Die letzte Neuigkeit ist, dass ich nach dem Flexit schon im März wieder bei den Grünen eingetreten bin. Das erste Mal wurde es v.a. deshalb nichts, weil ich in Dublin war und von dort aus nicht aktiv mitmischen konnte. So hab ich neben der Job- und Wohnungssuche etwas im Landtagswahlkampf mitgeholfen. Insbesondere hab ich in Trudering für Sanne Kurz, unsere Direktkandidatin im Stimmkreis, geworben:
Auch wenn es mit dem Politikwechsel diesmal nicht geklappt hat, haben sich die Grünen ja gut geschlagen und sind jetzt die zweitgrüßte Fraktion im Landtag. Sanne hat es knapp nicht geschafft, den Stimmkreis zu gewinnen (was auch eine Sensation gewesen wäre), ist aber über die Liste im Landtag gelandet und wird dort sicher Gutes tun. So freue ich mich, dass mein Engagement etwas gebracht hat (und stelle fest, dass ich in Großbritannien keine Lust dazu gehabt hätte).
Nach meinem Umzug hab ich auch den Ortsverband gewechselt und gehöre jetzt zu den Grünen in Sendling. Dort muss ich erstmal wieder Kontakte aufbauen, aber die erste Veranstaltung, auf der ich war, war sehr vielversprechend. Und die nächste Wahl kommt ja bald...
28 November 2018
Umgezogen
Kurz vor dem neuen Job bin ich noch umgezogen – ich hatte im Lauf des Sabbaticals schon gemerkt, dass ich mich in München wohlfühle und gerne bleiben würde, und somit schon eine Weile nach einer Wohnung gesucht. Das ist aber nicht so leicht, wenn man gleichzeitig nach einem Job sucht. So wohne ich jetzt in einer Wohnung, die meiner Mutter gehört und die sie eigentlich verkaufen wollte, um ihren Ruhestand zu finanzieren. Anscheinend wollte sie aber niemand kaufen, und das kam gerade heraus, als ich versucht hab, eine Wohnung zu finden. So bin ich dann dort eingezogen.
Wohnung liegt direkt am Harras in einer Beton-Wohnanlage von 1969 und die S-Bahn fährt direkt am Fenster vorbei. Umgekehrt ist sie hell und gemütlich, und sehr ruhig, weil mein Schlafzimmer zum Innenhof geht.
Der andere Nachteil ist, dass die Wohnung ganz schön groß ist, nämlich 85m², so dass ich sie unmöglich alleine bewohnen kann (nachdem mein Zimmer in London ungefähr 12 m² hatte). Glücklicherweise hab ich über einen Freund einen Mitbewohner gefunden, der aus der Oberpfalz kommt und hier gerade ein Trainee-Programm als Fitnesstrainer durchläuft. Der wohnt jetzt für ein halbes Jahr bei mir, dann schaun wir mal. Somit muss ich auch die Miete nicht alleine zahlen, was natürlich prima ist.
Neuer Job
So, länger nicht gebloggt – das liegt nicht daran, dass nichts los war, sondern eher daran, dass ich die meisten Leser jetzt öfter treffe als früher und somit immer nicht weiß, ob ich noch viel bloggen muss... Tatsächlich ist einiges passiert und ich gebe mir heute mal Mühe, euch auf dem Laufenden zu halten:
Vor allem hab ich einen neuen Job gefunden! Mein „Sabbatical“ endet im Dezember und ich fange an, bei der Hochschule für Angewandte Wissenschaften München (der früheren Fachhochschule) als Programmmanager zu arbeiten.
