05 November 2026

Schule ohne Smartphone

Ansonsten teile ich mal einen Beitrag aus meinem öffentlichen Blog, weil ich das Thema interessant finde.


In meinem Kurs „Gesellschaftliche Herausforderungen der Digitalisierung“ beschäftigen wir uns schon länger mit der Frage, ob Smartphones und/ oder soziale Medien für Jugendliche verboten werden sollten. Kurz gesagt,

Um mal zu sehen, was für eine Rolle Smartphones für Schüler:innen spielen (und wie es besser gehen könnte), empfehle ich diese sehr interessante Doku aus der ARD. Dort ist Tobias Krell (aka Checker Tobi) Teil eines Experiments, in dem ca. 100 junge Leute für drei Wochen ihre Smartphones aufgeben. Die Smartphones werden demonstrativ in der Eingangshalle der Schule in einen großen Käfig gesperrt:

ARD: Schule ohne Smartphone
Bild: ARD-foto.de

Man sieht, wie die jungen Leute vorher tägliche Bildschirmzeiten von 4 Stunden oder auch viel mehr (manchmal über 10 Stunden!) hatten und wie sie zum Beginn des Experiments erst mal verzweifelt sind und sich langweilen:

„Mein Leben fühlt sich so leise und leer an. Ich höre Vogelgezwitscher. Es ist beängstigend, und ich möchte mein Handy zurückhaben. Ich gehe bald schlafen, weil ich nichts anderes zu tun hab.“

Jannat, 15 Jahre

Dann passiert etwas interessantes: Sie lernen auf einmal, die zusätzliche Zeit zu nutzen. Sie schlafen mehr, lesen Bücher, basteln, boxen,… was man halt früher auch so gemacht hätte. Das Ganze wird wissenschaftlich begleitet und man sieht, dass viele von ihnen besser schlafen, weniger ängstlich sind und optimistischer durchs Leben gehen. Als sie am Schluss ihre Smartphones wieder aus dem Käfig holen, ist das ein etwas nachdenklicher Moment. Werden sie es jetzt wirklich schaffen, bewusst damit umzugehen?

Die Dokumentation ist natürlich über die Kinder hinaus auch relevant: Wahrscheinlich haben viele von uns eine zu hohe Bildschirmzeit (ich selbst liege gerade um die 3,5 Stunden am Tag…). Und es ist schon erstaunlich, wie viel individuelle und kollektive Zeit dafür draufgeht, Social Media zu konsumieren (in der Doku vor allem TikTok und Snapchat).

–> Hier geht’s zur ersten Folge in der ARD-Mediathek.

Ich kann mich übrigens relativ gut in die Jugendlichen hineinversetzen, weil ich in dem Alter auch eine ungemein hohe Bildschirmzeit hatte. Nur sah die damals anders aus: mein Bruder und ich haben stundenlang Computerspiele aus der Goldenen Ära (sagen wir, von Pac-Man bis Tetris) auf Commodore gespielt. Auch damals waren unsere Eltern nicht begeistert, aber trotzdem ist etwas aus uns geworden…

Toskana

Ich hab es endlich mal wieder geschafft, eine der Rundreisen aus meinem Italien-Buch zu machen. So war ich mit Rupert und Roland eine Woche in der Toskana unterwegs. Das war wieder sehr toll! 

Aussicht vom Hotel, San Gimignano

Ich kannte in der Toskana bis jetzt nur einige Städte, dabei ist die Landschaft natürlich besonders schön. Wir sind grob von Florenz aus nach Volterra, San Gimignano und Siena gefahren, mit einigen kleineren Zwischenstopps. Essen war auch wieder sehr gut, dank Slow Food.

Hier gibt's mehr Fotos. 

In dem Buch sind insgesamt 25 Routen empfohlen, von denen ich jetzt 3 abgereist bin (außer Toskana noch Gardasee und Dolomiten). Jetzt möchte ich zumindest mal ein paar weitere angehen. Wer mag mitkommen?


27 September 2026

Reisezeit

Leute, die behaupten, dass ich hauptsächlich über Reisen blogge, bekommen heute wieder etwas Futter, denn tatsächlich reise ich gerade ungewöhnlich viel und berichte natürlich gerne darüber.

Im September war ich zum ersten Mal richtig in Polen und hab ein Wochenende in Stettin verbracht. Interessante Stadt, die unter anderem über eines der ältesten Kinos der Welt verfügt.

 
Stettin: Marktplatz...

 

... und  Pionier1907 (hieß früher Pionier 1909)

Mit den Kolleginnen und Kollegen vom Fernstudium gibt es ein paar Formate, innerhalb derer wir uns gelegentlich treffen. So wren wir kurz danach zwei Tage auf dem Vogelsberg bei Fulda in einem sehr netten Wellnesshotel. Ich hab sogar selbst noch das Wochenende draufgelegt, weil ich Fulda gerne mal sehen wollte (schöne Stadt, alte Kirche) und auch mal wieder ein ruhiges Studienwochenende einlegen wollte (ließ sich gut kombinieren).

