09 Juni 2025

Gute Beziehungen über alles

Die Süddeutsche Zeitung, mit der ich aufgewachsen bin, ist jetzt eine Partnerschaft mit The Atlantic eingegangen, so dass sie pro Woche vier Artikel des Atlantic teilen. Passt mir sehr gut, da ich den noch nie groß gelesen hatte. Außerdem gibt es neben den aktuellen Gruselgeschichten normalerweise jede Woche einen leichteren, philosophischen Beitrag wie diesen: "Why Are Young People Everywhere So Unhappy? Here’s the answer to that - and what we can do about it" (oder lest gleich das Original).

Während junge Leute also früher glücklicher waren als mittelalte, ist das heutzutage nicht mehr unbedingt so. Anstatt sozialen Medien die Schuld zu geben, weisen Studien (und der Artikel) darauf hin, dass die Säkularisation zu einem Mangel an Kontakten und Sozialkapital führt. Außerdem scheinen Menschen in reicheren Ländern öfter ein Gefühl der Sinnlosigkeit zu empfinden. 

Erfreulicherweise gibt der Artikel drei Empfehlungen, wie man weniger unglücklich wird: 

1. Put close relationships with family and friends before virtually everything else. Where possible, avoid using technological platforms for interactions with these loved ones; focus on face-to-face contact. Humans are made to relate to one another in person.

2. Consider how you might develop your inner life. (...) let’s define spirituality broadly as beliefs, practices, and experiences not confined to organized religion—even a philosophical journey that can help you transcend the daily grind and find purpose and meaning.

3. Material comforts are great, but they’re no substitute for what your heart truly needs. Money can’t buy happiness; only meaning can give you that.

Damit kann ich mich gut identifizieren, auch wenn ich weiterhin nicht religiös bin. Insbesonder 1) würde ich unterschreiben. Nachdem ich an so vielen verschiedenen Orten geliebt habe, freue ich mich, dass ich an allen Orten noch gute Kontakte habe, und gebe mir sowieso Mühe, die auch zu pflegen. Das mache ich jetzt vielleicht noch etwas mehr...

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