Der Job klingt super interessant (hier ist noch die Stellenanzeige). Die Hochschule sucht nach Möglichkeiten, ihre Wissenschaften besser anzuwenden, und hat dafür ein Netzwerk mit Partnern aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Politik gegründet, das sich M:UniverCity nennt. Darin definieren die Partner Probleme, die sie haben, und die Hochschule setzt dann Projekte auf, in denen ProfessorInnen und Studierende daran arbeiten, diese Probleme anzugehen. Ein Schlagwort hier ist „Co-creation“, also die gemeinsame Erstellung von Lösungen zusammen mit den Betroffenen (anstatt erst zu forschen und dann zu überlegen, wie sich die Ergebnisse anwenden lassen).
Ich werde innerhalb dieses Netzwerks am Digital Transformation Lab arbeiten, das sich mit Problemen bei der Digitalisierung von Lehre, Forschung und Verwaltung beschäftigt, und dort Projekte starten und leiten. Das Ganze ist noch im Aufbau begriffen, so dass auch noch nicht ganz klar ist, wie sich der Job gestaltet, aber die Kollegen haben schon mal einen sehr sympathischen Eindruck gemacht. Montag geht's los, dann weiß ich mehr.
Vor allem hab ich einen neuen Job gefunden! Mein „Sabbatical“ endet im Dezember und ich fange an, bei der Hochschule für Angewandte Wissenschaften München (der früheren Fachhochschule) als Programmmanager zu arbeiten.
Der Job klingt super interessant (hier ist noch die Stellenanzeige). Die Hochschule sucht nach Möglichkeiten, ihre Wissenschaften besser anzuwenden, und hat dafür ein Netzwerk mit Partnern aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Politik gegründet, das sich M:UniverCity nennt. Darin definieren die Partner Probleme, die sie haben, und die Hochschule setzt dann Projekte auf, in denen ProfessorInnen und Studierende daran arbeiten, diese Probleme anzugehen. Ein Schlagwort hier ist „Co-creation“, also die gemeinsame Erstellung von Lösungen zusammen mit den Betroffenen (anstatt erst zu forschen und dann zu überlegen, wie sich die Ergebnisse anwenden lassen).
Ich werde innerhalb dieses Netzwerks am Digital Transformation Lab arbeiten, das sich mit Problemen bei der Digitalisierung von Lehre, Forschung und Verwaltung beschäftigt, und dort Projekte starten und leiten. Das Ganze ist noch im Aufbau begriffen, so dass auch noch nicht ganz klar ist, wie sich der Job gestaltet, aber die Kollegen haben schon mal einen sehr sympathischen Eindruck gemacht. Montag geht's los, dann weiß ich mehr.
18 Juni 2018
Flexit
Ich war nochmal knapp zwei Wochen in London, weil ich an meiner Uni Klausuren korrigiert hab. Erst auf dem Rückflug fiel mir dann auf, dass das jetzt ja der offizielle Flexit (Florian exiting Britain) war. Denn weil ich schon da war, hab ich meinen Umzug organisiert und meine Londoner Sachen aus den zwei Mietlagern eingesammelt, in denen sie noch lagen. Somit bin jetzt weder ich noch meine Sachen mehr in England.
Mit etwas Glück werden meine Sachen dann im Juli nach München geliefert, was dann interessant wird, weil ich erstmals seit sehr langer Zeit wieder meinen gesamten Hausrat an einem Ort habe (also Rama Dama steht bevor).
Insgesamt hat der Flexit also ungefähr drei Monate gedauert und weniger als 1.000 £ gekostet. Nicht schlecht im Vergleich zum Brexit. Während dort das Chaos zunimmt, gibt es jetzt bei Wetherspoons (pro-Brexit Pubs) kein deutsches Bier mehr. So bin ich doch froh, dass ich mir das Ganze jetzt von außen anschauen kann.
immerhin noch ein Foto gemacht.
Mit etwas Glück werden meine Sachen dann im Juli nach München geliefert, was dann interessant wird, weil ich erstmals seit sehr langer Zeit wieder meinen gesamten Hausrat an einem Ort habe (also Rama Dama steht bevor).
