30 Juni 2016

Von Brexit zu Flexit?

Hier waren viele sehr überrascht über das Brexit-Votum. Ich gar nicht so sehr, weil ich die Briten ja schon länger kenne...

Was das jetzt bedeutet und wie alles wird, weiß keiner so genau, weil es wohl keine allzu detaillierten Pläne dazu gibt. Ich tippe mal, dass sich die nächsten zwei Jahre praktisch nichts ändert (also ich z.B. weiter hier wohnen kann und kein Visum brauche) und dass ich danach auch bleiben könnte, wenn ich will.

Ob ich will, wird sich zeigen, denn ich bin ja Europafan und würde lieber in einem Land leben, dass für Europa ist. Auf Facebook habe ich diese Woche mit der Wortschöpfung "Flexit" (Florian+Exit (aus GB)) schön gepunktet. Aber warten wir erst mal ab, wie es tatsächlich wird.


meine original Dekoration (die Flagge ist aus Google-Zeiten, als Reaktion auf Kollegen, die ihre jeweilige Landesflagge über ihren Tisch gehängt hatten).

Ich fühle mich zwar subjektiv weniger willkommen, weil ich ständig überlege, welche der Briten, die ich treffe, für Brexit gestimmt haben (in London eh nicht viele). Aber ich hoffe, das gibt sich wieder – genau wie mein Boykott von englischem Bier.

Mittelfristig muss ich aber sowieso überlegen, was ich mache, wenn die Promotion fertig ist (nach neuesten Prognosen eher im Dezember als im September). Der bisherige Plan war, mich erst mal ein Jahr mit befristeten Jobs zu finanzieren, mehr (Lehr)erfahrung zu sammeln und an meinen Veröffentlichungen zu arbeiten und dann in einem Jahr mich auf unbefristete Stellen (wo auch immer) zu bewerben. Dabei bleibt's auch bis auf Weiteres erst mal.



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