27 September 2026

Reisezeit

Leute, die behaupten, dass ich hauptsächlich über Reisen blogge, bekommen heute wieder etwas Futter, denn tatsächlich reise ich gerade ungewöhnlich viel und berichte natürlich gerne darüber.

Im September war ich zum ersten Mal richtig in Polen und hab ein Wochenende in Stettin verbracht. Interessante Stadt, die unter anderem über eines der ältesten Kinos der Welt verfügt.

 
Stettin: Marktplatz...

 

... und  Pionier1907 (hieß früher Pionier 1909)

Mit den Kolleginnen und Kollegen vom Fernstudium gibt es ein paar Formate, innerhalb derer wir uns gelegentlich treffen. So wren wir kurz danach zwei Tage auf dem Vogelsberg bei Fulda in einem sehr netten Wellnesshotel. Ich hab sogar selbst noch das Wochenende draufgelegt, weil ich Fulda gerne mal sehen wollte (schöne Stadt, alte Kirche) und auch mal wieder ein ruhiges Studienwochenende einlegen wollte (ließ sich gut kombinieren).

 Michaelskirche, Fulda

Dieses Wochenende war ich in Hamburg, auf dem Alumni-Treffen der LSE. Das findet in Deutschland einmal im Jahr statt, es gibt meistens leckeres Essen und ein tolles Programm und niemand fragt mich, ob ich Geld spenden möchte (stattdessen spende ich Zeit und werde versuchen, einen Alumni-Stammtisch in Berlin zu etablieren). Treffen war jedenfalls wieder interessant und es gab eine eklektische Gruppe von Alumni zu treffen.

 

 rechts im Bild: Restaurant am Kai, wo das Dinner stattfand 

Wo ich schon dort war, hab ich die Gelegenheit genutzt, eine nette Kollegin in Hamburg zu treffen, mit der ich viel zusammenarbeite, die ich aber seit 3 Jahren nicht mehr (wie sagt man?) im wirklichen Leben getroffen habe, weil sie eben nicht auf dem Vogelsberg dabei war. 

Außerdem war ich heute auf Helgoland, das man von Hamburg aus elegant per Katamaran erreichen kann. War sehr hübsch und man kann dort zollfrei einkaufen. Trotzdem bin ich nicht sicher, ob es mehr als einen Tagesausflug hergibt (per Katamaran hat man ca. 4 Stunden Aufenthalt). Als Ort für die nächste Coolcation ist es wahrscheinlich zu klein und nicht wirklich praktikabel. 

Morgen geht’s gleich weiter zu meinen Eltern, und im Oktober steht ein Urlaub in der Toskana ins Haus. Berichte ich dann.

07 Juli 2026

Fotos

So, jetzt hab ich auch die Fotos durchgeschaut… sind doch ein paar gute Tierfotos dabei…: 

https://www.icloud.com/sharedalbum/#B2T5fk75vpG3aI 

06 Juli 2026

Fazit: Namibia

Also zwei schöne Wochen und ich war jetzt endlich mal in Afrika. Was gab‘s ansonsten?

Namibia

  • Sehr schönes, vielfältiges Land. Wir sind in 2 Wochen 2.600 km gefahren und haben doch noch nicht mal alle Hauptsehenswürdigkeiten gesehen.
  • Unsere Tour („Sossusvlei“) war die kurze Einsteigertour, also gut, um überall mal reinzuschmecken. An den meisten Orten hätte man aber auch länger bleiben können. Außerdem gibt‘s Touren, bei denen man auch noch nach Botswana und ggf. Simbabwe kommt, als nochmal mehr Einrücke gewinnt.
  • Um nur Tiere zu beobachten, gibt es wohl bessere Länder. Hier hat man aber noch tolle Landschaften, deutsche Kultur in den Städten, prähistorische Stämme, Felsmalereien (noch nicht gesehen…)
  • Afrika für Einsteiger: Wenig Gefahren, sehr benutzerfreundlich. Leute (im Tourismus) sprechen Englisch oder sogar Deutsch.
  • Tolles Klima im Winter, aber mit riesigen Temperaturschwankungen während des Tages
  • Überraschend gutes Essen, v.a. Fleisch (Rinder leben wie Wildtiere, es gibt keine Milchwirtschaft), gerne vom Grill („braai“). Dazu Miliepap (Maisbrei) und interessante Gemüse, besonders die kleinen Kürbisse, die auf Deutsch Rondini heißen, waren lecker. Natürlich guter Seafood in Swakopmund (dem Vernehmen nach).