Insgesamt hat der Flexit also ungefähr drei Monate gedauert und weniger als 1.000 £ gekostet. Nicht schlecht im Vergleich zum Brexit. Während dort das Chaos zunimmt, gibt es jetzt bei Wetherspoons (pro-Brexit Pubs) kein deutsches Bier mehr. So bin ich doch froh, dass ich mir das Ganze jetzt von außen anschauen kann.
04 April 2018
Sabbatical
Ich bin am 7.3. gut (per Zug) in München angekommen und jetzt schon mitten im Sabbatical. Habe schon eine knappe Woche in Kriseszell verbracht. Noch nicht wahnsinnig viel Fortschritt mit dem Schreiben gemacht, weil so viel anderes zu tun ist. Unter anderem war ich fast zwei Wochen in Berlin, um zu sehen, ob es sich da leben lässt (Kurzversion: ja). War sehr nett, weil auch diverse Leute aus München und London dazu gekommen sind.
Wieder in München hab ich es am Ostermontag endlich mal geschafft, eine Wanderung im Umland zu unternehmen. Ich war mit dem Sascha am Kochelsee, wo es sehr hübsch ist:
"dit is Berlin"
seltener Sonnentag (Kreuzberg)
Alte Nationalgalerie
Tempelhofer Feld
04 März 2018
Reiseplan: Alpenstraße
Unabhängig vom Sabbatical hab ich vor, dieses Jahr mal die deutsche Alpenstraße abzufahren. Die kenne ich auch erst, seit ich mir in London einen Reiseführer zum Thema "Back Roads Germany" gekauft hab. Sieht aber toll aus: Von Lindau über die Wieskirche, Neuschwanstein, Kloster Benediktbeuern bis nach Berchtesgaden und zum Königsee ist alles geboten. Außerdem hatte ich den Bodensee schon länger auf der Liste, weil es da ja auch die Insel Mainau gibt, außerdem die prähistorischen Pfahlbauten und und und.
Es ist schwierig, eine Website zu finden, die gescheite Bilder von der Alpenstraße hat. Die hier gefällt mir noch am ehesten. Ansonsten mache ich mir halt selber ein Bild.
Königssee (Wikipedia)
Es ist schwierig, eine Website zu finden, die gescheite Bilder von der Alpenstraße hat. Die hier gefällt mir noch am ehesten. Ansonsten mache ich mir halt selber ein Bild.
Sabbaticalpläne
Inzwischen habe ich hier schon Abschied gefeiert (etwas erschwert durchs Schneechaos, das hier "the beast from the east" hieß). Jetzt packe ich meine Sachen, lagere sie erstmal hier ein (man weiß ja nie) und reise dann am Mittwoch per Bahn nach München. Schnee ist inzwischen geschmolzen, so dass die Hoffnung besteht, dass alles glatt geht.
Mein Plan fürs Sabbatical ist dann, dass ich mir Zeit nehme, an meinen Veröffentlichungen zu arbeiten. Meine Doktorarbeit ist schön und gut, aber um einen guten Job zu bekommen, muss ich Teile davon in den richtigen journals veröffentlichen, was nochmal dauern kann. Bis jetzt hab ich vor, unter der Woche in Kriseszell zu sein (dem Dorf im bayerischen Wald, wo meine Eltern ihr Ferienhaus haben). Das versuche ich gleich nächste Woche mal von Sonntag bis Donnerstag. An den Wochenenden bin ich dann eher in München, damit mir die Decke nicht zu sehr auf den Kopf fällt.
Der andere Plan ist natürlich, mir zu überlegen, was ich weiterhin machen will und wo ich als nächstes hinziehe. Dazu will ich während dem Sabbatical etwas herumreisen und mir ein paar mögliche Orte anschauen – als erstes Berlin in der zweiten Märzhälfte.
Sowieso hab ich immer noch zwei Bewerbungen laufen, die zufällig für Jobs in Berlin sind. Bleibt also spannend...
Natürlich freu ich mich sowohl in München als auch in Kriseszell über Besucher - lasst von euch hören!
