept war (man stellt eine Frage und es gibt menschlich kuratierte Antworten dazu). Außerdem war und bin ich großer Fan der Jeeves-Romane von P.G. Wodehouse. Jedenfalls sollte ich erst für ein paar Monate zur Einarbeitung ins Silicon Valley kommen, danach würde in Deutschland das Geschäft aufgenommen.
Leider wurde nur nichts aus dem Ganzen: Nachdem ich meine Wohnung weiter vermietet und Abschied gefeiert hatte, erhielt ich eine Absage, weil der Geldgeber abgesprungen war. So war das damals zur Zeiten der Dotcom-Bubble... Immerhin haben sie mir das Gehalt für so etwas wie 2 Monate bezahlt. So hatte ich einen maximal unglücklichen Einstieg ins Arbeitsleben und eine längere Jobsuche während einer Wirtschaftskrise. Letztlich hatte ich dann über Beziehunen meinen ersten Job in einer kleinen Multimedia Agentur in München gefunden, und habe ja dann später bei einer anderen Suchmaschine gearbeitet.
Das erzähl ich alles jetzt, weil gerade die Meldung kam, dass Ask ("Jeeves" wurde länger nicht mehr verwendet, weil sie offensichtlich keine Rechte hatten, den Namen zu nutzen) seine Geschäftstätigkeit eingestellt hat. Auf der Website gibt es noch eine melancholische Abschiedsnachricht:
Einerseits schade, andererseits hatte ich sie natürlich auch schon lange nicht mehr genutzt. Es gab zwar doch noch einen deutschen Dienst, aber erst 2006, lustigerweise genau zu der Zeit, als ich angefangen habe, bei Google zu arbeiten (, damals bzw. dort spielte Ask Jeebes aber nie eine große Rolle). In den USA waren sie längere Zeit als Nischenanbieter recht beliebt, das hat aber wohl nicht gereicht. Und letztlich war das Geschäftsmodell, Suchergebnisse von Menschen kuratieren zu lassen, auch nicht skalierbar.
Kulturtipp: Wenn ihr die Romane noch nicht kennt, schaut euch mal die Serie an: Jeeves and Wooster mit Hugh Laurie und Stehen Fry.
27 März 2026
Digitale Souveränität
Digitale Souveränität ist ja gerade ein großes Thema. Mit den schwierigeren Beziehungen zu den USA stellt sich die Frage, ob es eigentlich eine gute Idee ist, seine Daten und Services amerikanischen Anbietern anzuvertrauen. Ich bin da schon etwas weiter - weil ich von den ständigen, nicht optionalen KI-Angeboten genervt bin, hab ich von mir aus angefangen, auf manche Dienste zu verzichten.
- vor allem benutze ich seit letztem Jahr nicht mehr Google als Suchmaschine, sondern kagi. Kostet zwar etwas (und ist auch amerikanisch...), verarbeitet dafür aber keine Daten von Nutzys und nutzt KI nur, wenn man ausdrücklich drum bittet. Ich hatte in meinem externen Blog ausführlich darüber geschrieben.
- Microsoft Office mit seinem grässlichen Copilot nicht mehr zu nutzen, war (für private Zwecke) überaus einfach. So nutze (und unterstütze) ich jetzt LibreOffice, das noch nicht in jeder Hinsicht perfekt ist, aber hey! Ansonsten schreibe ich jetzt öfters mal in anderen Anwendungen, z.B. markdown-Notizen (derzeit in Typora) oder größere Texte in Scrivener.
- Zum Speichern von Dateien und für sonstige Dienste hatte ich erst nextcloud ausprobiert, was mir aber etwas zu kompliziert war. So bin ich jetzt bei Proton aus der Schweiz, die teilweise sehr gute Dienste (z.B. Proton Mail!) anbieten und die besonders mit Datenschutz und Sicherheit werben. Mal sehen.
- ansonsten teste ich verschiedene andere Dienste und schau mal, was dabei rauskommt.
01 März 2026
Plan: Namibia
Ich war ja noch nie in Afrika, und auch noch nicht auf der südlichen Halbkugel (das Südlichste war bisher wohl Singapur). Das will ich jetzt ändern, schon um den Kontinent auch mal gesehen zu haben. Eine Nachbarin hat einen Sohn, der in Namibia lebt, und schwärmt immer sehr von dem Land. Anscheinend ist es schön, sicher und benutzerfreundlich. So hab ich mich entschieden, dieses Jahr zusammen mit einer Freundin dorthin zu reisen.
Wir reisen mit einem kleinen Anbieter von Studienreisen aus Berlin, der sich Chamäleon nennt. Lustigerweise bin ich auf den über ChatGPT gestoßen (, das ich weiterhin extrem selten nutze): ich hatte mir eine Übersicht über Anbieter von Studienreisen geben lassen, und Chamäleon klang sympathisch. Das ist unsere geplante Reise: https://www.chamaeleon-reisen.de/Afrika/Namibia/Sossusvlei.
Das Ganze passt außerdem in meine Strategie, der deutschen Sommerhitze zu entgehen: Weil Namibia ziemlich weit südlich liegt, ist dort Winter, wenn wir da sind. Also sollten die Temperaturen höchstens um die 25 °C liegen. Darauf bin ich gespannt, und auch, ob es nachts in der Wüste wirklich 0 °C wird (denn wir übernachten einmal in der Wüste, mit der Option, unter dem Sternenhimmel zu schlafen...).