 Michaelskirche, Fulda

Dieses Wochenende war ich in Hamburg, auf dem Alumni-Treffen der LSE. Das findet in Deutschland einmal im Jahr statt, es gibt meistens leckeres Essen und ein tolles Programm und niemand fragt mich, ob ich Geld spenden möchte (stattdessen spende ich Zeit und werde versuchen, einen Alumni-Stammtisch in Berlin zu etablieren). Treffen war jedenfalls wieder interessant und es gab eine eklektische Gruppe von Alumni zu treffen.

 

 rechts im Bild: Restaurant am Kai, wo das Dinner stattfand 

Wo ich schon dort war, hab ich die Gelegenheit genutzt, eine nette Kollegin in Hamburg zu treffen, mit der ich viel zusammenarbeite, die ich aber seit 3 Jahren nicht mehr (wie sagt man?) im wirklichen Leben getroffen habe, weil sie eben nicht auf dem Vogelsberg dabei war. 

Außerdem war ich heute auf Helgoland, das man von Hamburg aus elegant per Katamaran erreichen kann. War sehr hübsch und man kann dort zollfrei einkaufen. Trotzdem bin ich nicht sicher, ob es mehr als einen Tagesausflug hergibt (per Katamaran hat man ca. 4 Stunden Aufenthalt). Als Ort für die nächste Coolcation ist es wahrscheinlich zu klein und nicht wirklich praktikabel. 

Morgen geht’s gleich weiter zu meinen Eltern, und im Oktober steht ein Urlaub in der Toskana ins Haus. Berichte ich dann.

07 Juli 2026

Fotos

So, jetzt hab ich auch die Fotos durchgeschaut… sind doch ein paar gute Tierfotos dabei…: 

https://www.icloud.com/sharedalbum/#B2T5fk75vpG3aI 

06 Juli 2026

Fazit: Namibia

Also zwei schöne Wochen und ich war jetzt endlich mal in Afrika. Was gab‘s ansonsten?

Namibia

  • Sehr schönes, vielfältiges Land. Wir sind in 2 Wochen 2.600 km gefahren und haben doch noch nicht mal alle Hauptsehenswürdigkeiten gesehen.
  • Unsere Tour („Sossusvlei“) war die kurze Einsteigertour, also gut, um überall mal reinzuschmecken. An den meisten Orten hätte man aber auch länger bleiben können. Außerdem gibt‘s Touren, bei denen man auch noch nach Botswana und ggf. Simbabwe kommt, als nochmal mehr Einrücke gewinnt.
  • Um nur Tiere zu beobachten, gibt es wohl bessere Länder. Hier hat man aber noch tolle Landschaften, deutsche Kultur in den Städten, prähistorische Stämme, Felsmalereien (noch nicht gesehen…)
  • Afrika für Einsteiger: Wenig Gefahren, sehr benutzerfreundlich. Leute (im Tourismus) sprechen Englisch oder sogar Deutsch.
  • Tolles Klima im Winter, aber mit riesigen Temperaturschwankungen während des Tages
  • Überraschend gutes Essen, v.a. Fleisch (Rinder leben wie Wildtiere, es gibt keine Milchwirtschaft), gerne vom Grill („braai“). Dazu Miliepap (Maisbrei) und interessante Gemüse, besonders die kleinen Kürbisse, die auf Deutsch Rondini heißen, waren lecker. Natürlich guter Seafood in Swakopmund (dem Vernehmen nach).

Chamäleon:

  • Sehr sympathischer Anbieter für Studienreisen! Reise war gut geplant, persönlicher durch kleine Gruppen (12 Leute max.). Ungewöhnliche Lodges mit besonderen Eigenschaften (Nacht unterm Sternenhimmel - Dune Star Camp, Familienanschluss - Gelucksport…)
  • Guter Reiseleiter aus Schweinfurt, der seit 20 Jahren in Namibia lebt und lange auf der Farm seines Onkels gearbeitet hat. Dadurch kannte er sich richtig gut aus und war außerdem bestens vernetzt.
  • Gruppe war sympathisch! 2 junge Leute (20er), 4 Ehepaare + wir. Alle nett und umgänglich. Leider gibt‘s kein Gruppenfoto, was zumindest einer von uns sehr recht ist.
  • Insbesondere unsere jungen Teilnehmer sind auf den Geschmack gekommen und planen schon ihre nächsten Reisen. Ich gehe zumindest mal auf die Chamäleon-Erlebnistage - da stellen 12 Reiseleiter:innen von Chamäleon ihre Ziele vor. Demnächst in 11 Städten…