15 Oktober 2023

Lausitz 3

Ansonsten gibt es in Cottbus ein überaus schmuckes Jugendstiltheater (ich war in einer schönen, aber schlecht besuchten Vorstellung von La Bohème):

Es gibt außerdem einen berühmten Park von Fürst Pückler (der mit der Eisschnitte) und vieles mehr zu sehen. In der Nähe sind auch empfohlene Restaurants, die ich es aber diesmal aus Termingründen gar nicht geschafft habe. Also: mal wieder hinfahren.

 Fürst-Pückler-Park Branitz

Schließlich war ich noch auf der kleinen Bühne des Theaters Cottbus in einem Stück namens "Das Kraftwerk", das in Kooperation mit dem journalistischen Kollektiv CORRECTIV recherchiert wurde und zeigt, wie die Kraftwerkbetreiberfirmen Umweltstandards unterlaufen, dabei möglicherweise die Trinkwasserqualität gefährden und die lokale Politik beeinflussen. Dabei kam Frankfurt/ Oder besonders schlecht weg, so dass es nach der Aufführung eine Podiumsdiskussion mit dem dortigen Oberbürgermeister gab - hab ich dann aber nicht mehr im Detail verfolgt...

Fazit: Natürlich muss Deutschland so schnell wie möglich aus der Nutzung von Braunkohle aussteigen (aber auch nicht schneller). Braunkohle erzeugt etwas 20% unseres Strombedarfs, macht aber etwa die Hälfte der energiebedingten CO₂-Emissionen aus. Also wäre ein früherer Ausstieg eine der sinnvollsten Maßnahmen, um den Klimawandel abzuschwächen. Das hatte die derzeitige Bundesregierung auch geplant (2030 statt 2038). Aufgrund des Ukraine-Kriegs (und der Tatsache, dass jahrzehntelang nicht genug in erneuerbare Energien investiert wurde) ist das jetzt alles wieder infrage gestellt und der Kohleausstieg in der Lausitz wird auf alle Fälle verlangsamt stattfinden.

Gleichzeitig ist es enorm beeindruckend zu sehen, was beim Abbau der Kohle alles geleistet wurde, und wie riesig die Abbauflächen und -anlagen sind. Nicht zuletzt verdanken wir natürlich der Braunkohle und Steinkohle einen Großteil unseres Wohlstands.

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