Frieren in Afrika? (Foto: Chamäleon)
Einzelne namibische Ortsnamen kenne ich schon sehr gut, weil ich in München im Kolonialviertel aufgewachsen bin, wo es etwa eine Swakopmunder Straße und eine Windhuker Straße gibt. Was es dort nicht mehr gibt, ist die von-Trotha-Straße: In meiner Jugend gab es eine lange Diskussion, ob sie umbenannt werden sollte, da der Namensgeber für das deutsche Massaker an den Herero verantwortlkich war. Das war letztlich erfolgreich, und so heißt die Straße seit 2007 Hererostraße.
ausrangiertes Straßenschild in einer Ausstellung im NS-Dokumentationszentrum München
Also kann man sich in Namibia auch über das Wirken der Deutschen während der Kolonialzeit informieren. Und es gibt wohl noch etliche Spuren deutscher Kultur und Küche. Mal sehen.
Außer den Herero gibt es verschiedene andere eingeborene Stämme, darunter die San, die als möglicherweise ältestes Volk der Welt gelten, weil sie seit 20.000 Jahren ihren Lebenswandel als Jäger und Sammler pflegen. Wird also auch interessant, darüber etwas zu hören.
Sonst gibt es schöne Landschaften (die Namib ist die älteste Wüste der Welt, mit wohl spektakulären Dünen) und natürlich die afrikanische Tierwelt zu bewundern. Und den Sternenhimmel auf der Südhalbkugel, auf den ich mich auch sehr freue... Könnte also interessant werden.
Um mich auf alles gut vorzubereiten, hab ich mir in Dussmanns Kulturkaufhaus alle Namibia-Reiseführer angeschaut (es gab 5 oder 6) und mich für den vom Stefan Loose-Verlag entschieden. Im Nachhinein kam heraus, dass der Autor und die Autorin ein Reiseunternehmen leiten, das lokaler Partner von Chamäleon ist. So passt alles zusammen...
Vorschau: Wenn ich danach nicht genug von Afrika habe, überlege ich, 2027 nach Ägypten zu reisen, wo es die Sonnenfinsternis des Jahrhunderts (6:22 Minuten!) gibt, die u.a. in Luxor zu sehen sein wird. Das aber im August... Ansonsten heiratet mein Bruder dieses Jahr seine kenianische Freundin, also komme ich vielleicht auch dort mal hin.
01 Februar 2026
Winter in Berlin
Das Jahr ging dramatisch los in Berlin, mit einem Stromausfall, der dazu führte, das 100.000 Leute bis zu vier Tage keinen Stron (kein Licht, Internet, Hirzung...) hatten. Glücklicherweise war ich nicht betroffen. Ich versuche ja, auf grundlegende Krisen zumindest etwas vorbereitet zu sein, weiß aber nicht, wie man sich auf sowas vorbereitet. Soll ich mir jetzt einen Stromgenerator kaufen?
Zudem erwischte der Stromausfall die Stadt in einem der kältesten Winter seit langem, mit teilweise zweistelligen Minusgraden. Und es wurde mal wieder klar, dass die Stadt auf Zwischenfälle aller Art nicht so gut vorbereitet ist, wie sie vielleicht meint. Ich hab einen Betroffenen getroffen, der ziemlich sauer war, weil er in seinem Rathaus niemanden gefunden hatte, der helfen konnte oder auch nur genug Durchblick hatte. Das schlechte Bild, das der Regierende Büregermeister insgesamt abgegeben hat, passt da gut dazu.
Verbrauchertipp: Passenderweise hatte ich mir gerade ein Solarradio mit Kurbel für solche Notfälle angeschafft, das man wohl schon haben sollte. Mein Bekannter meinte, dass er erst nach 6 Stunden erfahren hat, was los war, als eine Nachbarin bei ihm vorbeikam...
Einstweilen gab es am vergangenen Wochenende so viel Eisregen, dass das gesamte Trambahnnetz in Berlin stillgelegt werden musste und erst nach mehreren Tagen langsam wieder in Betrieb ging. Besonders ungünstig, weil es das viertgößte Trambahnnetz der Welt ist und es insbesondere im Ostteil der Stadt keine Alternativen dazu gibt.
Unser Haus hat heuer immerhin Witnerdienst (hatte die letzten Jahre nicht geklappt), aber es ist ganz schön glatt:
Blick aus der Küche
Ich genieße trotzdem den Winter, gehe gelegentlich in die Sauna und hab es schön warm zuhause. Nächstes Wochenende plane ich ein Studienwochenende in Neuruppin und hoffe, dass alles klappt...
02 Januar 2026
BRexit
Zum Ende des Jahres bin ich aus allen Betriebsratsgremien (Betriebsrat Berlin, Gesammtbetriebsrat, Gesamtbetriebsausschuss und IT-Ausschuss des Gesamtbetriebsausschusses) zurückgetreten. War eine tolle Erfahrung, aber wurde alles etwas viel und ich freue mich jetzt, wieder mehr Zeit für Lehre und Forschung zu haben. Für alle, die nicht auf LinkedIn sind, hier mein Beitrag mit mehr Details (ggf. drauf klicken zum Vergrößern):

















