07 Juli 2026

Fotos

So, jetzt hab ich auch die Fotos durchgeschaut… sind doch ein paar gute Tierfotos dabei…: 

https://www.icloud.com/sharedalbum/#B2T5fk75vpG3aI 

06 Juli 2026

Fazit: Namibia

Also zwei schöne Wochen und ich war jetzt endlich mal in Afrika. Was gab‘s ansonsten?

Namibia

  • Sehr schönes, vielfältiges Land. Wir sind in 2 Wochen 2.600 km gefahren und haben doch noch nicht mal alle Hauptsehenswürdigkeiten gesehen.
  • Unsere Tour („Sossusvlei“) war die kurze Einsteigertour, also gut, um überall mal reinzuschmecken. An den meisten Orten hätte man aber auch länger bleiben können. Außerdem gibt‘s Touren, bei denen man auch noch nach Botswana und ggf. Simbabwe kommt, als nochmal mehr Einrücke gewinnt.
  • Um nur Tiere zu beobachten, gibt es wohl bessere Länder. Hier hat man aber noch tolle Landschaften, deutsche Kultur in den Städten, prähistorische Stämme, Felsmalereien (noch nicht gesehen…)
  • Afrika für Einsteiger: Wenig Gefahren, sehr benutzerfreundlich. Leute (im Tourismus) sprechen Englisch oder sogar Deutsch.
  • Tolles Klima im Winter, aber mit riesigen Temperaturschwankungen während des Tages
  • Überraschend gutes Essen, v.a. Fleisch (Rinder leben wie Wildtiere, es gibt keine Milchwirtschaft), gerne vom Grill („braai“). Dazu Miliepap (Maisbrei) und interessante Gemüse, besonders die kleinen Kürbisse, die auf Deutsch Rondini heißen, waren lecker. Natürlich guter Seafood in Swakopmund (dem Vernehmen nach).

Chamäleon:

  • Sehr sympathischer Anbieter für Studienreisen! Reise war gut geplant, persönlicher durch kleine Gruppen (12 Leute max.). Ungewöhnliche Lodges mit besonderen Eigenschaften (Nacht unterm Sternenhimmel - Dune Star Camp, Familienanschluss - Gelucksport…)
  • Guter Reiseleiter aus Schweinfurt, der seit 20 Jahren in Namibia lebt und lange auf der Farm seines Onkels gearbeitet hat. Dadurch kannte er sich richtig gut aus und war außerdem bestens vernetzt.
  • Gruppe war sympathisch! 2 junge Leute (20er), 4 Ehepaare + wir. Alle nett und umgänglich. Leider gibt‘s kein Gruppenfoto, was zumindest einer von uns sehr recht ist.
  • Insbesondere unsere jungen Teilnehmer sind auf den Geschmack gekommen und planen schon ihre nächsten Reisen. Ich gehe zumindest mal auf die Chamäleon-Erlebnistage - da stellen 12 Reiseleiter:innen von Chamäleon ihre Ziele vor. Demnächst in 11 Städten…

02 Juli 2026

Endgegner Minusgrade

Ein wichtiger Teil meiner Urlaubsplanung war ja, der möglichen Sommerhitze in Berlin zu entkommen - das hat fast zu gut geklappt.

In Berlin gab es während unseres Urlaubs 5 Tage mit mehr als 30° C und einmal 38,4 °C. Für Namibia hab ich keine Statistiken rausgesucht. Gefühlt war es auf dem Spaziergang durch die Wüste am heißesten (aber nicht über 30° C). Nachts war es immer kühl bis sehr kühl und tagsüber meistens sehr angenehm (mit regionalen Unterschieden, z.B. Swakopmund hat immer ein Seeklima und wird wohl auch als das südlichste Ostseebad bezeichnet).

Zum Schluss der Rundreise sind wir für zwei Nächte in der schönen Onjala Lodge, die in der Nähe des Flughafens auf 1.700 Metern Höhe in den Bergen liegt. Unser Reiseleiter ist gestern weitergezogen, aber wir sind immer noch gut betreut, denn die Lodge gehört Chamäleon, unserem Reiseanbieter. So gibt es hier verschiedene Aktivitäten wie Safaris, Wellness und sogar eine Sternwarte!

Allerdings wird es mir langsam zu kalt… Letzte Nacht hatten wir laut Handy -7°C und in der Früh waren es 15°C im Zimmer. Heizungen gibt es nicht, dafür sind die Betten mit elektrischen Heizdecken ausgestattet. Und wir sind ja von der Nacht in der Wüste abgehärtet, also geht es schon.

Jedenfalls sollte man sich im namibischen Winter auf alle Temperaturen, mindestens von 0 bis 30°C einrichten - gerne auch innerhalb eines Tages. Ich bin also froh, dass ich meine Skijacke (Handschuhe, Mütze, Schal…) dabei habe. Und vermisse die deutsche Hitze nicht.


Zwiebellook (kalter Morgen in den Dünen)

Die alte Art: Bei den San

Am Dienstag haben wir das San Living Museum besucht, auf das ich mich besonders gefreut hatte. Die San sind die Ureinwohner Namibias, die vermutlich 150.000 Jahre lang und bis in die 1970er auf die „alte Art“ gelebt haben - als Jäger und Sammler. Dabei haben sie erstaunliche Überlebensfähigkeiten und eine positive, starke Gesellschaft herausgebildet. Mehr dazu habe ich gerade in meinem Geschwisterblog gebloggt: The Old Way: Exploring Humanity‘s Origins

War sehr interessant, die San zu treffen! Sie haben sehr fröhlich gewirkt und es war toll zu sehen, was sie für Fähigkeiten haben (Pflanzen erkennen, Fallen stellen…). Das Ganze war natürlich etwas touristisch. Trotzdem denke ich, das Museum hilft, ihre Traditionen am Leben zu erhalten (und bringt ihnen etwas Geld ein…).

30 Juni 2026

Heia Safari

Eine der Hauptsehenswürdigkeiten in Namibia ist der Etosha-Nationalpark. Der ist ungefähr doppelt so groß wie Belgien (und war früher noch viel größer…). In der Mitte des Parks liegt eine Salzpfanne, die immer noch doppelt so groß wie das Saarland ist. Drum herum gibt es mehrere Wasserlöcher, die außerdem noch um künstlich angelegte Wasserlöcher ergänzt wurden. Die Kombination aus Wasser und Salz zieht alle möglichen Wildtiere an, die man auf Safaris besichtigen kann.


Das war ein Highlight…

Wir waren am Montag mit einem einheimischen Guide in einem offenen Jeep unterwegs (was bei 7 Grad anfangs kein reines Vergnügen war, es wird aber natürlich im Lauf des Tages angenehm warm). Die Safari läuft dann so, dass der Guide interessante Tiere er späht und möglichst nah hinfährt. Aussteigen darf man eh nicht, also fotografiert man sie aus dem Auto:

Es gibt eine riesige Vielzahl an Tieren im Park, die man aber nicht alle zu sehen bekommt. Wir hatten z.B. Giraffen und Elefanten und auch zwei Nashörner weit in der Ferne. Dafür aber z.B. keine Wildtiere. Dafür muss man ggf. nochmal länger dort sein - was mehrere Leute aus meiner Gruppe auch konkret planen. Ich selbst fand die Safari auch gut, aber nicht das absolute Highlight der Reise...

Mehr Fotos gibt‘s mal, wenn ich alles sortiert hab.