13 März 2006

bei Slow Food

Wie schön, dass es Slow Food auch in Irland gibt! Heute war ich zum ersten Mal da, auf einer Veranstaltung über das irische Nationalgetränk. Tee nämlich, den trinkt weltweit niemand mehr als die Iren. Lernen müssen sie trotzdem viel, denn in der Regel werden hässliche Teebeutel mit Teeresten aus Afrika und Argentinien in den Tassen versenkt und nicht wieder gesehen.

Wie es richtig geht, hat uns Sean erzählt, der früher in New York in der Werbung gearbeitet hat und jetzt als Aussteiger die Firma "Sip" gegründet hat und seinen Landsleuten guten Tee verkauft. (Seine Teefilter muss er aus Deutschland importieren, weil es die hier nicht gibt ;-))

Über das Gelernte (nur sortenreinen Tee nehmen, paar Minuten brühen und raus damit) noch weit hinaus geht übrigens Werner F. X. Schmidt, orthodoxer Teehändler in Berlin (prima Teesalon am Ku'damm).

Slowfood Irland ist wohl noch relativ jung, wächst aber schnell. Der Schwerpunkt ihrer Tätigkeit liegt im Vermarkten von traditionell hergestellten irischen Produkten. Vor dem Tee wurden uns Schnittchen mit lecker Salami und Käse gereicht. Lustig war noch, dass meine Tischnachbarn tatsächlich Gillian kannten, die einzige irische Kollegin in meiner Abteilung. Das ist in Irland aber anscheinend normal, dass jeder jeden kennt.

Ich ernähre mich hier außer vom leckeren Google-Essen vor allem von Fertiggerichten, was ich vorher auch nicht gedacht hätte. Tricatel lässt grüßen! Die Sachen sind aber so gut, dass man sie gern isst (Wer Lust hat, sich auf der Tesco-Website zu registrieren (ich nicht), darf sie sich wahrscheinlich hier anschauen. Tesco: Schluss mit der Geheimniskrämerei!). Gottlob habe ich jetzt schöne Einkaufstipps von den Slowfoodern und werde ihnen mal nachgehen.

Der Vollständigkeit halber hier noch der Link zum Genussführer Oberbayern, an dem ich mitgearbeitet habe.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Hey Flori,kleiner Tip:meiner Erfahrung nach werden die hässlichen Teebeutel(gern auch mal gleich zwei für eine cup)nach spätestens(!)15 sec wieder entfernt, nicht ohne sie gut vorher auszudrücken.das ganze wird nie ohne Milch, oft auch mit Zucker, aber tatsächlich zu Hauf konsumiert.(wird Dir nie passieren,dass Du bei nem Iren zu Haus bist ohne dass er Dir als erstes ne cupatea anbietet.)das dass Ganze einen Qualitätstest nicht besteht, ist keine Frage ,Charme hatt's trotzdem,find ich.Den crassen Kudammer Teehändler kenn ich übrigens auch-Kotzbrocken!