30 Juni 2026

Heia Safari

Eine der Hauptsehenswürdigkeiten in Namibia ist der Etosha-Nationalpark. Der ist ungefähr doppelt so groß wie Belgien (und war früher noch viel größer…). In der Mitte des Parks liegt eine Salzpfanne, die immer noch doppelt so groß wie das Saarland ist. Drum herum gibt es mehrere Wasserlöcher, die außerdem noch um künstlich angelegte Wasserlöcher ergänzt wurden. Die Kombination aus Wasser und Salz zieht alle möglichen Wildtiere an, die man auf Safaris besichtigen kann.


Das war ein Highlight…

Wir waren am Montag mit einem einheimischen Guide in einem offenen Jeep unterwegs (was bei 7 Grad anfangs kein reines Vergnügen war, es wird aber natürlich im Lauf des Tages angenehm warm). Die Safari läuft dann so, dass der Guide interessante Tiere er späht und möglichst nah hinfährt. Aussteigen darf man eh nicht, also fotografiert man sie aus dem Auto:

Es gibt eine riesige Vielzahl an Tieren im Park, die man aber nicht alle zu sehen bekommt. Wir hatten z.B. Giraffen und Elefanten und auch zwei Nashörner weit in der Ferne. Dafür aber z.B. keine Wildtiere. Dafür muss man ggf. nochmal länger dort sein - was mehrere Leute aus meiner Gruppe auch konkret planen. Ich selbst fand die Safari auch gut, aber nicht das absolute Highlight der Reise...

Mehr Fotos gibt‘s mal, wenn ich alles sortiert hab.



28 Juni 2026

In den Norden

In Swakopmund haben wir eine Katamaran-Fahrt in Walvis Bay gemacht. Das ist eine Bucht in der Nähe, in der sich der einzige Hochseehafen Namibias befindet (auch Anlaufstelle für Kreuzfahrtschiffe). Höhepunkt war dabei, dass ein paar Robben und Pelikane an Deck kamen und man sie streicheln konnte. Nachmittags sind wir durch die Stadt gelaufen, haben (zu viele) Bücher im deutschen Buchladen gekauft und sehr leckeren Apfelkuchen in Café Anton (ist wohl berühmt) gegessen.


Strandpromenande Swakopmund

Gestern sind wir lange durch die Gegend gefahren, weil es jetzt Richtung Norden geht. Namibia ist doppelt so groß wie Deutschland (hat aber nur 3 Mio. Einwohner) und wir klappern einen Gutteil des Landes in 2 Wochen ab, also gehört die Fahrerei dazu. Abends sind wir in einer Gästefarm angekommen, die von einer namibischen Familie mit deutschen Wurzeln geleitet wird. D.h. Ihre Vorfahren kamen im 19. Jahrhundert hierher. Unser Reiseleiter ist dagegen gebürtiger Deutscher und inzwischen Namibier, hat aber auch länger auf einer Farm gelebt, die sein Großvater gegründet hat, also verschwimmen die Grenzen zwischen den Nationalitäten ein bisschen. Es kam raus, dass die Gastfamilie seine Familie sogar kennt, denn anscheinend ist Namibia letztlich ein Dorf.

Aussicht zum G&T

Die Farm ist sehr schön und wir sind zum Sonnenuntergang auf eine Anhöhe gefahren und haben Gin & Tonic getrunken. Eigentlich war der Plan, dabei auch Wildtiere zu beobachten, die hatten sich aber fast alle versteckt. Dafür sind wir ab heute zwei Tage im Etosha-Nationalpark, da sollten wir das aufholen können.

Nachts ist es fast etwas kühl (9°C), tags soll es bis zu 27 °C werden...

25 Juni 2026

Zwei Tage Wüste, zwei Nächte Deutschland

Lodge war toll (Namib Desert Lodge) und es standen tatsächlich einmal drei Oryx-Antilopen ein paar Meter vor meinem Zimmer!

Wir haben am Mittwoch einen Ausflug in die Namib gemacht und dort das Deadlvlei und das Sossusvlei angeschaut („vlei“ ist der Fachausdruck für ‚Salz-Ton-Pfanne‘, eine Landschaftsformation in der Wüste). Deadvlei ist vielleicht von Bildern bekannt - es gibt da die berühmten roten Dünen und Kameldornbäume, die seit Jahrhunderten tot sind, aber nicht verfallen, weil es so trocken ist.

