Der Rest der Arbeitswoche war recht geruhsam. Am Freitag nachmittag war unser Betriebsausflug (erzähl ich ein andermal), und am Donnerstag haben wir nach der Feier etwas gearbeitet, dann war ein Meeting, und am Nachmittag hat Vint Cerf einen Vortrag bei uns gehalten. Er gilt als einer der Väter des Internet, weil er 1973 das TCP/IP-Protokoll erfunden hat. Seit September arbeitet er bei Google als "Chief Internet Evangelist".
Was er genau als Evangelist macht, hat er nicht verraten, dafür aber zwei Stunden lang hervorragende Geschichten und Anekdoten erzählt. TCP/IP hat damals vier verschiedene Comnputernetze verbunden ist noch heute eine der Grundlagen des Internet (Leute mit besseren technischen Kenntnissen werden gebeten, mich zu korrigieren, wenn ich etwas Falsches erzähle).
Das besondere an TCP/IP ist, dass es einerseits ein offener Standard ist (also nicht patentiert), was erstaunlich ist, wenn man bedenkt, dass es vom US-Verteidigungsministerium entwickelt wurde, und dass es andererseits dem Protokoll egal ist, welche Daten darüber transportiert werden, so dass es ohne weiteres für Anwendungen genutzt werden kann, an die 1973 nich niemand dachte (Jüngstes Beispiel: Skpye).
Nebenher arbeitet Vint noch für InterPlaNet, ein Projekt, das die Frage erforscht, wie man das Internet in der inter-planetaren Raumfahrt nutzen kann. Aufgrund der langen Zeitverzögerung kann man die bestehenden Protokolle nicht nutzen, es wäre aber gut, hier einen Standard zu haben, damit man z.B. in 20 Jahren eine Sonde, die irgendwo herumfliegt, auf eine neue Mission umprogrammieren kann.
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1 Kommentar:
hast du eigentlich skype? ich noch nicht, aber ich denke drüber nach. dann könnten wir mal lustig und billig telephonieren!
grüsse,
katharina
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