Mein Plan fürs Sabbatical ist dann, dass ich mir Zeit nehme, an meinen Veröffentlichungen zu arbeiten. Meine Doktorarbeit ist schön und gut, aber um einen guten Job zu bekommen, muss ich Teile davon in den richtigen journals veröffentlichen, was nochmal dauern kann. Bis jetzt hab ich vor, unter der Woche in Kriseszell zu sein (dem Dorf im bayerischen Wald, wo meine Eltern ihr Ferienhaus haben). Das versuche ich gleich nächste Woche mal von Sonntag bis Donnerstag. An den Wochenenden bin ich dann eher in München, damit mir die Decke nicht zu sehr auf den Kopf fällt.
Kriseszell von oben
Unser Haus
Der andere Plan ist natürlich, mir zu überlegen, was ich weiterhin machen will und wo ich als nächstes hinziehe. Dazu will ich während dem Sabbatical etwas herumreisen und mir ein paar mögliche Orte anschauen – als erstes Berlin in der zweiten Märzhälfte.
Sowieso hab ich immer noch zwei Bewerbungen laufen, die zufällig für Jobs in Berlin sind. Bleibt also spannend...
Natürlich freu ich mich sowohl in München als auch in Kriseszell über Besucher - lasst von euch hören!
10 Februar 2018
3x München
Wie es der Zufall will, bin ich die nächsten Wochen dreimal in München:
- Nächste Woche von Dienstag bis Donnerstag beruflich (mache noch ein paar Interviews für mein Forschungsprojekt)
- dann vom 22.-26. Februar, weil am 23. mein Vater seinen 80. Geburtstag feiert
- und schließlich ab 7. März für mein Sabbatical. Merkt schon mal meinen Geburtstag vor (16.) - diesmal mit Feier in München!
Somit sollte für jeden etwas dabei sein und ich freu mich, wenn wir uns sehen.
17 Januar 2018
Soft Flexit und Sabbatical
Mein Vertrag an der LSE geht bis zum 7. März und es sieht nicht so aus, dass ich danach dort bleiben kann. So plane ich, für mindestens 6 Monate ein Sabbatical einzulegen und währenddessen an meinen Veröffentlichungen zu arbeiten. Damit hab ich einerseits bessere Chancen, einen akademischen Job zu finden, andererseits würden die meisten Jobs wohl eh nicht vor Beginn des neuen akadmeischen Jahres (Oktober) losgehen.
Dafür macht es nicht viel Sinn, dass ich in London bleibe, außerdem gehen mir die Brexit-Pläne (und deren Umsetzung) zunehmend auf den Wecker. Somit werde ich den Großteil meiner Sachen erstmal hier einlagern und nach Deutschland ziehen („soft Flexit“), wo ich dann zwischen München und Kriseszell pendle. Außerdem plane ich, herumzureisen und ein paar Leute zu besuchen. Nebenher nutze ich die Zeit, um zu überlegen, wo ich in Zukunft leben und was ich arbeiten will.
Also, wird eine interessante Zeit... Nebenher hab ich noch zwei Bewerbungen laufen, also kann auch alles nochmal anders kommen.
Dafür macht es nicht viel Sinn, dass ich in London bleibe, außerdem gehen mir die Brexit-Pläne (und deren Umsetzung) zunehmend auf den Wecker. Somit werde ich den Großteil meiner Sachen erstmal hier einlagern und nach Deutschland ziehen („soft Flexit“), wo ich dann zwischen München und Kriseszell pendle. Außerdem plane ich, herumzureisen und ein paar Leute zu besuchen. Nebenher nutze ich die Zeit, um zu überlegen, wo ich in Zukunft leben und was ich arbeiten will.
Also, wird eine interessante Zeit... Nebenher hab ich noch zwei Bewerbungen laufen, also kann auch alles nochmal anders kommen.
Abonnieren
Posts (Atom)