Chamäleon:

  • Sehr sympathischer Anbieter für Studienreisen! Reise war gut geplant, persönlicher durch kleine Gruppen (12 Leute max.). Ungewöhnliche Lodges mit besonderen Eigenschaften (Nacht unterm Sternenhimmel - Dune Star Camp, Familienanschluss - Gelucksport…)
  • Guter Reiseleiter aus Schweinfurt, der seit 20 Jahren in Namibia lebt und lange auf der Farm seines Onkels gearbeitet hat. Dadurch kannte er sich richtig gut aus und war außerdem bestens vernetzt.
  • Gruppe war sympathisch! 2 junge Leute (20er), 4 Ehepaare + wir. Alle nett und umgänglich. Leider gibt‘s kein Gruppenfoto, was zumindest einer von uns sehr recht ist.
  • Insbesondere unsere jungen Teilnehmer sind auf den Geschmack gekommen und planen schon ihre nächsten Reisen. Ich gehe zumindest mal auf die Chamäleon-Erlebnistage - da stellen 12 Reiseleiter:innen von Chamäleon ihre Ziele vor. Demnächst in 11 Städten…

02 Juli 2026

Endgegner Minusgrade

Ein wichtiger Teil meiner Urlaubsplanung war ja, der möglichen Sommerhitze in Berlin zu entkommen - das hat fast zu gut geklappt.

In Berlin gab es während unseres Urlaubs 5 Tage mit mehr als 30° C und einmal 38,4 °C. Für Namibia hab ich keine Statistiken rausgesucht. Gefühlt war es auf dem Spaziergang durch die Wüste am heißesten (aber nicht über 30° C). Nachts war es immer kühl bis sehr kühl und tagsüber meistens sehr angenehm (mit regionalen Unterschieden, z.B. Swakopmund hat immer ein Seeklima und wird wohl auch als das südlichste Ostseebad bezeichnet).

Zum Schluss der Rundreise sind wir für zwei Nächte in der schönen Onjala Lodge, die in der Nähe des Flughafens auf 1.700 Metern Höhe in den Bergen liegt. Unser Reiseleiter ist gestern weitergezogen, aber wir sind immer noch gut betreut, denn die Lodge gehört Chamäleon, unserem Reiseanbieter. So gibt es hier verschiedene Aktivitäten wie Safaris, Wellness und sogar eine Sternwarte!

Allerdings wird es mir langsam zu kalt… Letzte Nacht hatten wir laut Handy -7°C und in der Früh waren es 15°C im Zimmer. Heizungen gibt es nicht, dafür sind die Betten mit elektrischen Heizdecken ausgestattet. Und wir sind ja von der Nacht in der Wüste abgehärtet, also geht es schon.

Jedenfalls sollte man sich im namibischen Winter auf alle Temperaturen, mindestens von 0 bis 30°C einrichten - gerne auch innerhalb eines Tages. Ich bin also froh, dass ich meine Skijacke (Handschuhe, Mütze, Schal…) dabei habe. Und vermisse die deutsche Hitze nicht.


Zwiebellook (kalter Morgen in den Dünen)

Die alte Art: Bei den San

Am Dienstag haben wir das San Living Museum besucht, auf das ich mich besonders gefreut hatte. Die San sind die Ureinwohner Namibias, die vermutlich 150.000 Jahre lang und bis in die 1970er auf die „alte Art“ gelebt haben - als Jäger und Sammler. Dabei haben sie erstaunliche Überlebensfähigkeiten und eine positive, starke Gesellschaft herausgebildet. Mehr dazu habe ich gerade in meinem Geschwisterblog gebloggt: The Old Way: Exploring Humanity‘s Origins

War sehr interessant, die San zu treffen! Sie haben sehr fröhlich gewirkt und es war toll zu sehen, was sie für Fähigkeiten haben (Pflanzen erkennen, Fallen stellen…). Das Ganze war natürlich etwas touristisch. Trotzdem denke ich, das Museum hilft, ihre Traditionen am Leben zu erhalten (und bringt ihnen etwas Geld ein…).