Nicht ganz ohne: Abstieg von der Düne

Außer in diesem Jahr: Es gab im April ungewöhnlich viel Regen, so dass große Teile der Wüste erblüht sind und im Sossusvlei Wasser stand. Das passiert wohl alle 20 Jahre, insofern war es gut getimt, dass wir jetzt hier sind. Zumindest Reste des Spektakels konnte man gut sehen. Es hatte wohl am Montag nochmal geregnet (auch sehr ungewöhnlich), dadurch war der Sand etwas nass, was es leichter gemacht hat, die Dünen im Deadvlei zu besteigen. Unser Reiseleiter hat uns sehr ermahnt, nicht ohne 2 Liter Wasser in die Wüste zu gehen. Die brauchten wir dann gar nicht, weil die Temperaturen nur in den oberen 20ern waren.

Sossusvlei sah besondern schön aus und es waren fast keine Leute unterwegs:

Mittwoch Abend sind wir dann ein kurzes Stück weiter gefahren zum Dune Star Camp. Das ist eine kleine Außenstelle der vorigen Lodge auf einer der roten Dünen. Hauptattraktion ist, dass man sein Bett auf die Terrasse rollen und unter dem Sternenhimmel schlafen kann. Sonst ist alles sehr einfach, es gibt keine Heizung, kein Internet und nur wenig Strom.

Allerdings war es nachts nur 10 °C und außerdem recht hell wegen Mond, so dass ich irgendwann doch nach drinnen umgezogen bin. Morgens kamen dann auch noch Wolken auf (ungewöhnlich…). War trotzdem ein tolles Erlebnis, den Sternenhimmel auf der Südhalbkugel zum ersten Mal richtig zu sehen. Auch tags ist es sehr schön dort.

Aussicht beim Frühstück

Heute war im Wesentlichen ein Fahrtag - wir sind ca. 5 Stunden nach Swakopmund gefahren. Das gilt als schönste Stadt Namibias und ist v.a. durch die deutsche Kolonialzeit geprägt. Wir sind in einem netten Guesthouse bei einer Gastgeberin, die auch deutsch spricht. Klima ist wechselhaft wegen des Atlantik, aber weiter sehr mild (heute 12 bis 16°C). Und das WM-Spiel läuft nachher wohl einfach so auf dem TV im Hotelzimmer.

Also fühlt es sich etwas so an, als ob wir zwei Nächte in Deutschland Pause machen, bevor das Namibia-Abenteuer weitergeht.

23 Juni 2026

in Namibia

Wir sind am Montag früh gut in Windhuk gelandet und seitdem in Namibia unterwegs! Ich bin mit meiner alten Freundin Cato unterwegs, die allerdings fotoscheu ist und deshalb nicht in den Bildern auftaucht. Wir reisen mit Chamäleon, einen Anbieter, den ich ja ausgerechnet über ChatGPT gefunden hatte. Seitdem kam raus, das mein vielreisender Cousin Mario auch mal mit ihnen in Namibia war und sehr geschwärmt hat…

Lässt sich auch tatsächlich gut an: Wir reisen in einer Gruppe von 12 Leuten mit einem Reiseführer, der zwar noch nicht mit Chamäleon gearbeitet hat (und deshalb einige Orte auch zum ersten Mal sieht), der aber schon lange im Land lebt und sich gut auskennt. Die Route ist so gewählt, dass man zumindest die wichtigsten Ecken von Namibia zu sehen bekommt. Außerdem waren wir zu Beginn in Windhuk gleich bei zwei sozialen Projekten, die von Chamäleon gefördert werden (Penduka, das Arbeitsplätze für benachteiligte Frauen schafft, die dann z.B. schönes Kunsthandwerk erstellen, und eine Grundschule). 

Windhuk ist interessant, aber nicht die schönste Stadt der Welt (wohl nicht einmal Namibias), so dass wir nur über Nacht dort waren und jetzt schon in der Namib sind. Das ist die älteste Wüste der Welt und ein erstes touristisches Highlight. In unserer Lodge gibt es ein eigenes Wasserloch, das nachts wohl interessante Tiere anlockt. Außerdem liegt sie gleich bei den roten Dünen, in denen wir uns morgen tummeln werden.