Sehr eindrücklich war auch der Tagebau Welzow. Das ist ein großer (112 km², ungefähr 2 Starnberger Seen) und aktiver Tagebau südlich von Cottbus, den man mit geführten Touren besichtigen kann. Ich war am Sonntag, als nicht gearbeitet wurde. Anscheinend könnte man aber sogar unter der Woche fahren, was noch interessanter wäre, da dann auch die Maschinen laufen. Auf jeden Fall bekommt man einen guten Eindruck, wie riesig so ein Tagebau ist bzw. was für ein Aufwand für die Braunkohle betrieben wurde und wird. Außerdem haben wir eine neu kultivierte Landschaft besucht, die schon vor fast 20 Jahren abgebaggert wurde. Sehr viel wächst dort noch nicht, allerdings wurde zumindest ein Weinberg angelegt.
regenerierte Landschaft
Die letzte Bergbau-Sehenswürdigkeit, die ich besichtigt habe, war das Besucherbergwerk F60 in Lichterfeld. Die F60 („Förderbrücke mit 60 Meter Abtragsmächtigkeit“) ist die größte bewegliche Maschine, die jemals hergestellt wurde. Mit einer Länge von 502 Meter (und 74 Meter Höhe) wird sie anscheinend auch als "liegender Eiffelturm" bezeichnet.
Ihre Aufgabe war beziehungsweise ist es, Abraum (also wertlose Erden, die über der Kohle liegen), möglichst schnell abzutransportieren. Das macht sie auf beeindruckende Weise, mit bis zu 34.600 m³/h. Nicht zuletzt sind die Maschinen zum Teil schon 50 Jahre im Betrieb und laufen immer noch!
F60
gibt es in der Lausitz nicht nur eine, sondern fünf (in den westlichen
Braunkohlerevieren gar keine, weil die Kohle dort tiefer liegt und man solche Brücken nicht verwenden könnte). Vier davon sind noch in Betrieb, die fünfte und neueste wurde in den Neunzigern knapp zwei Jahre
nach der Inbetriebnahme zusammen mit ihrem Tagebau stillgelegt. Diese
kann jetzt von Besuchern besichtigt werden: Man kann mit einer Führung
die ganze Brücke besteigen und bis zum Ende laufen.






Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen