Den Begriff Workation gibt's ja schon länger: Man arbeitet dort, wo andere Urlaub machen. Grundsätzlich kein Problem für Leute wie mich, die remote arbeiten. Relativ neu (zumindest als Begriff) ist die "Coolcation": Man macht da Urlaub, wo es kühl ist. Ich versuche jetzt beides zu kombinieren, indem ich von dort arbeite, wo es kühl ist. Das auch nicht nur aus Luxus, sondern weil ich bei Hitze wirklich nicht klar denken kann.
Die Idee dazu entstand letztes Jahr, vermutlich auf der Hardangervidda. Da die Unterkünfte dort aber sehr selbstbewusst bepreist sind, hab ich mich erstmal woanders umgeschaut. Der bisherige Ansatz war, nach hochgelegenen Orten zu schauen. Da gibt es ja welche, das sind dann aber Wintersportorte, wo man im Sommer froh sein muss, wenn ein Bus fährt und man Lebensmittel kaufen kann. Als Kompromiss bin ich auf Bad Gastein gestoßen, das zwar nicht irre hoch liegt, aber relativ mild sein soll. Außerdem fließt ein Wasserfall durch den Ort!
Bad Gastein hat einen längeren Niedergang hinter sich, ist jetzt aber dabei, sich zu regenerieren. Ist auf alle Fälle ein hübscher Ort, und es gibt schöne Thermen und ein paar gute Restaurants (vielleicht gönne ich mir noch das Weitmoser Schlössl?).
Blick aus dem Fenster meiner Ferienwohnung
Tatsächlich war es hier die ganze Woche schön mild und es ließ sich gut arbeiten - nur dass es in Berlin auch mild gewesen wäre. In der Hitzewoche Anfang Juli, als es in Berlin 37° C hatte, hatte es hier immerhin auch 33° C. Also auf längere Sicht wohl doch nicht ideal als Sommerfrische.
Richtig kühl wird's voraussichtlich in einer Woche, wenn meine Coolcation in Island losgeht.
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