28 November 2018

Umgezogen


Kurz vor dem neuen Job bin ich noch umgezogen – ich hatte im Lauf des Sabbaticals schon gemerkt, dass ich mich in München wohlfühle und gerne bleiben würde, und somit schon eine Weile nach einer Wohnung gesucht. Das ist aber nicht so leicht, wenn man gleichzeitig nach einem Job sucht. So wohne ich jetzt in einer Wohnung, die meiner Mutter gehört und die sie eigentlich verkaufen wollte, um ihren Ruhestand zu finanzieren. Anscheinend wollte sie aber niemand kaufen, und das kam gerade heraus, als ich versucht hab, eine Wohnung zu finden. So bin ich dann dort eingezogen.


Wohnung liegt direkt am Harras in einer Beton-Wohnanlage von 1969 und die S-Bahn fährt direkt am Fenster vorbei. Umgekehrt ist sie hell und gemütlich, und sehr ruhig, weil mein Schlafzimmer zum Innenhof geht.

Der andere Nachteil ist, dass die Wohnung ganz schön groß ist, nämlich 85m², so dass ich sie unmöglich alleine bewohnen kann (nachdem mein Zimmer in London ungefähr 12 m² hatte). Glücklicherweise hab ich über einen Freund einen Mitbewohner gefunden, der aus der Oberpfalz kommt und hier gerade ein Trainee-Programm als Fitnesstrainer durchläuft. Der wohnt jetzt für ein halbes Jahr bei mir, dann schaun wir mal. Somit muss ich auch die Miete nicht alleine zahlen, was natürlich prima ist.

Die andere interessante Tatsache ist, dass ich jetzt zum ersten Mal seit ungefähr 1995 (fast) alle meine Sachen am selben Ort hab, nachdem ich meine Londoner Sachen und alle alten Kisten, die noch bei meinen Eltern auf dem Speicher lagen, hierher gebracht hab. Dafür war es überraschend einfach, alles in der Wohnung unterzubringen. Es hilft natürlich, dass alle möglichen Sachen unterwegs verloren gegangen sind (z.B. der Großteil meiner Regensburger Möbel). Wie sagt der Volksmund? „Viermal umgezogen ist wie einmal abgebrannt.“ Je nachdem, was man als Umzug zählt, bin ich also schon mehrfach abgebrannt.

Keine Kommentare: