Das Whale Watching hat gut geklappt - wir sind von Akureyri aus in den dortigen Fjord gefahren, und da tummeln sich wohl immer einige Buckelwale, die dann auch auftauchen und sich gerne fotografieren lassen. Das Fotografieren hat sich als überraschend schwer erwiesen, außerdem hat meine Kompaktkamera, die ich extra für solche Zwecke dabei habe, während der Fahrt gesponnen. Zum Glück hat die Biologin, die uns die Wale gezeigt hat, auch recht gute Fotos gemacht:
Größere Wale gab's dann in Reykjavik im Walmuseum zu sehen, wenn auch nur im Modell (1:1). Anscheinend ist es aber wohl gut möglich, sogar Blauwale in Island zu sehen! Vielleicht beim nächsten Mal.
Als Gruppe sind wir zuletzt noch den "Golden Circle" abgefahren, das sind drei Hauptsehenswürdigkeiten, die günstigerweise nahe bei Reykjavik liegen. Dazu gehört der Geysir Stokkur (sein Bruder, der sogar Geysir heißt, liegt direkt nebenan, ist. aber nicht mehr aktiv) und ein besonders schöner Waserfall (Gullfoss). Am interessantesten war aber der Nationalpark Thingvellir.
Verkürzt gesagt, liegt Island genau an der Grenze zwischen der nordamerikanischen und der europäischen Kontinentalplatte, und die Insel ist erst in geologisch jüngerer Vergangenheit (18 Millionen Jahre) durch austretendes flüssiges Gestein entstanden. Der mittelatlantische Rücken verläuft mitten durch die Insel (, so dass man argumentieren könnte, dass ich gerade in Nordamerika bin...).
Mitten an dieser Bruchstelle haben die alten Isländer ab dem Jahr 930 ihre Nationalversammlung (Thingvellir) abgehalten, die damit den Anspruch erhebt, eines der ältesten Parlamente der Welt zu sein. Ganz zufällig haben sie die Stelle wohl nicht gewählt, denn in dem Graben ist man gut vor den Elementen geschützt - was wir gleich live ausprobieren konnten, denn es war etwas regnerisch:
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