Lodge war toll (Namib Desert Lodge) und es standen tatsächlich einmal drei Oryx-Antilopen ein paar Meter vor meinem Zimmer!
Wir haben am Mittwoch einen Ausflug in die Namib gemacht und dort das Deadlvlei und das Sossusvlei angeschaut („vlei“ ist der Fachausdruck für ‚Salz-Ton-Pfanne‘, eine Landschaftsformation in der Wüste). Deadvlei ist vielleicht von Bildern bekannt - es gibt da die berühmten roten Dünen und Kameldornbäume, die seit Jahrhunderten tot sind, aber nicht verfallen, weil es so trocken ist.
Außer in diesem Jahr: Es gab im April ungewöhnlich viel Regen, so dass große Teile der Wüste erblüht sind und im Sossusvlei Wasser stand. Das passiert wohl alle 20 Jahre, insofern war es gut getimt, dass wir jetzt hier sind. Zumindest Reste des Spektakels konnte man gut sehen. Es hatte wohl am Montag nochmal geregnet (auch sehr ungewöhnlich), dadurch war der Sand etwas nass, was es leichter gemacht hat, die Dünen im Deadvlei zu besteigen. Unser Reiseleiter hat uns sehr ermahnt, nicht ohne 2 Liter Wasser in die Wüste zu gehen. Die brauchten wir dann gar nicht, weil die Temperaturen nur in den oberen 20ern waren.
Sossusvlei sah besondern schön aus und es waren fast keine Leute unterwegs:
Mittwoch Abend sind wir dann ein kurzes Stück weiter gefahren zum Dune Star Camp. Das ist eine kleine Außenstelle der vorigen Lodge auf einer der roten Dünen. Hauptattraktion ist, dass man sein Bett auf die Terrasse rollen und unter dem Sternenhimmel schlafen kann. Sonst ist alles sehr einfach, es gibt keine Heizung, kein Internet und nur wenig Strom.
Allerdings war es nachts nur 10 °C und außerdem recht hell wegen Mond, so dass ich irgendwann doch nach drinnen umgezogen bin. Morgens kamen dann auch noch Wolken auf (ungewöhnlich…). War trotzdem ein tolles Erlebnis, den Sternenhimmel auf der Südhalbkugel zum ersten Mal richtig zu sehen. Auch tags ist es sehr schön dort.
Aussicht beim Frühstück
Heute war im Wesentlichen ein Fahrtag - wir sind ca. 5 Stunden nach Swakopmund gefahren. Das gilt als schönste Stadt Namibias und ist v.a. durch die deutsche Kolonialzeit geprägt. Wir sind in einem netten Guesthouse bei einer Gastgeberin, die auch deutsch spricht. Klima ist wechselhaft wegen des Atlantik, aber weiter sehr mild (heute 12 bis 16°C). Und das WM-Spiel läuft nachher wohl einfach so auf dem TV im Hotelzimmer.
Also fühlt es sich etwas so an, als ob wir zwei Nächte in Deutschland Pause machen, bevor das Namibia-Abenteuer weitergeht.



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